WHO und RKI zu steigenden Antibiotikaresistenzen

Ein starkes Mittel schwächelt

Resistenzen sind auf einem alarmierenden Höchststand - Ärzte verlieren somit ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Infektionen, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt daher neue Empfehlungen zum Umgang mit Antibiotika.

Resistenzen gegen Antibiotika nehmen weltweit immer mehr zu, meldet die WHO. Das RKI veröffentlicht jetzt neue Empfehlungen zum Umgang mit Antiinfektiva. AdobeStock_ tetxu

Die WHO wertete die Daten zu registrierten Resistenzen aus 66 Ländern und mehr als 64.000 Meldestellen aus. Besorgniserregend ist laut WHO dabei auch, dass die Antibiotikavergabe während der Corona-Pandemie noch einmal zugenommen hat.

WHO-Schlüsselfakten zu Antibiotikaresistenzen

  • Antibiotikaresistenzen sind heute eine der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit, Ernährungssicherheit und Entwicklung.
  • Sie können jeden Menschen jeden Alters in jedem Land betreffen.
  • Antibiotikaresistenzen treten auf natürliche Weise auf, aber der Missbrauch von Antibiotika bei Menschen und Tieren beschleunigt den Prozess.
  • Eine wachsende Anzahl von Infektionen - wie Lungenentzündung, Tuberkulose, Gonorrhoe und Salmonellose - wird immer schwieriger zu behandeln, da die zur Behandlung verwendeten Antibiotika weniger wirksam sind.
  • Antibiotikaresistenzen führen zu längeren Krankenhausaufenthalten, höheren medizinischen Kosten und einer erhöhten Mortalität.

Quelle: Fact Sheet der WHO

Die Welt verlasse sich zu leichtfertig auf das wirksame Heilmittel gegen bakterielle Infektionen, wie zum Beispiel Harnwegsinfekte, Durchfallerkrankungen oder Entzündungen, stellte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus fest. Er fordert einen schützenden Umgang und neue Entwicklungsansätze für antimikrobielle Mittel. Von der Vergabe ohne begründeten Verdacht und bei leichten Krankheitsverläufen rät die WHO in der Corona-Pandemie daher ab und stellt ein überarbeitetes Fact Sheet zur Verfügung.

Das RKI empfiehlt in ihrem Papier „Antiinfektiva, Resistenz und Therapie“ vor allem, Schulungen des Gesundheitspersonals sowie Fort- und Weiterbildungen auszubauen und die Ressourcen in Krankenhäusern auszuweiten. Ein interdisziplinäres Team aus spezialisierten Ärzten und Apothekern könne individuelle Strategien an Krankenhäusern entwickeln und dabei die Resistenz- und Patientenlage berücksichtigen.

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