Sie wurden erfolgreich abgemeldet!

Feierliche Einweihung in Hannover

Zahnmedizin an der MHH nimmt neue Simulationssäle in Betrieb

Der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs (sitzend) nahm die neuen Phantomköpfe an der MHH persönlich in Augenschein. Karin Kaiser/MHH
sth
Zahnmedizin
  •  
Zahnmedizinstudierende an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) können ab sofort in zwei neuen Ausbildungssälen an insgesamt 92 digitalen Simulationseinheiten erste praktische Erfahrungen sammeln.

„Damit bietet das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der MHH eine der modernsten Lernumgebungen für die zahnmedizinische Ausbildung in Deutschland an“, teilte die Hochschule anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme in Gegenwart des niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs (SPD), mit.

Die neuen Räumlichkeiten ersetzen den Phantomkursraum, Baujahr 1993. Insgesamt 13 Millionen Euro hat Niedersachsen laut Mohrs in das Projekt investiert. Die Simulationssäle werden künftig hauptsächlich von Studierenden der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde (ZKO) sowie der Klinik für Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde (ZPW) genutzt.

Demonstrationen können zeitgleich an alle übertragen werden

Die neue Ausstattung biete „hervorragende Möglichkeiten für die Lehre, inklusive der Übertragung von Demonstrationen über Mikroskop und Kamera zeitgleich an alle Arbeitsplätze“, sagt Prof. Dr. Nadine Schlüter, Geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und ZKO-Direktorin. „Außerdem haben die Studierenden an besonderen Simulationseinheiten die Möglichkeit, individuelle Patientenfälle auf der Basis von intraoralen Scans als virtuelle zahnmedizinische Behandlung zu simulieren, um damit für die eigentliche Behandlung noch mehr Sicherheit zu erlangen.“ Das ermögliche den Studierenden, einen Großteil der zahnmedizinischen Fertigkeiten ressourcenschonend zu trainieren, unter anderem auch komplexe Fälle wie Wurzelkanalbehandlungen.

Studierende werden mit dem gesamten digitalen Workflow vertraut gemacht

Alle Phantomeinheiten seien über ein didaktisches Netzwerk miteinander verbunden, erklärt Prof. Dr. Meike Stiesch, ZPW-Direktorin und Dekanin für Forschung und Transfer der MHH: „So können Bild- und Lehrinhalte aus verschiedenen Kameraperspektiven und von unterschiedlichen Computerarbeitsplätzen direkt auf die Monitore der einzelnen Einheiten übertragen werden.“

An den Phantomköpfen lernen die Studierenden, Zähne für die Versorgung mit Kronen oder Brücken zu präparieren und sie anschließend mithilfe von Intraoralscannern digital zu erfassen. Auf Grundlage dieser Daten konstruieren sie den Zahnersatz am Computer per CAD-Verfahren, fertigen ihn dann im Fräsverfahren an und gliedern ihn ein. Stiesch: „So erlernen sie den gesamten digitalen Workflow der modernen prothetischen Zahnmedizin.“

Melden Sie sich hier zum zm Online-Newsletter an

Die aktuellen Nachrichten direkt in Ihren Posteingang

zm Online-Newsletter


Sie interessieren sich für einen unserer anderen Newsletter?
Hier geht zu den Anmeldungen zm starter-Newsletter und zm Heft-Newsletter.

Zum Seitenanfang springen