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Engpass-Analyse

ZFA-Fachkräftelücke wird kleiner

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Praxis
Der Arbeitsmarkt war im 1. Quartal von vielen gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Ein neuer Report des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zeigt: In manchen Berufen nehmen Engpässe zu, in anderen – Beispiel ZFA – ab. Dennoch bleibt die Besetzung offener Stellen schwierig.

Im März 2026 waren bundesweit rund 1,3 Millionen qualifizierte Arbeitskräfte arbeitslos. Gleichzeitig gab es knapp 1,1 Millionen offene Stellen. Wie das IW berichtet, konnten im März 2026 bundesweit rund 357.000 offene Stellen nicht besetzt werden, obwohl es mehr qualifizierte Arbeitslose und weniger offene Stellen gab als im Vorjahr. Etwa jede dritte offene Stelle war demzufolge rechnerisch nicht passend besetzbar.

Fast 47 Prozent aller offenen ZFA-Stellen bleiben unbesetzt

So gingen bei Spezialistinnen in der Kinderbetreuung und bei Experten in der Sozialarbeit und Sozialpädagogik die Engpässe stark zurück, die Besetzung blieb aber in beiden Berufsgattungen schwierig. In mehreren Metall- und Elektroberufen stiegen die Engpässe entgegen dem allgemeinen Arbeitsmarkttrend, besonders bei Fachkräften für Schweiß- und Verbindungstechnik, Metallbearbeitung, Metallbau sowie Maschinenbau- und Betriebstechnik.

Dagegen reduzierte sich auch bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) die Fachkräftelücke zwischen März 2025 und März 2026 erheblich. Dennoch gab es zuletzt noch immer 4.240 rechnerisch nicht besetzbare Stellen, das sind knapp 47 Prozent aller offenen Stellen in dieser Berufsgattung.

Expertentipps

Diese Empfehlungen geben die Expertinnen und Experten vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

  • Praxen sollten offene Stellenprofile prüfen sowie Muss-Anforderungen von Qualifikationen trennen, die auch durch Einarbeitung oder Weiterbildung aufgebaut werden können.

  • Wichtig ist auch, frühzeitig die Nachwuchswege zu sichern. Dazu zählen Ausbildung, Teilqualifizierung, die strukturierte Einarbeitung von Quereinsteigern und Kooperationen mit regionalen Partnern.

  • Unternehmen im ländlichen Raum sollten bei überregionaler Rekrutierung praktische Hürden mitdenken. Dazu gehören Unterstützung bei der Wohnungssuche,  Kinderbetreuung oder das Ankommen am Standort.

Die IW-Analyse zur Fachkräftesituation beruht auf Daten zu gemeldeten Stellen und Arbeitslosen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Zur Berechnung der offenen Stellen werden die gemeldeten Stellen anhand von Meldequoten aus der Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hochgerechnet. Die Fachkräftelücke ist die Anzahl der offenen Stellen, für die es keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt. Die Stellenüberhangsquote beschreibt den Anteil der offenen Stellen, für die es keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt, an allen offenen Stellen.

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