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Preisindex 1. Quartal 2026

Preise für medizinisches Verbrauchsmaterial steigen weiter

LL
Praxis
Im ersten Quartal 2026 sind die Preise für Verbrauchsmaterial in Arztpraxen um 1,25 Prozent gestiegen. Die Preissteigerung fällt gegenüber dem vierten Quartal 2025 zwar geringer aus, liegt im langfristigen Vergleich jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, offenbart der Preisindex der Plattform Praxisdienst.

In sieben von acht Kategorien stiegen die Preise um bis zu 1,98 Prozent. Durchschnittlich stieg er um 1,25 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Lediglich in der Kategorie OP-Bedarf/Einmalinstrumente wurden die Produkte ein wenig günstiger – um 0,15 Prozent. Der Hauptgrund für die aktuellen Preissteigerungen sind allem voran Preiserhöhungen der Hersteller, die in der Regel mit dem Jahreswechsel umgesetzt wurden.

  • Schutzkleidung: 103,80 Punkte (1,99 Punkte)

  • Wund und Verbandsmaterial:  100,15 Punkte (0,78 Punkte)

  • Hygieneartikel/Papierprodukte: 104,65 Punkte (1,27 Punkte)

  • Desinfektion: 101,16 Punkte (1,64 Punkte)

  • OP-Bedarf/Einmalinstrumente: 103,59 Punkte (-0,16 Punkte)

  • OP-Bedarf/sonstige Abdeckungen: 100,49 Punkte (1,01 Punkte)

  • Laborbedarf: 104,70 Punkte (2,03 Punkte)

  • Infusion und Injektion: 105,61 Punkte (1,63 Punkte)

Für das zweite Quartal wird für medizinische Produkte weiterhin mit steigenden Preisen gerechnet, da die bisher an die Kunden weitergereichten Preiserhöhungen noch nicht dem vollen Umfang der Herstellerpreissteigerungen entsprächen. Zudem wird absehbar Lagerware, die zu günstigeren Konditionen bezogen wurde, sukzessive abverkauft sein. Darüber hinaus hat der Euro gegenüber dem US-Dollar in den vergangenen Wochen merklich nachgegeben.

Auswirkungen der Energiekrise kommen erst noch

Die steigenden Energiekosten schlagen sich derzeit noch nicht in der Preisentwicklung nieder. „Hier rechnen wir jedoch künftig mit deutlichen Kostensteigerungen, sowohl bei den Rohstoffpreisen als auch bei den Transportkosten. So steigen die Frachtraten bereits spürbar an, und Speditionen, Airlines sowie Reedereien erheben zunehmend Zuschläge“, so die Ansprechpartner bei Praxisdienst für das Pricing.

In der Kombination aus der Weitergabe weiterer Preiserhöhungen durch die Hersteller, einem ungünstigeren Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro sowie insbesondere steigenden Transportkosten rechnet man für das zweite Quartal mit deutlich weiter steigenden Preisen.

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