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Veranstaltung der Zahnärztekammer Nordrhein

Karl-Häupl-Kongress zeigt Synergien von Mensch und KI in der Zahnmedizin

ao
Allgemeine Zahnheilkunde
Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll in der Praxis eingesetzt werden? Das erfuhren die Teilnehmer beim Karl-Häupl-Kongress am Samstag in Köln. Der Kongress heißt künftig Alfred-Kantorowicz-Kongress.

Mehr als 600 Zahnärztinnen, Zahnärzte und ZFA haben am Samstag an der renommierten Veranstaltung in Köln teilgenommen. „Die Referentinnen und Referenten des Jahreskongresses der Zahnärztekammer Nordrhein haben unter anderem aufgezeigt, dass durch den Einsatz von KI die Behandlungszeit oft verringert werden kann, Krankheitsverläufe besser erforscht und auf allen Gebieten der Zahnmedizin und der Kieferchirurgie patientenspezifische Behandlungsansätze, so zum Beispiel in der rekonstruktiven und in der Tumorchirurgie, verfolgt werden können“, resümierte Gastgeber Dr. Dr. Georg Arentowicz, Mitglied des Vorstands der Zahnärztekammer Nordrhein und verantwortlich für die zahnärztliche Fortbildung.

Neben Zahnärztinnen und Zahnärzten waren zahlreiche Zahnmedizinische Fachangestellte vor Ort. „Auch und gerade in Zeiten, in denen wir uns mit Vorschlägen aus der Politik wie etwa der Ausgliederung der Zahnheilkunde aus der GKV konfrontiert sehen, bleibt kontinuierliche Fortbildung auch der Mitarbeitenden unserer Praxen die Basis für eine patientenorientierte und zukunftsfähige Ausübung der Zahnheilkunde“, sagte Dr. Jürgen Weller, Mitglied des Vorstands der Zahnärztekammer Nordrhein und verantwortlich für die Fortbildung der Zahnmedizinischen Fachangestellten.

Themen des Kongresses waren unter anderem die Transformation KI-unterstützter digitaler Workflows in die prothetische Rekonstruktion des Kauorganes sowie die personalisierte prothetische Behandlung älterer Menschen. Weiterhin ging es um das Potenzial der KI in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, insbesondere in der Behandlung von Tumorpatienten. „Künstliche Intelligenz ist in den Zahnarztpraxen bereits fester Bestandteil innerhalb des täglichen Behandlungsspektrums. Beispielsweise kann künstliche Intelligenz dabei helfen, versteckte kariöse Läsionen nach Auswertung von Röntgenbildern effizient zu entdecken, um durch diese Diagnoseunterstützung der Zahnärztin und dem Zahnarzt direkt die Entscheidung zur Wahl einer indizierten Therapieoption zu ermöglichen“, berichtete Arentowicz.

Der Kongress fand dieses Jahr zum letzten Mal unter dem Namen Karl-Häupl-Kongress statt. In Zukunft wird er Alfred-Kantorowicz-Kongress heißen. Hintergrund ist die Umbenennung des Fortbildungsinstituts zum 1. Januar dieses Jahres. Dr. Ralf Hausweiler, Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein und Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, thematisierte die Umbenennung in seiner Rede zu Beginn des diesjährigen Kongresses. „Karl Häupl ist ein Beispiel dafür, wie tief Teile unseres Berufsstandes mit dem NS-Regime verstrickt waren. Wir können dieses Unrecht nicht ungeschehen machen, aber wir können die Erinnerung daran präsent halten und vor allem die Verantwortung übernehmen, dass sich diese Verbrechen in Deutschland nicht wiederholen“, sagte Hausweiler.

Der erste Alfred-Kantorowicz-Kongress ist am 27. Februar 2027 in Köln geplant.

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