Deutsche Herzstiftung

Neue Informationen zu Endokarditis

Einer der Hauptauslöser für Endokarditiden ist eine Bakteriämie durch Bakterien der Mundhöhle. Die Deutsche Herzstiftung bietet jetzt kostenlose Faltblätter, Ratgeber und Endokarditis-Ausweise an.

Am häufigsten gelangen Bakterien aus der Mundhöhle und von infizierten Hautstellen ins Blut. Zu einer Einschwemmung größerer Mengen von Bakterien kommt es meist bei Eingriffen in der Mundhöhle oder an der bakteriell infizierten Haut. C. Marx

„Die Gefahr besteht immer dann, wenn größere Mengen von Bakterien in den Blutstrom gelangen", erläutert Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Herzspezialist der Deutschen Herzstiftung. "Am häufigsten gelangen Bakterien aus der Mundhöhle und von infizierten Hautstellen ins Blut. Zu einer Einschwemmung größerer Mengen von Bakterien kommt es meist bei Eingriffen in der Mundhöhle oder an der bakteriell infizierten Haut.“

Auch Zahnseide ist ein Risikofaktor

Aber auch bei der täglichen Zahnpflege, zum Beispiel beim Gebrauch von Zahnseide, könne es zu einer Einschwemmung einer erhöhten Bakterienmenge in den Blutkreislauf kommen.

Mithilfe vorbeugender Maßnahmen lasse sich das Risiko der einer infektiösen Endokarditis deutlich reduzieren - beispielsweise sollte man auf Haut- und Mundhygiene achten, Wunden gründlich desinfizieren, die Antibiotikatherapie und Prophylaxe gemäß ärztlicher Anordnung verfolgen und auf Piercings wie Tattoos verzichten.

Infektiöse Endokarditis

Die infektiöse Endokarditis, eine bakterielle Entzündung der Herzinnenhaut, ist unbehandelt lebensbedrohlich. Der bevorzugte Ort der Entzündung sind die Herzklappen. Besonders anfällig sind defekte und künstliche Herzklappen. Dabei kommt es zu einer Auflagerung von Bakterien und kleinen Blutgerinnseln, die die Herzklappen im weiteren Verlauf zerstören. Wenn die Herzklappen nicht mehr schließen, wird das Herz überlastet und es kann den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen. Die akute Endokarditis kann sich innerhalb weniger Tage bis Wochen entwickeln und schreitet schnell voran. Nicht selten entwickelt sie sich jedoch schleichend über mehrere Wochen.

Deutsche Herzstiftung

Eine vorbeugende antibiotische Therapie vor bestimmten Eingriffen sollten nur Hochrisikopatienten erhalten (mit künstlichen Herzklappen, nach Wiederherstellung von Klappen (Klappenrekonstruktion), nach Behandlung mit einer kathetergestützten Klappentherapie (TAVI, MitraClip)). Ein hohes Risiko haben aber auch Patienten, die bereits in der Vergangenheit an einer infektiösen Endokarditis gelitten haben, oder mit Herzfehlern geboren wurden, wenn sie operiert oder mittels Kathetertechnik behandelt wurden.

Hochrisikopatienten: Antibiotika bei allen Eingriffen in der Mundhöhle, bei denen Bakterien ins Blut gelangen können

Grundsätzlich sollte die Behandlung mit Antibiotika für Hochrisikopatienten bei allen Eingriffen im Bereich der Mundhöhle erfolgen, bei denen Bakterien in den Blutstrom gelangen können - wie bei der Zahnreinigung, der Wurzelbehandlung, der Extraktion und dem Einsatz von Implantaten. Eine Vorbeugung mit Antibiotika ist auch notwendig, wenn Infektionen im Bereich der Haut operativ behandelt werden.


Der Ausweis zur Endokarditis-Prophylaxe und das Faltblatt „Ist Endokarditis vermeidbar?“ ist kostenlos erhältlich bei der Deutschen Herzstiftung oder per E-Mail: bestellung@herzstiftung.de (Stichwort: Endokarditis-Ausweis) und telefonisch unter 069 955128-400.

Alles zu Stand, Symptomatik, Diagnostik und Therapie – wie auch auch zur Vermeidung – verschiedener Infektionserkrankungen, die auch in einer Zahnarztpraxis vorkommen könnten.

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