Zahl der Hausärzte wieder leicht gestiegen
Wie die Regierung (Drucksache 21/1315 vom 19. August 2025) auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion (Drucksache 21/1131 vom 5. August 2025) ausführt, sank die Zahl der Vertragshausärzte in der Zeit von 1999 bis 2024 von 54.052 auf 51.437 Vollzeitäquivalente (Bedarfsplanungsgewichte).
Dies sei ein Rückgang um 4,8 Prozent in 25 Jahren Der Anteil der Hausärzte an allen Ärzten sank somit von 47,5 (1999) auf 41,9 Prozent (2024). In den vergangenen zwei Jahren ging die Zahl der Hausärzte hingegen wieder leicht nach oben: von 51.315 im Jahr 2022 auf 51.473 im Jahr 2024.
Unbesetzte Hausarztsitze und Versorgungsgrad
Die Anzahl unbesetzter Hausarztsitze sei ein Indikator für die Versorgungsengpässe in Deutschland. Zum 31. Dezember 2024 gab es demnach 5.181 offene Hausarztsitze. In 15 von 985 Mittelbereichen wurde eine Unterversorgung festgestellt, 87 Mittelbereiche droht eine solche.
Die Bundesregierung räumte ein, dass vor dem Hintergrund der knappen personellen Kapazitäten im hausärztlichen und kinderärztlichen Bereich eine Überlastung der für die geplante Primärversorgung noch vorzusehenden Arztgruppen verhindert werden müsse. Die Einführung eines Primärversorgungssystems sei ein komplexes Reformvorhaben, dessen Erarbeitung noch nicht abgeschlossen sei.
Bei dem geplanten Primärarztsystem sollen Hausärzte erste Anlaufstelle für Patienten sein und damit eine zentrale Lenkungsfunktion übernehmen. Dies soll unter anderem dazu beitragen, die Terminvergabe an Fachärzte effektiver zu gestalten und zu beschleunigen.