USA: Pandemie erhöht Prävalenz von Bruxismus
Insgesamt 71,0 Prozent der befragten US-Zahnärzte sehen laut Umfrage eine Zunahme der Prävalenz von Bruxismus gegenüber der Vor-Pandemie-Zeit. 62,6 Prozent berichten über mehr „abgebrochene”, 63,7 Prozent über mehr „gerissene” Zähne, 62,3 Prozent sahen mehr schmerzhafte Beschwerden der Kaumuskulatur und Kiefergelenke sowie Kopfschmerzen („Temporomandibular disorders”).
„Unsere Umfragen dienen als Barometer für Pandemiestress”, sagt Marko Vujicic, Ph.D., Chefökonom und Vizepräsident des ADA-Forschungsinstituts Health Policy Institute (HPI). „Der Anstieg im Laufe der Zeit deutet darauf hin, dass stressbedingte Symptome seit dem Beginn von COVID-19 wesentlich häufiger geworden sind.” Im Herbst 2020 hatten knapp 60 Prozent der von der ADA befragten Zahnärzte eine Zunahme beobachtet ( zm berichtete ).
Die Bundeszahnärztekammer sieht ähnliche Entwicklungen in Deutschland, erklärt Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich:
Weitere Ergebnisse der monatlichen ADA-Umfrage:
• Das Patientenvolumen der Praxen liegt aktuell bei durchschnittlich 81 Prozent des Vor-Pandemie-Werts, der Personalaufwand hingegen bei 99 Prozent.
• Das Vertrauen der Verbraucher in die Zahnärztinnen und Zahnärzte erreichte einen neuen Höchststand: 90 Prozent gaben an, wieder Termine wahrnehmen zu wollen.
• Entgegen von Befürchtungen, dass häufiges Tragen von Masken die Zahngesundheit extrem negativ beeinträchtigen könne (in den USA wird dieses vermeintliche Phänomen als „mask mouth” bezeichnet), ergab die Umfrage keine signifikante Zunahme der Prävalenz von Halitosis oder Xerostomie im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit.
Mehr zum Thema: COVID-19-Pandemie
Das neu identifizierte Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht die "Corona virus disease 2019" (Covid-19) und ist Auslöser der COVID-19-Pandemie.






