Zahnarzt bei TV-Gründershow

Die Löwen haben angebissen!

Zahnarzt Dr. Ismail Özkanli konnte sich in der VOX-Gründershow "Die Höhle der Löwen" behaupten und seine Start-Up-Idee an den Mann bringen. Der glückliche Erfinder im Interview.

Der Erfinder und die "Löwen": Zahnarzt Dr. Ismail Özkanli (3.v.l.) gemeinsam mit seinem Vater Hüsnü Özkanli und den beiden Unternehmern Carsten Maschmeyer (links) und Ralf Dümmel (rechts). VOX Frank Hempel

In der TV-Gründershow "Die Höhle der Löwen" konnte der Berliner Zahnarzt gleich alle fünf Unternehmer von seinem Zahnfleischpflegegel überzeugen. Jetzt beginnt das Marketing.

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zm-online: Herr Dr. Özkanli, gestern Abend hatten Sie Ihren großen Auftritt in der "Höhle der Löwen". In der TV-Gründershow haben Sie Ihr Zahnfleischpflegegel fünf Unternehmern, den sogenannten "Löwen" präsentiert. Wie war das für Sie?

Ismail Özkanli: In den ersten Minuten war ich wirklich sehr aufgeregt. Erstens bin ich es absolut nicht gewohnt vor Kameras zu stehen, zweitens wusste ich nicht, ob wir mit unserem Produkt die Löwen tatsächlich überzeugen würden. Aber das Gespräch war dann wirklich sehr angenehm. Die Unternehmer sind sehr locker, stellen viele Fragen, hören zu.

Aber im Vorfeld hatte ich schon Respekt. Meine Frau meinte gleich, "Nicht, dass Du uns da blamierst" (lacht). Um mich vorzubereiten, habe ich mir also mehrere Folgen der Sendung angeschaut und dann auch gesehen, dass die Löwen ihre Kandidaten ganz schön hart rannehmen. Und deshalb hatte ich die ganze Zeit die Frage im Hinterkopf: "Was passiert wenn ich mich dort tatsächlich verhaspele?"

Unterstützung für seine Idee bekommt Ismail Özkanil von seinem Vater. Der 66-Jährige hat Betriebswirtschaft studiert und leitete elf Jahre lang in Berlin einen Ausbildungsbetrieb. Heute engagiert er sich als Vorstandsmitglied der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung.

| VOX Frank Hempel

Und was hätten Sie dann gemacht?

(lacht) Keine Ahnung! Darüber will ich lieber nicht nachdenken!

Nun waren Sie erfolgreich: Alle Unternehmer konnten Sie für Ihre Idee gewinnen. Wie geht es jetzt weiter?

Das kommt tatsächlich nicht oft vor, dass sich alle Unternehmer für eine Idee begeistern - und deshalb sind wir auch sehr stolz!

Wir hatten damit also die Wahl - und entschieden uns für die Investoren Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel. Seit acht Monaten arbeiten wir nun bereits zusammen. Denn Sie müssen wissen: Die Sendung wurde schon im Frühjahr aufgezeichnet - seit dieser Zeit haben wir schon viel geschafft. So haben wir zwei weitere unabhängige Studien durchführen lassen, den Vertrieb aufgebaut und Strukturen geschaffen - mit dem Ergebnis, dass unser Zahnfleischpflegegel seit heute überall erhältlich ist.

Ihre Produktidee hatten Sie schon vor zwölf Jahren und gemeinsam mit Ihrem Vater, einem erfahrenen Unternehmer, haben Sie bereits 2008 eine eigene Firma gegründet, um das Produkt auf den Markt zu bringen. Warum hat es damals nicht so richtig geklappt?

Wir haben unser Zahnfleischpflegegel - damals noch Parodontcreme genannt - seit 2008 über Apotheken vertrieben - damit sind wir aber nicht an die breite Masse herangekommen. Uns fehlten dafür Netzwerke, Strukturen und das Know-How. Wir haben mehrere Fehler gemacht - und auch Geld verloren.

