Sie wurden erfolgreich abgemeldet!

Neue Befragungs-Tools für Zahnarztpraxen

Mit Patienten-Feedback die Behandlungsqualität verbessern

sth
Praxis
Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat acht Online-Fragebögen entwickelt, mit denen Zahnarztpraxen von ihren Patientinnen und Patienten Feedback zur Behandlungsqualität einholen können.

Wurden die Mundwinkel während der PZR schmerzhaft gedehnt? Wie gut hat die Betäubung während der Wurzelkanalbehandlung gewirkt? Sind die Zähne nach der Parodontitisbehandlung weniger kälteempfindlich als vorher? Solche Fragen können sich Praxisinhaberinnen und -inhaber mithilfe der Fragebögen beantworten lassen.

„Um ein möglichst genaues Bild zu gewinnen, fragt das Tool aber nicht nur behandlungsspezifische Details ab“, erklärt die Projektverantwortliche Inna Dabisch von der BZÄK. „In einem vorgelagerten, allgemeinen Teil geht es um die Gesamtzufriedenheit der Patientinnen und Patienten, beispielsweise mit der Erreichbarkeit der Praxis, der Verständlichkeit der Aufklärung durch die behandelnde Fachkraft oder die Sauberkeit der Räumlichkeiten.“

Das Ausfüllen ist anonym und geht schnell

Die Befragung zur PZR kann direkt im Anschluss an die Behandlung erfolgen. „Schon bei der Anmeldung sollte das Praxis-Team die Patientinnen und Patienten ansprechen, ob sie daran teilnehmen möchten“, rät Dabisch. Bei Einverständnis erhalten sie einen Link und einen Anmelde-Code zur Umfrage.

Auch für Feedback zu den anderen sieben Behandlungen sollten die Mitarbeitenden direkt am Behandlungstag das Einverständnis einholen. Den Link zur Umfrage erhalten Patienten allerdings erst vier bis acht Wochen später, wenn sich die Zufriedenheit mit beispielsweise dem chirurgischen Eingriff oder dem neuen Zahnersatz abschließend bewerten lässt.

Alle Fragebögen sind anonym innerhalb von sechs bis acht Minuten via Smartphone, Tablet oder PC ausfüllbar. Zum Leistungspaket für Praxen gehören Informationsmaterialien und eine Hotline, an die sich sowohl die Teilnehmer als auch das Praxis-Team bei Problemen wenden können.

So wurden die Inhalte entwickelt und geprüft

Die Fragebögen sind in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) entstanden. Dabei entwarfen die zuständigen Fachausschüsse der BZÄK die Fragenn und prüften die Bögen im Rahmen einer Pilotstudie in verschiedenen zahnärztlichen Praxen. Das DKI übernimmt den operativen Support für die Umfragen, wertet die Daten aus und stellt den Niedergelassenen einen digitalen Ergebnisbericht zur Verfügung.

„Im Gegensatz zu öffentlichen Bewertungsportalen im Internet haben nur die Niedergelassenen Zugriff auf die Daten“, betont Dabisch. Warum das Projekt ins Leben gerufen wurde? „Das Interesse der Zahnärztinnen und Zahnärzte an objektivem Feedback ihrer Patientinnen und Patienten zu ihrer Praxis und Behandlungsqualität ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. In anderen europäischen Ländern sind Patientenbefragungen schon seit langem ein wichtiges Tool, um die Versorgung zu verbessern.“

Für die Nutzung des Online-Tools fallen Gebühren an: Eine dreimonatige Befragung inklusive Auswertung kostet für den Fragebogen zur PZR 299 Euro. Für alle anderen Module zahlen Praxen jeweils 499 Euro. Im Preis enthalten sind bis zu 100 ausgefüllte Fragebögen. Ansichtsexemplare der Fragebögen sind auf der DKI-Website abrufbar.

Zahnärztinnen und Zahnärzte, die Interesse an der Befragung haben, sollen sich direkt an das DKI wenden. Ansprechpartnerin ist Dr. Sabine Löffert, Tel.: 0211-4705-156, E-Mail: sabine.loeffert@dki.de.

Melden Sie sich hier zum zm Online-Newsletter an

Die aktuellen Nachrichten direkt in Ihren Posteingang

zm Online-Newsletter


Sie interessieren sich für einen unserer anderen Newsletter?
Hier geht zu den Anmeldungen zm starter-Newsletter und zm Heft-Newsletter.