E-Zigaretten

Bundesinstitut rät vom Selbstmischen von E-Liquids ab

Dampfer sollten das Liquid für ihre E-Zigaretten nicht selbst herzustellen. Auch von E-Zigaretten und Liquids unklarer Herkunft und Zusammensetzung sei abzuraten, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Unzureichend untersuchte Inhaltsstoffe, Verunreinigungen oder neue Liquid- und Verdampferprodukte können laut BfR beim Dampfen die gesundheitlichen Risiken erhöhen. Adobe Stock_EKH-Pictures

Beim Selbstmischen bestehe etwa die Gefahr, dass Mineral- und Pflanzenöle verwendet werden – Öle aber sollten unter keinen Umständen in Liquids enthalten sein, denn sie können bei Inhalation zu schweren Atemwegserkrankungen führen.

Dampfer sollten auf  Atembeschwerden oder Schmerzen im Brustbereich achten

„Konsumenten von E-Zigaretten in Deutschland drohen nach aktuellem Kenntnisstand keine erhöhten Risiken, sofern sie Produkte verwenden, die europäischen und deutschen Regelungen entsprechen“, sagt BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel. „Dennoch sollten Dampfer auf Symptome wie Atembeschwerden oder Schmerzen im Brustbereich achten, besonders nach einem Produktwechsel.“

In Großbritannien und Belgien sind zwei Männer nach dem Konsum von E-Zigaretten gestorben. In den USA sind es mittlerweile 42. Weitere Fälle werden dort untersucht – wie das verdächtigte Vitamin E-Acetat.

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In der E-Zigarette wird eine – in der Regel nikotinhaltige – Flüssigkeit erhitzt, so dass sie verdampft und eingeatmet werden kann. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind laut BfR E-Zigaretten nach heutigem Wissen weniger gesundheitsgefährdend als konventionelle Tabakerzeugnisse. Unzureichend untersuchte Inhaltsstoffe, Verunreinigungen oder neue Liquid- und Verdampferprodukte könnten jedoch die gesundheitlichen Risiken erhöhen.

Problematisch können auch nikotinfreie Liquids sein

Bei leistungsstarken „Sub Ohm“-Modellen gelangen zudem große Mengen des Dampfs direkt in die Lunge. Die Auswirkungen seien noch weitgehend unerforscht. Problematisch könnten auch nikotinfreie Liquids sein. Sie fallen nicht unter das Tabakrecht und müssen daher keine tabakrechtlichen Bestimmungen einhalten, wie die Verwendungsverbote für gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe und die geltenden Meldepflichten. Bei Meldungen beziehungsweise Nachfragen an die Giftinformationszentren sind dem BfR zufolge häufig selbstgemischte E-Liquids die Ursache.

Hintergrund: die Fälle in den USA

In den USA wurden innerhalb kurzer Zeit eine Reihe schwerer Lungenerkrankungen mit Atemnot, Husten und Brustschmerzen gemeldet. Es wurde über Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen aber auch Todesfällle berichtet. Die betroffenen Dampfer sind laut einer Studie im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ im Mittel 19 Jahre alt. Sie verwendeten zum überwiegenden Teil Cannabis-Produkte, die nicht aus dem regulären Handel stammten.

Welche Substanz oder welche Faktoren die Lungenleiden auslösten, ist noch ungeklärt. Zusätzlich wurde am 14. November 2019 ein Todesfall in Belgien aus der Presse bekannt, der im Zusammenhang mit dem Konsum einer Cannabinoid-haltigen Flüssigkeit in einer E-Zigarette berichtet wurde. Nähere Details hierzu liegen dem BfR derzeit nicht vor.

Dass die Probleme innerhalb eines kurzen Zeitraums auftraten und vor allem junge Menschen betroffen sind, spricht aus Sicht des BfR dafür, dass eher ein begrenztes Problem vorliegt. Eine detaillierte Aufklärung der Ursachen des Geschehens in den USA ist notwendig, um weitere Empfehlungen geben zu können.

Quelle: BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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