Stärkster Preisanstieg bei Verbrauchsmaterial seit fünf Jahren
In fünf von acht Kategorien verteuerten sich medizinische Verbrauchsmaterialien. Die Preissteigerungen betreffen vor allem Schutzbekleidung und Laborbedarf. Wund- und Verbandsmaterial, OP-Bedarf, Sonstiges und Abdeckungen sowie Desinfektionsmittel verbilligten sich ganz leicht.
Schutzkleidung: 101,81 Punkte (+ 1,47 Punkte)
Wund & Verbandsmaterial: 99,37 Punkte (- 0,11 Punkte)
Hygieneartikel/Papierprodukte: 103,38 Punkte (+ 3,48 Punkte)
Desinfektion: 99,52 Punkte (- 0,15 Punkte)
OP-Bedarf/Einmalinstrumente: 103,75 Punkte (+ 2,97 Punkte)
OP-Bedarf/sonstige Abdeckungen: 99,48 P Punkte (- 0,13 Punkte)
Laborbedarf: 102,67 Punkte (+ 2,90 Punkte)
Infusion und Injektion: 103,98 Punkte (+ 3,57 Punkte)
Verzögert werden die gestiegenen Kosten seitens der Händler weitergegeben
Als Hauptursachen sieht der Anbieter der Materialien die verzögerte Weitergabe der deutlich gestiegenen Kosten auf Seiten der Hersteller und Händler. Diese seien nun in nahezu allen Bereichen spürbar wird. Die bislang dämpfende Wirkung günstiger Wechselkurse gegenüber dem US-Dollar reicht offenbar nicht mehr aus, um diese Kostensteigerungen zu kompensieren, so Praxisdienst zu den aktuellen Entwicklungen.
„Mit Blick auf das erste Quartal 2026 rechnen wir mit weiter steigenden Beschaffungskosten. Hintergrund sind zahlreiche bereits angekündigte Preiserhöhungen seitens der Industrie sowie zunehmende Logistikkosten, unter anderem infolge der Anhebung des Mindestlohns. Wir gehen nicht davon aus, dass der Handel diese Mehrkosten vollständig auffangen kann“, so der Anbieter weiter.







