IGeL-Monitor informiert über PZR
Die PZR werde stark beworben und sehr häufig angeboten, begründet der Medizinische Dienst Bund das neue Informationsangebot zur zahnmedizinischen Selbstzahlerleistung im IGeL-Monitor. Schätzungsweise 25 bis 30 Millionen Deutsche nehmen jährlich eine PZR in Anspruch, teilt der MD Bund mit Verweis auf Zahlen der Bundeszahnärztekammer mit.
Die Kosten liegen zwischen 44 und 117 Euro
Der IGeL-Monitor informiert über die Methode und die Kosten der PZR, häufige Zahnerkrankungen sowie Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Bei der PZR werden demnach Plaque, Zahnstein, Konkremente und aufgelagerte Zahnverfärbungen auch an schwer zugänglichen Stellen entfernt und so Karies und Parodontitis vorgebeugt. Sie habe meistens aber auch einen kosmetischen Effekt, heißt es: Die Zähne sehen in der Regel sauberer aus und fühlten sich gut an.
Die Kosten für eine PZR beziffert der MD Bund mit 44 bis 117 Euro. Die Preise könnten aber auch deutlich darüber liegen. Ein Preisvergleich könne sich daher laut IGeL-Monitor lohnen.
Da die PZR keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist, müssten Versicherte sie selbst bezahlen. Möglich sei jedoch, dass sich Krankenkassen an den Kosten beteiligen.
Die PZR wird Diabetikern empfohlen
Der MD Bund weist darauf hin, dass zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zur Vorbeugung von Karies und Parodontitis die jährliche zahnärztliche Kontrolluntersuchung und die jährliche Entfernung harter Zahnbeläge zählen. „Ein Ersatz für die tägliche sorgfältige Mundhygiene, vor allem für die Entfernung weicher Zahnbeläge beim Zähneputzen, sind weder die PZR noch die Kassenleistung."
Sein Fazit: „Die PZR wird stark beworben und sehr oft angeboten. Eine allgemeine Leitlinienempfehlung zur PZR gibt es nicht; allerdings wird sie Personen mit Diabetes empfohlen.“










