Studie der Cleveland Clinic und der Universität Gent

Warum Herpes eine Gehirnentzündung auslösen kann

von ck
Gesellschaft
Forscher aus den USA und Belgien haben herausgefunden, warum es bei einer Infektion mit dem verbreiteten Herpes Simplex Virus 1 (HSV-1) in seltenen Fällen zu einer Entzündung des Gehirns kommen kann.

Forscher der Cleveland Clinic und der Universität Gent haben Gendaten eines Patienten mit Immunschwäche analysiert, der im Alter von neun Monaten mit Herpes-Enzephalitis - einer seltenen, aber lebensbedrohlichen Gehirnentzündung nach einer HSV-1-Infektion - ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Dabei identifizierten sie  neue Mutationen im Gen GTF3A, die die angeborene Immunantwort beeinträchtigen.

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"Das Verständnis der molekularen Prozesse, die der antiviralen Reaktion zugrunde liegen, ist der Schlüssel zur Behandlung oder möglicherweise zur Vorbeugung schwerer Virusinfektionen, die das Leben von Patienten und Familien verändern", resümiert Gack. "Unsere Erkenntnisse über kritische Immunabwehrproteine könnten in der Zukunft zu neuen Therapien führen."

Naesens L, Muppala S, Acharya D, Nemegeer J, Bogaert D, Lee JH, Staes K, Debacker V, De Bleser P, De Bruyne M, De Baere E, van Gent M, Liu G, Lambrecht BN, Staal J, Kerre T, Beyaert R, Maelfait J, Tavernier SJ, Gack MU, Haerynck F. GTF3A mutations predispose to herpes simplex encephalitis by disrupting biogenesis of the host-derived RIG-I ligand RNA5SP141. Sci Immunol. 2022 Nov 25;7(77):eabq4531. doi: 10.1126/sciimmunol.abq4531. Epub 2022 Nov 18. PMID: 36399538.

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