Was für Fehler haben Sie gemacht das?

Naja ganz einfach: Man selbst ist so überzeugt von seiner Idee, dann denkt man, das wird jeder sofort kaufen. Aber so einfach ist es nicht. Wir haben schnell gemerkt, es gehört halt viel mehr dazu - allein schon beim Marketing! Wir haben damals alles aus Eigenmitteln bezahlt - rund 250.000 Euro habe ich in meine Idee gesteckt - also haben wir beim Marketing gespart. Wir waren beim Werben sehr zögerlich. Und genau das war ein Fehler! Denn nur wer viel investiert, bekommt auch viel zurück!

Das Geheimnis seines Zahnpflegegels: Schwarzkümmelöl! Der Implantologe schwört darauf: "Seit zwölf Jahren setze ich es in meiner Praxis ein. Über 9.000 Patienten wurden mit meinem Gel schon behandelt." In der traditionellen orientalischen Heilkunde ist Schwarzkümmelöl seit Jahrhunderten bekannt. Studien zeigen: Es hat eine antibakterielle Wirkung.

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Der zweite große Fehler war, dass wir damals zu viele Produkte im Angebot hatten - insgesamt 32 Stück - darunter auch naturkosmetische Produkte. Dass wir zu viel anbieten und keine klare Produktlinie haben, haben wir gemerkt - aber leider viel zu spät (lacht).

Sind Sie nun eher Unternehmer oder Zahnarzt?

Zahnarzt - auch wenn ich im Moment nur noch zweimal in der Woche in unserer Gemeinschaftspraxis arbeite. Menschen mit Zahnproblemen zu helfen und das Unternehmertum sind meine Leidenschaften. Vor allem in den vergangenen drei Wochen musste ich mich intensiv um unsere Firma kümmern. Als wir die Partnerschaft mit Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel eingegangen sind, haben wir eine neue Firma gegründet - seitdem bin ich auch dort als Geschäftsführer tätig. Vorher hatte den Part mein Vater übernommen. Ich weiß auch noch nicht, wie viel Arbeit zukünftig noch auf mich zukommen wird - in den letzten drei Wochen war dies aber ganz schön viel, auch wenn mir die Löwen mit ihren Teams viel Arbeit in Vertrieb und Marketing abnehmen.

Haben Sie denn noch weitere Ambitionen?

Auf jeden Fall! Ich habe noch vier Ideen in meinem Kopf! Und wer weiß, vielleicht kann ich ja nochmal in die "Höhle der Löwen" gehen? Das ist auf jeden Fall sehr vorteilhaft. Ich empfehle wirklich jedem Zahnarzt, der eine Idee hat, oder ein Produkt entwickeln möchte, sich dort zu bewerben.

Ihr Produkt ist seit heute auf dem Markt, die Werbetrommel wird kräftig gerührt - wie geht es jetzt weiter?

Unser Partner Ralf Dümmel kümmert sich mit seiner Firma DS Produkte um den Vertrieb in den Drogeriemärkten und die Produktion. Gemeinsam mit der Maschmeyer Group bauen wir jetzt den medizinischen Vertrieb auf. Außerdem wollen wir auch ins Ausland gehen - zum einen in die Türkei und zum anderen nach Holland, Österreich und in die Schweiz. Vor zwei Jahren hatten mein Vater und ich mal einen Stand auf der IDS, seitdem kaufen schon viele ausländische Zahnärzte unser Produkt. Am liebsten würde ich den gesamten Globus mit unserem Zahnfleischpflegegel eindecken. Ich bin optimistisch - seit heute bin ich sogar im Tele-Shopping bei QVC.

Vater und Sohn am Fernsehset. "Insgesamt dauerte das Gespräch mit den Unternehmern  rund eineinhalb Stunden", erzählt Ismail Özkanli. "Nachher wird es auf 15 Minuten zusammengeschnitten."

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