Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Studierendenvertreter kritisieren BAföG-Pläne der Bundesregierung

mg
Anfang April brachte die Ampelkoalition die BAföG-Änderung auf den Weg, aber erntete in der Verbändeanhörung Kritik: Die geplante Erhöhung gleiche nicht einmal die Inflation aus, rügen Studierendenvertreter.

„Wir fordern Ministerin Stark-Watzinger dazu auf, das Versprechen einer BAföG-Reform einzulösen und es nicht schon wieder bei einer kleinen Novelle zu belassen”, sagte Daryoush Danaii, Vorstandsmitglied im Dachverband der Studierendenvertretungen (fzs). „Die geplanten Veränderungen werden erneut den Großteil der Studierenden nicht erreichen und sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Dabei wird dieses Mal nicht einmal die Inflation ausreichend ausgeglichen, vom vermutlich verfassungswidrigen Höchstsatz ganz zu schweigen.”

Der Ethikrat halte laut fzs in seinem neuesten Bericht fest, dass es in Deutschland einen besonderen Mangel an Generationengerechtigkeit gibt. Die Pandemie habe bestehende soziale Schieflagen verschärft und Studierende, insbesondere jene die an der Armutsgrenze leben, hart getroffen.


Nur 11 Prozent der Studierenden werden staatlich unterstützt


„Indem der Heizkostenzuschuss an den BAföG-Bezug geknüpft wird, lässt auch die neue Bundesregierung erneut nur 11 Prozent der Studierenden überhaupt Hilfe zukommen”, ergänzt fzs-Vorstandsmitglied Lone Grotheer. „Die restlichen frieren angesichts der steigenden Energiekosten.”

Es könnte viel mehr umgesetzt werden könnte und müsste und man habe sich „angesichts der eklatanten Mängel mehr Reformwillen erhofft” schreibt der Verband in seiner ausführlichen Stellungnahme und fordert

  • eine Absenkung des Darlehensanteils sowie die Öffnung eines zinsfreien BAföG-Volldarlehens für alle Studierenden,

  • die Verlängerung der Förderhöchstdauer und

  • die Einführung einer Studienstarthilfe für Studierende aus Bedarfsgemeinschaften.

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