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Webtraffic nur zu 40 Prozent menschlich

sg/pm
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Diese Zahlen dürften Vermarktern und Internet-Werbeexperten gründlich missfallen: Eine aktuelle Analyse geht davon aus, dass weniger als 40 Prozent des Traffics auf einer Website von Menschen verursacht wird.

Der meiste Traffic wird demnach von Bots verursacht. Die Tendenz ist dabei offenbar auch noch steigend. Dies berichtet der Brancheninformationsdienst „Meedia“ und bezieht sich dabei auf eine Studie des Unternehmens Incapsula.

Ein Bot ist ein Computerprogramm, das selbstständig arbeitet, ohne dabei auf Interaktion mit einem menschlichen Benutzer angewiesen zu sein. Beispiele für Bots sind etwa die Webcrawler von Internet-Suchmaschinen, die selbsttätig Webseiten besuchen, dabei den vorhandenen Links folgen und den Inhalt der Seiten auswerten.

Tendenz zur Entmenschlichung

Nach der Analyse von Incapsula handelt es sich nur bei 38,5 Prozent um "menschlichen Traffic". Dagegen entfielen 31 Prozent auf Suchmaschinen-Bots, 5 Prozent auf Content-Scrapers, die fremde Inhalte extrahieren und auf eine Seite kopieren, und 0,5 Prozent auf Spammer.

Beängstigend finden die Autoren den Umstand, dass auch 4,5 Prozent auf Hacking-Tools entfallen sollen. Allerdings sei dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozentpunkte gefallen. Die Tendenz zur Entmenschlichung von Traffic sei offenbar steigend: Im Jahr 2012 galt noch, dass rund 49 Prozent aller Seitenbesuche von Menschen verursacht wurden.

Für seine Analyse habe der Anbieter für Website-Sicherheit die Daten von 1,45 Milliarden Besuchen auf 20.000 Webseiten analysiert.

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