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Studie der European Federation of Periodontology

Mundgesundheit wird im Leistungssport oft ignoriert

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Zahnmedizin
Die Mundgesundheit ist im Leistungssport ein oft übersehener Faktor. Die Zusammenhänge veranschaulicht die European Federation of Periodontology (EFP) in einer von ihr beauftragten Studie.

Ein von der EFP beauftragter Bericht der Economist Enterprise zeigt, wie Leistungssportlerinnen und -sportler die Belastung durch Parodontitis und Karies bestmöglich bewältigen.

Die sportliche Leistung hängt bekanntlich von einer komplexen Mischung aus physischen, psychischen, umweltbezogenen und Lebensstilfaktoren ab. Dazu gehören Genetik, Trainingsbelastung, Genesung, Schlaf, Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Verletzungen, Krankheit, Stress und Zugang zu guter medizinischer Versorgung.

Ein oft übersehener Faktor ist der EFP zufolge jedoch die Mundgesundheit. – „trotz wachsender Belege dafür, dass Defizite hier Entzündungen und Müdigkeit im ganzen Körper auslösen und alles untergraben können, von Schlaf und Ernährung bis hin zu Kraft und Ausdauer“.

Während die Qualität der relevanten Studien unterschiedlich sei, ist die Gesamtaussage laut EFP konsistent: „Mundgesundheit und sportlicher Erfolg interagieren auf zu viele Arten, als dass sie ignoriert werden könnten.“

Eine schlechte Mundgesundheit kann den Erfolg untergraben

Stattdessen könnten Sportler durch die Priorisierung der Mundgesundheit sowohl ihr körperliches Wohlbefinden als auch ihre geistige Leistungsfähigkeit schützen und so eine stärkere Grundlage für ihren Erfolg im Sport schaffen.

Der Bericht beschreibt eine Reihe von Implikationen für Akteure in der Sportwelt. Um die Chancen einer optimierten Mundgesundheit zu nutzen, sei aber ein vielschichtiger Wandel erforderlich. Für die beteiligten Player sind den Autorinnen und Autoren zufolge diese ersten Schritte unerlässlich:

  • Sportler: Um ihre Leistung zu steigern, sollten sie Mundgesundheit und Zahnpflege als Teil der Erhaltung ihrer körperlichen Fitness und ihrer Bereitschaft für Training und Wettkämpfe begreifen.

  • Trainer, Teammanager und Fachleute aus Sportmedizin und Mundgesundheit: Sie sollten den Wert einer guten Mundgesundheit bei Sportlern erkennen und Experten für Sportzahnmedizin in die allgemeinen Betreuungsangebote einbinden, indem sie das Bewusstsein für Maßnahmen zur Mundgesundheitsvorsorge stärken und Vorsorgeuntersuchungen fest in den Betreuungszyklus der Sportler integrieren.

  • Sportverbände und -organisationen: Sie nehmen in ihren Sportarten eine Vorreiterrolle ein, wenn sie Aspekte der Mundgesundheit in die Beratung von Sportlern und Trainern integrieren, um Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Sie sollten sicherstellen, dass Experten für Sportzahnmedizin und Mundgesundheit die Möglichkeit erhalten, das Bewusstsein zu schärfen und bewährte Verfahren zu verbreiten, während in diesem Bereich weitere Daten zu Leistungsergebnissen gesammelt werden.

  • Forschungs- und Wissenschaftsgemeinschaft: Sie müssen relevante Querschnittsstudien zur Prävalenz entwickeln. Diese Forschung sollte mögliche Zusammenhänge zwischen Variablen der Mundgesundheit und der Leistungsfähigkeit untersuchen. Zu den aussagekräftigen Messgrößen könnten die Anzahl der verfügbaren Trainingstage sowie Erholungskennzahlen gehören, nicht nur zahnmedizinische Diagnosen.

Diese Perspektivwechsel sollten laut dem Bericht zu den Veränderungen führen, welche auf allen Ebenen erforderlich sind, um die Mundgesundheit von Sportlern zu verbessern.

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