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Repräsentative forsa-Umfrage

Mehrheit befürwortet Nutzung von ePA-Daten für die Forschung

Die Nutzung von Gesundheitsdaten aus der ePA zu Forschungszwecken stößt bei drei Vierteln der Bevölkerung auf Zustimmung. Andrea Gaitanides - stock.adobe.com
ao
Politik
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Mehr als drei Viertel der Bevölkerung (76 Prozent) finden es sehr gut oder eher gut, dass Daten aus der elektronischen Patientenakte (ePA) künftig in pseudonymisierter Form für die gemeinwohlorientierte Gesundheits- und Versorgungsforschung genutzt werden. Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbands.

Von den gesetzlich Versicherten erklärten demnach sogar 79 Prozent der Befragten, dass die Nutzung der ePA-Daten für Forschungszwecke für sie akzeptabel sei, wenn kein direkter Personenbezug besteht. Die Übertragung pseudonymisierter Daten aus der ePA ist ab Januar 2027 möglich.

64 Prozent der Befragten gaben an, dass sie darauf vertrauten, dass ihre Gesundheitsdaten aus der ePA „bei der Übermittlung und Nutzung im Forschungsdatenzentrum vor unbefugtem Zugriff geschützt“ seien. 19 Prozent zeigten sich skeptisch.

Etwas geringer fiel mit 61 Prozent die Zustimmung dazu aus, dass auch pharmazeutische Unternehmen Forschungsanträge an das Forschungsdatenzentrum (FDZ) stellen können, um die Gesundheitsdaten aus der ePA für gemeinwohlorientierte Forschungszwecke zu nutzen. Das FDZ, das am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte angesiedelt ist, soll die wissenschaftliche Nutzung der Daten künftig vorbereiten.

Nur jeder Zehnte will Widerspruch einlegen

Widerspruch gegen die Übermittlung der ePA-Daten wollen der Erhebung zufolge lediglich zehn Prozent der Befragten einlegen. Weitere zwölf Prozent haben sich diesbezüglich noch nicht entschieden.

„Die Ergebnisse zeigen insgesamt einen recht großen Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung für die Nutzung der pseudonymisierten ePA-Daten für die medizinische Forschung", sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK- Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann.

Die Übermittlung der pseudonymisierten Daten soll im Januar 2027 beginnen. Laut AOK sollen in einem ersten Schritt zunächst nur Daten aus der elektronischen Medikationsliste ausgeleitet werden. Die Erweiterung auf andere Bereiche wie den elektronischen Medikationsplan, Arzt- und Entlassbriefe oder Labordaten sei dann in den kommenden Jahren geplant.

Die repräsentative forsa-Befragung im Auftrag des AOK-Bundesverbands wurde vom 7. bis zum 30. September 2026 unter insgesamt 8.583 Personen über 18 Jahren durchgeführt. Es handelte sich um eine Kombination von telefonischer Befragung und Online-Erhebung.

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