Gesellschaft

Corona-News kompakt

+++ Lippenstift-Verkaufszahlen brechen ein +++ Probeliegen im Sarg für Maskenverweigerer +++ Keine Tests in Apotheken +++ Federleichte Seidenmaske +++ Eine Reise nach Wuhan +++


Corona-News KW37

Für Zahnärzte, die geschminkte Frauenlippen während der Arbeit als störend empfinden, ist es eine gute Nachricht. Für die Kosmetikhersteller ist es eine schlechte Nachricht, denn sie leiden unter dem Rückgang des Lippenstift-Verkaufs: Seit Beginn der Pandemie und dem Einsatz der Schutzmasken verzichten immer mehr Frauen auf den Einsatz von Lippenstift. Denn leider sieht ihn niemand und zum anderen verschmiert er von innen die Maske, was unhygienisch ist.

 

Lippenstift verkauft sich so schlecht wie noch nie 

Lippenstift verkauft sich seit Monaten so schlecht wie nie, der Absatz brach am Weltmarkt im Jahr 2020 bisher um 49 Prozent ein. Der Verkauf von Lipgloss sank parallel um 32 Prozent. Auch Makeup-Grundierungen verkaufen sich derzeit sehr schlecht. Der verschönernde „Gewinner“ der Corona-Pandemie hingegen ist die Wimperntusche. Deren Absatz ist weltweit um rund 150 Prozent gestiegen, seitdem Menschen Schutzmasken verwenden, um sich vor einer Infektion zu schützen. Die Begründung ist einfach: Die Augen bleiben auch beim Einsatz einer Maske frei, es lohnt sich also, sie sorgfältig zu schminken. Und: es stört nicht beim Zahnarztbesuch.

 

 

Apotheker dürfen an Endverbraucher keine Corona-Schnelltests abgeben. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Test das Virus direkt nachweist oder Antikörper gegen eine Infektion mit COVID-19, schreibt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Die Abgabe entsprechender In-vitro-Tests ist nur an medizinische Fachkreise erlaubt. Probenbehältnisse, in denen Körperproben gesammelt und anschließend „in vitro“ untersucht werden sollen, fallen auch unter dieses Verbot, wenn sie für den direkten oder indirekten Nachweis von COVID-19 bestimmt sind.

„Es ist verständlich, dass sich besorgte Bürger selbst auf eine Corona-Infektion testen wollen. Aber diese Tests sollen nach den gesetzlichen Regelungen den Fachkreisen vorbehalten bleiben. Das ist nichts, was man wie einen Schwangerschaftstest Zuhause im Badezimmer machen kann“, sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA. Die entsprechenden Verbote seien in der Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) und dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) geregelt.

„Wenn ein Apotheker entgegen dem Verbot einen Schnelltest an Patienten abgeben würde, wäre das eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann“, sagt Arnold, und: „Wenn die zuständigen Behörden in Zukunft die Ansicht vertreten sollten, dass Endverbraucher entsprechende Selbsttests bekommen können, wäre dies durch eine Bekanntmachung des Robert-Koch-Instituts oder eine Änderung der Medizinprodukteabgabeverordnung rechtlich leicht umsetzbar. Aber solange dies nicht geschieht, dürfen Apotheken keine Corona-Tests an Endverbraucher abgeben.“

Wer nicht hören will, muss im Sarg liegen – Menschen, die in Indonesiens Hauptstadt Jakarta ohne Mund-Nasen-Bedeckung ertappt werden, können eine Strafe auswählen, die ungewöhnlich ist: Probeliegen im Sarg. Dies soll das Bewusstsein um die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 schärfen und den Masken-Verweigerern ihre Sterblichkeit vor Augen führen. Wem das zu schaurig erscheint, kann sich auch für eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit entscheiden.

Maskenverweigerer müssen in Indonesien derzeit umgerechnet rund 14 Euro bezahlen, wenn sie in einer Kontrolle auffallen. Viel Geld bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 183 US-Dollar. Bei den Särgen handelt es sich nicht um Originale, sondern um blumengeschmückte Holzkisten. Das erzeugte Gefühl dürfte aber ähnlich sein.

Die intensive Bindung des sogenannten Spike-Protein des SARS-CoV-2-Virus an die menschlichen Wirtszellen scheint ein wesentlicher Faktor für die hohe Infektiosität dieses Virus zu sein. Warum das Spike-Protein so viel effektiver binden kann als die anderer Coronaviren, untersucht ein gemeinsames Team von Wissenschaftlern der TU Berlin und der Universität Luxemburg. Google unterstützt diese Forschung jetzt mit einer Förderung von 125.000 US-Dollar. Insgesamt fördert Google weltweit 31 Forschungsprojekte zum Coronavirus.

