Triclosan

Zahnpasta-Bestandteil soll gegen Malaria helfen

Eine neue Studie zeigt, dass Triclosan Potenzial als Wirkstoff gegen Malariaerreger dienen kann. Der Bakterienhemmer soll dabei sogar gegen Parasitenstämme helfen, die bereits immun gegen bestehende Präparate sind.

In Putzmitteln, Kosmetika und Zahnpasta umstritten - als möglicher Wirkstoff in künftigen Malariapräparaten ein Hoffnungsträger: Triclosan, hier als 3-D-Simulation. ollaweila - Fotolia

Forscher entdeckten, dass der Wirkstoff Triclosan das Wachstum von Malariaparasiten unterdrücken kann Er wird in Produkten wie Zahnpasta und Reinigungsmitteln eingesetzt und wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien: Nun weckt eine britische Studie Hoffnungen, dass der Wirkstoff Triclosan auch zur Bekämpfung resistenter Malaria-Stämme weiterentwickelt werden könnte. Forscher der Universität Cambridge fanden heraus, dass Triclosan das Potenzial hat, Malaria-Infektionen in zwei kritischen Abschnitten zu unterbrechen – in der Leber und im Blut. Wissenschafter wissen bereits seit einiger Zeit, dass Triclosan dem Wachstum von Malariaparasiten im Blut Einhalt gebieten kann, indem es die Tätigkeit eines Enzyms hemmt, das an der Produktion von Fettsäuren beteiligt ist. Neues Medikament Nun kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Triclosan auch ein völlig anderes Enzym des Malariaparasiten, Dihydrofolatreduktase (DHFR), hemmt. DHFR wiederum ist das Ziel des Antimalaria-Wirkstoffs Pyrimethamin, gegen den die Parasiten vor allem in Afrika zunehmend Resistenzen entwickelt haben. "Die Entdeckung, dass Triclosan gegen Malaria-Angriffspunkte wirksam ist, lässt hoffen, dass wir damit ein neues Medikament entwickeln können", sagte die Wissenschafterin Elizabeth Bilsland, die an der Studie beteiligt war. "Seine Fähigkeit, zwei Punkte im Lebenszyklus des Malariaparasiten anzugehen, bedeutet, dass der Parasit Schwierigkeiten hat, Resistenzen zu entwickeln." Die - derstandard.at/2000072540797/Malaria-Zahnpasta-Inhaltsstoff-als-Bakterienhemmer Forscher entdeckten, dass der Wirkstoff Triclosan das Wachstum von Malariaparasiten unterdrücken kann Er wird in Produkten wie Zahnpasta und Reinigungsmitteln eingesetzt und wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien: Nun weckt eine britische Studie Hoffnungen, dass der Wirkstoff Triclosan auch zur Bekämpfung resistenter Malaria-Stämme weiterentwickelt werden könnte. Forscher der Universität Cambridge fanden heraus, dass Triclosan das Potenzial hat, Malaria-Infektionen in zwei kritischen Abschnitten zu unterbrechen – in der Leber und im Blut. Wissenschafter wissen bereits seit einiger Zeit, dass Triclosan dem Wachstum von Malariaparasiten im Blut Einhalt gebieten kann, indem es die Tätigkeit eines Enzyms hemmt, das an der Produktion von Fettsäuren beteiligt ist. Neues Medikament Nun kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Triclosan auch ein völlig anderes Enzym des Malariaparasiten, Dihydrofolatreduktase (DHFR), hemmt. DHFR wiederum ist das Ziel des Antimalaria-Wirkstoffs Pyrimethamin, gegen den die Parasiten vor allem in Afrika zunehmend Resistenzen entwickelt haben. "Die Entdeckung, dass Triclosan gegen Malaria-Angriffspunkte wirksam ist, lässt hoffen, dass wir damit ein neues Medikament entwickeln können", sagte die Wissenschafterin Elizabeth Bilsland, die an der Studie beteiligt war. "Seine Fähigkeit, zwei Punkte im Lebenszyklus des Malariaparasiten anzugehen, bedeutet, dass der Parasit Schwierigkeiten hat, Resistenzen zu entwickeln." Die Studienergebnisse verdanken die Forscher dem Einsatz eines Roboters mit dem Spitznamen "Eve", der entwickelt wurde, um den Wirkstoff-Entdeckungsprozess zu automatisieren und zu beschleunigen. Resistenzen nehmen zu Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO erkranken jährlich schätzungsweise 200 Millionen Menschen an Malaria, rund eine halbe Million Menschen sterben daran. Resistenzen gegen bisher eingesetzte Insektizide und Malariamittel nehmen stark zu. Triclosan ist allerdings nicht unumstritten: Der Wirkstoff steht etwa unter dem Verdacht, Bakterien resistent werden zu lassen, und wirkte in Tierversuchen schädlich auf das Hormonsystem und die Muskeln. (APA, 18.1.2018) - derstandard.at/2000072540797/Malaria-Zahnpasta-Inhaltsstoff-als-Bakterienhemmer

