TK-Studie

Die Suche nach seriösen Gesundheitsinfos im Netz ist für viele ein Problem!

Die Techniker Krankenkasse (TK ) untersuchte die digitale Gesundheitskompetenz der Versicherten: Die Suche nach seriösen Gesundheitsinfos im Netz ist demnach für viele ein Problem.

Tatsächlich fällt es vielen Menschen schwer, die für sie passenden Informationen zu filtern und seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden", bilanzieren die TK-Experten. Dies gelte erst recht für diejenigen, die seltener im Netz sind. aleutie

Nach der aktuellen TK-Studie "Homo Digivitalis" informieren sich 82 Prozent der Menschen in Deutschland zwar immer noch beim Arzt ihres Vertrauens zu Gesundheitsfragen. Gleich danach folgt aber bereits das Internet (77 Prozent), der dritte Platz geht an Familie und Freunde (73 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen Apotheken und Kranken­kassen, die jeder Zweite in Anspruch nimmt.

Über alle Altersgruppen hinweg finden 68 Prozent der Menschen, dass das Internet für die Suche nach Gesundheitsinformationen wichtig oder sehr wichtig ist. Laut der Studie hält selbst bei den 60- bis 70-Jährigen mehr als die Hälfte (54 Prozent) das Netz für eine wichtige Informationsquelle bei Gesundheitsthemen.

Fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Dr. Google?| TK

Digitale Angebote erfordern Gesundheitskompetenz

Die TK wollte auch wissen, wie es um das Know-how steht, die gefundenen Informationen richtig einzuordnen. Ergebnis: Zwar geben hier mehr als vier von zehn Menschen an (43 Prozent), sich mit Gesund­heitsthemen gut auszukennen aber jeder Siebte hat auch Probleme damit. "Tatsächlich fällt es vielen Menschen schwer, die für sie passenden Informationen zu filtern und seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden", so die TK. Dies gelte erst recht für diejenigen, die seltener im Netz sind.

Bei den 40­- bis 49-­Jährigen sind laut Studie nur 83 Prozent täglich mindestens einmal online, ab 50 nur noch 63 Prozent, und ab 60 ist nicht einmal die Hälfte der Befragten täglich im Netz. In dieser Altersgruppe lebt fast ein Fünftel komplett offline und nutzt das Internet gar nicht. So geben in der Studie 95 Prozent der Befragten an, lieber persönlichen Informationen zu vertrauen, zum Beispiel von ihrem Hausarzt.

Mit einigem Abstand räumen hier noch drei Viertel der in der Studie sogenannten Nonliner ein, dass es ihnen schwerfällt, seriöse von unseriösen Quel­len zu unterscheiden. Weiter genannt werden vor allem man­gelndes Vertrauen, die Schwierigkeit, verständliche Informationen zu finden und mangelnder Informationsbedarf.

Vertrauen und Transparenz in Online-Informationen fehlen| TK

Der Bildungsgrad entscheidet mit

Bei den Befragten mit Volks-­, Hauptschul­- oder mittlerem Bildungsabschluss geben jeweils gut 40 Prozent an, sich in Sachen Gesundheit gut oder sehr gut auszukennen, in der Gruppe mit Abitur oder Studium bescheinigt sich die Hälfte gutes Gesundheitswissen. "Ins Auge fällt, dass sich bei den Erwerbstätigen elf Prozent beste Kenntnisse bescheinigen - das waren gut doppelt so viele wie bei den Erwerbslosen (fünf Prozent)", heißt es in der Untersuchung.

 


Akademiker suchen Gesundheitsinformationen häufiger in staatlichen Informationsangeboten und seltener in sozialen Netzwerken.| TK

Die Studie untersuchte auch, wo sich Deutsche im Netz nach Informationen umsehen. Hier stehen Such­maschinen wie Google an vorderster Stelle. Mit 95 Prozent, in den jüngeren Altersgruppen bis zu 98 Prozent, geben nahezu alle Menschen bei der Informationssuche zunächst einen Suchbegriff in die Maske einer Suchmaschine ein. Nach den Suchmaschinen sind die auf Gesundheit spezialisierten Informationsanbieter die beliebtesten Quellen. 45 Prozent der Befragten geben an, dass die Krankenkassen wichtige Anlaufstellen sind.

Welche Online-Informationsangebote nutzen Sie für das Thema Gesundheit?| TK

Im Januar 2018 befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa für die Studie 1.002 deutschspra­chige Erwachsene. Die Befragten repräsentieren den Querschnitt der volljährigen Wohnbe­völkerung von 18 bis 70 Jahren in Deutschland. Gewichtet wurde die Personenstichprobe nach Geschlecht, Alter, Bildung und Region.

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