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Zahnärztliche Niederlassung 2025

Gründer investieren verstärkt in die Weiterentwicklung übernommener Praxen

Bildunterschrift Soloviova Liudmyla - stock.adobe.com
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Praxis
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Der InvestMonitor Zahnarztpraxis zeigt: Die Übernahme einer Einzelpraxis war 2025 die häufigste Form der zahnärztlichen Existenzgründung. Zwei Drittel der Zahnärztinnen und Zahnärzte gingen diesen Weg.

Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) analysiert seit 1984 gemeinsam mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) das zahnärztliche Investitionsverhalten bei der Niederlassung. Laut ihrem neuen InvestMonitor entschieden sich 2025 insgesamt 1.140 Zahnärztinnen und Zahnärzte für den Schritt in die Selbstständigkeit, im Vorjahr waren es 1.122. Die Zahl der auswertbaren Finanzierungsfälle der apoBank belief sich im gleichen Zeitraum auf 578.

In dem analysierten Datensatz entfallen 73 Prozent der Finanzierungsfälle von allgemeinzahnärztlichen Existenzgründungen auf Einzelpraxen und 25,2 Prozent auf Berufsausübungsgemeinschaften (BAG). Lediglich 1,8 Prozent sind keiner der beiden klassischen Formen zuzuordnen.

Die Übernahme einer Einzelpraxis ist 15 Prozent teurer als im Vorjahr

Dabei war die Übernahme einer Einzelpraxis die häufigste Form der zahnärztlichen Existenzgründung. 65 Prozent entschieden sich für diesen Weg in die Selbstständigkeit. Das Investitionsvolumen einer Einzelpraxisübernahme belief sich auf 518.000 Euro, dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent.

Auf die BAG-Übernahme entfielen etwas mehr als 10 Prozent der Fälle, auf den Sonderfall des Einstiegs in eine bestehende Praxis knapp 11 Prozent. Alles in allem werden aktuell knapp 86 Prozent der Existenzgründungen in Form einer Übernahme (inklusive Einstieg) realisiert.

Die Übernahme einer BAG belief sich inklusive Übernahmepreis auf 428.000 Euro je Praxisanteil. Für eine vollständig neu gegründete BAG wurden im Schnitt 655.000 Euro je Inhaber investiert. Wer in eine Praxis als zusätzlicher Inhaber einstieg, zahlte 2025 durchschnittlich 370.000 Euro.

Nur etwas mehr als 12 Prozent der Gründerinnen und Gründer ließen sich über eine reine Neugründung nieder, sei es in Form einer Einzelpraxis (8 Prozent) oder aber einer BAG (4 Prozent). Sie kostete einschließlich der erforderlichen Betriebsmittel im Schnitt 1,013 Millionen Euro. Dabei streut das Investitionsvolumen stark um den Median von 968.000 Euro. Die Analyse verdeutlicht, dass die dynamische Entwicklung der Investitionsvolumina nicht allein durch Preiseffekte angetrieben wird, sondern zum Teil auch mit zunehmenden Praxisgrößen und hochtechnisierter Praxisausstattung zusammenhängt.

Das Überangebot regiert den Markt

Die Neugründung stellt auch deshalb aktuell eine recht seltene Niederlassungsform dar, weil sich auf dem Praxisabgabemarkt mittlerweile ein deutliches Überangebot etabliert hat, aus dem Niederlassungswillige wählen können. Dies war nicht immer so: So lag der Anteil der Einzelpraxisneugründungen 1992 beispielsweise noch bei 60 Prozent – in den alten Bundesländern waren es 42 Prozent, in den neuen Bundesländern wiedervereinigungsbedingt sogar 89 Prozent aufgrund zahlreicher Erstniederlassungen.

Etwa 51 Prozent der Neuniederlassungen erfolgten 2025 durch Frauen, 49 Prozent durch Männer. Etwa 30 Prozent der Frauen und 47 Prozent der Männer lassen sich vor dem 35. Lebensjahr nieder. Das Durchschnittsalter aller zahnärztlichen Existenzgründer bei der Erstniederlassung betrug 36,5 Jahre (2024: 36,6 Jahre).

Die männlichen Existenzgründer waren durchschnittlich 35,6 Jahre (2024: 35,7 Jahre), die weiblichen 37,4 Jahre (2024: 37,6 Jahre) alt. Die Entscheidung zur Existenzgründung wird heute generell später getroffen als noch vor 30 Jahren. Im Jahr 1995 lag das Durchschnittsalter noch bei 33,6 Jahren, allerdings gab es damals auch noch nicht die Möglichkeit, angestellt zu arbeiten.

Während 27 Prozent der Männer die Niederlassung in Form einer BAG bevorzugten, waren es bei den Frauen 24 Prozent. Insbesondere bei einer Differenzierung nach dem Lebensalter sind Präferenzunterschiede erkennbar: Bei den 25- bis 34-Jährigen entschieden sich 34 Prozent für eine Niederlassung in Form einer BAG, sei es als Neugründung, Übernahme oder Einstieg, bei den 45-Jährigen und älter lediglich 12 Prozent.

Die Datenbasis des InvestMonitor Zahnarztpraxis 2025 bilden die von der apoBank protokollierten Finanzierungen zahnärztlicher Existenzgründungen.

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