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Projekt der Universität Leipzig und der KZV Sachsen

Mentoringprogramm will Zahnis frühzeitig auf die Niederlassung vorbereiten

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Politik
Mit der „Leipziger Praxisstart-Initiative Zahnmedizin“ (LEIPIZ) starten die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen (KZVS) und die Universität Leipzig ein bundesweit einmaliges Lehr- und Mentoringprogramm. Es bereitet Zahnmedizinstudierende frühzeitig auf die Versorgungspraxis vor und nimmt insbesondere den ländlichen Raum in den Blick. Losgehen soll es zum Sommersemester 2026.

Vorgestellt wurde LEIPIZ am 28. Januar im Rahmen einer Auftaktveranstaltung an der Universität Leipzig. Zahlreiche Studierende, niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Vertreterinnen und Vertreter der KZVS und der Universität nahmen teil. Das Grußwort sprach der Sächsische Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, Sebastian Gemkow (CDU), der die Bedeutung praxisnaher Ausbildung für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung hervorhob.

LEIPIZ ist das Ergebnis einer intensiven Kooperation zwischen KZVS und Universität Leipzig zur Sicherstellung der vertragszahnärztlichen Versorgung. Das Programm orientiert sich am seit 2016 etablierten Leipziger Kompetenzpfad Allgemeinmedizin (LeiKA), mit dem Medizinstudierende frühzeitig auf die ambulante Versorgung vorbereitet werden. Dieses Konzept wurde nun erstmals auf die Zahnmedizin übertragen.

Frühzeitige Einblicke in den Berufsalltag

„Wir möchten den Studierenden zeigen, dass die Hürden auf dem Weg zur Niederlassung gut zu bewältigen sind“, betonte KZV-Chef Dr. Holger Weißig. LEIPIZ biete eine echte Win-win-Situation: für den zahnärztlichen Nachwuchs ebenso wie für Praxen, die perspektivisch auf eine Nachfolge angewiesen seien. „Jetzt gilt es, das notwendige Know-how zu vermitteln und bereits während des Studiums die Brücke zwischen universitärer Wissensvermittlung und Versorgungsalltag zu schlagen“, so Weißig weiter.

Kernbestandteile des Programms sind speziell entwickelte Vorlesungsreihen zu den Themen Patientenkommunikation und Praxismanagement. Ergänzt wird die Theorie durch ein umfangreiches Mentorenprogramm.

Im Rahmen von Praktika, Famulaturen und Hospitationen bei niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzten erhalten die Studierenden frühzeitig Einblicke in den Berufsalltag. „Durch unser Mentorenprogramm wird ein realistisches Bild vom Versorgungsalltag im Zahnarztberuf gezeichnet“, erklärte Dr. Christin Titze, Leiterin des Bereichs Sicherstellung der KZVS. Gerade Themen rund um die spätere Selbstständigkeit kämen im regulären Studium häufig zu kurz.

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