Ziel des Projekts ist es, mithilfe eines kombinierten Ansatzes aus Quantenmechanik und maschinellem Lernen tiefere Einblicke in das Bindungsverhalten des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) zu gewinnen. Dabei analysieren die Wissenschaftler den Mechanismus, der für die ungewöhnlich hohe Bindungsaffinität des SARS-CoV-2-Spike-Proteins an den menschlichen Wirtszellrezeptor ACE2 verantwortlich ist.

Die Aufdeckung dieses Prozesses wäre ein wichtiger erster Schritt für die spätere Entwicklung von Behandlungen gegen das Corona-Virus. „Die Untersuchung des Adhäsionsmechanismus von SARS-CoV-2 stellt uns vor eine Fülle neuer Herausforderungen: Die Systeme enthalten Hunderttausende von Atomen, viele verschiedene Adhäsionsszenarien sind möglich und müssen in ihrem vollständig atomistischen Bild betrachtet werden. All diese Herausforderungen erfordern einen wirklich interdisziplinären Ansatz“, so Prof. Dr. Alexandre Tkatchenko von der Universität Luxemburg.

Wuhan, die chinesische Stadt, die für Menschen in aller Welt als der Ursprungsort der Corona-Pandemie gilt, wirbt wieder um Touristen. Chinesische Urlauber können die 364 größten Attraktionen, die die Provinz Hubei zu bieten hat, derzeit nach Online-Ticketreservierung kostenlos besuchen. In den ersten drei Tagen nutzten rund eine Million Besucher die Aktion.

Die Provinz möchte zum einen den Tourismus wieder ankurbeln und zum anderen den Landsleuten danken, die die Menschen in Wuhan während der Corona-Pandemie unterstützt hatten. Die größte Attraktion der Hauptstadt der südzentralchinesischen Provinz Hubei ist der „Turm des Gelben Kranichs“, der ursprünglich im Jahr 223 gebaut und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört, um- und wiederaufgebaut wurde. Die Pagode ist 51,4 Meter hoch.

Wuhan-Touristen besuchen auch gern den 33 Quadratkilometer großen, landschaftlich malerischen „Ost-See“, die Yangtze-Brücke, das „Museum der Revolution von 1911“ oder die Wuhan-Universität, die als eine der schönsten Hochschulen Chinas gilt. Rund 1.000 Kirschbäume zieren den Campus.

Die Provinz Hubei ist die Heimat von Mulan 

Der US-Konzern Disney hat gerade die Geschichte von Mulan verfilmt – und Wuhan ist die Heimat des Mädchens, das der Erzählung nach als Mann verkleidet für seinen Vater in die Armee eintrat und wegen Tapferkeit zum General ernannt wurde. Nach ihrem Tod im Alter von 90 Jahren fand sie ihre letzte Ruhestätte am Nordfluss des Mulan-Berges.

Nicht jeder kommt mit OP-Masken und Alltagsmasken aus meist dicken Stoffen zurecht. Gerade dann, wenn die Masken länger am Tag getragen werden, können sie belasten, weil sie die Atmung einschränken. Daher hat das Start-up Silkmask aus Köln nun eine besonders feine, weil leichte Maske aus echter Seide entwickelt. Diese ist natürlich nicht für den Einsatz im medizinischen Bereich gedacht, sondern dank ihres sehr guten Tragekomforts für den Alltagsgebrauch sowie für die Gastronomie.

Tragekomfort und Materialeignung zeichnen die Maske aus

Um deren Beschaffenheit und die Pflege zu erklären, geht der Vertrieb über Apotheken. Die Seide als Material bringt günstige Eigenschaften mit: Sie nimmt bis zu 30 Prozent Feuchtigkeit auf, ohne dabei selbst feucht zu wirken. Darüber hinaus ist der Web-Faden widerstandsfähig. Bei Wärme wirkt Seide kühlend und bei Kälte wärmend. Die Seidenmaske ist dennoch dichter als viele normale Alltagsmasken, da ihr Stoff Pollen ab einer Größe von 10 µm nicht mehr durchlässt.

Die im Material enthaltenen Proteine machen es Keimen schwer, sich anzusiedeln. Unternehmensgründerin Laura Atrtschi betont zudem die Eignung für Allergiker. Eine weitere Variante gibt es mit einem Einschub für Aktivkohlefilter. Die Maske kann jedoch nur bei 30 Grad gewaschen werden und sollte im Anschluss am besten in der Sonne trocknen.


Das neu identifizierte Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht die "Corona virus disease 2019" (Covid-19) und ist Auslöser der COVID-19-Pandemie.

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