Forscher entdeckten, dass der Wirkstoff Triclosan das Wachstum von Malariaparasiten unterdrücken kann Er wird in Produkten wie Zahnpasta und Reinigungsmitteln eingesetzt und wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien: Nun weckt eine britische Studie Hoffnungen, dass der Wirkstoff Triclosan auch zur Bekämpfung resistenter Malaria-Stämme weiterentwickelt werden könnte. Forscher der Universität Cambridge fanden heraus, dass Triclosan das Potenzial hat, Malaria-Infektionen in zwei kritischen Abschnitten zu unterbrechen – in der Leber und im Blut. Wissenschafter wissen bereits seit einiger Zeit, dass Triclosan dem Wachstum von Malariaparasiten im Blut Einhalt gebieten kann, indem es die Tätigkeit eines Enzyms hemmt, das an der Produktion von Fettsäuren beteiligt ist. Neues Medikament Nun kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Triclosan auch ein völlig anderes Enzym des Malariaparasiten, Dihydrofolatreduktase (DHFR), hemmt. DHFR wiederum ist das Ziel des Antimalaria-Wirkstoffs Pyrimethamin, gegen den die Parasiten vor allem in Afrika zunehmend Resistenzen entwickelt haben. "Die Entdeckung, dass Triclosan gegen Malaria-Angriffspunkte wirksam ist, lässt hoffen, dass wir damit ein neues Medikament entwickeln können", sagte die Wissenschafterin Elizabeth Bilsland, die an der Studie beteiligt war. "Seine Fähigkeit, zwei Punkte im Lebenszyklus des Malariaparasiten anzugehen, bedeutet, dass der Parasit Schwierigkeiten hat, Resistenzen zu entwickeln." Die - derstandard.at/2000072540797/Malaria-Zahnpasta-Inhaltsstoff-als-Bakterienhemmer

Forscher entdeckten, dass der Wirkstoff Triclosan das Wachstum von Malariaparasiten unterdrücken kann Er wird in Produkten wie Zahnpasta und Reinigungsmitteln eingesetzt und wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien: Nun weckt eine britische Studie Hoffnungen, dass der Wirkstoff Triclosan auch zur Bekämpfung resistenter Malaria-Stämme weiterentwickelt werden könnte. Forscher der Universität Cambridge fanden heraus, dass Triclosan das Potenzial hat, Malaria-Infektionen in zwei kritischen Abschnitten zu unterbrechen – in der Leber und im Blut. Wissenschafter wissen bereits seit einiger Zeit, dass Triclosan dem Wachstum von Malariaparasiten im Blut Einhalt gebieten kann, indem es die Tätigkeit eines Enzyms hemmt, das an der Produktion von Fettsäuren beteiligt ist. Neues Medikament Nun kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Triclosan auch ein völlig anderes Enzym des Malariaparasiten, Dihydrofolatreduktase (DHFR), hemmt. DHFR wiederum ist das Ziel des Antimalaria-Wirkstoffs Pyrimethamin, gegen den die Parasiten vor allem in Afrika zunehmend Resistenzen entwickelt haben. "Die Entdeckung, dass Triclosan gegen Malaria-Angriffspunkte wirksam ist, lässt hoffen, dass wir damit ein neues Medikament entwickeln können", sagte die Wissenschafterin Elizabeth Bilsland, die an der Studie beteiligt war. "Seine Fähigkeit, zwei Punkte im Lebenszyklus des Malariaparasiten anzugehen, bedeutet, dass der Parasit Schwierigkeiten hat, Resistenzen zu entwickeln." Die Studienergebnisse verdanken die Forscher dem Einsatz eines Roboters mit dem Spitznamen "Eve", der entwickelt wurde, um den Wirkstoff-Entdeckungsprozess zu automatisieren und zu beschleunigen. Resistenzen nehmen zu Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO erkranken jährlich schätzungsweise 200 Millionen Menschen an Malaria, rund eine halbe Million Menschen sterben daran. Resistenzen gegen bisher eingesetzte Insektizide und Malariamittel nehmen stark zu. Triclosan ist allerdings nicht unumstritten: Der Wirkstoff steht etwa unter dem Verdacht, Bakterien resistent werden zu lassen, und wirkte in Tierversuchen schädlich auf das Hormonsystem und die Muskeln. (APA, 18.1.2018) - derstandard.at/2000072540797/Malaria-Zahnpasta-Inhaltsstoff-als-Bakterienhemmer

Triclosan wird unter anderem in Desinfektionsmitteln, Haushaltsreinigern und Kosmetika eingesetzt, es kommt aber auch in Fertigarzneimitteln vor und dient als Ausgangsstoff für Rezepturarzneimittel. Pharmazeutisch wird der Wirkstoff lokal bei entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt. Die ausschließliche Fokussierung auf die äußerliche Anwendung könnte sich jedoch künftig ändern.

Bereits 2000 hatten Wissenschaftler in einer im Magazin Nature veröffentlichten Studie herausgefunden, dass Triclosan im Leberstadium des Malaria-Erregers wirken kann, da das Enzym Enoyl-Reductase (ENR) gehemmt wird. In der Fachzeitschrift Scientific Reports berichtet ein internationales Forscherteam nun, dass Triclosan mit der Dihydrofolatreduktase (DHFR) auch ein zweites Enzym des Erregers hemmt.

Triclosan greift zwei Punkte im Lebenszyklus des Malariaparasiten an

Auf den Wirkstoff kamen die Wissenschaftler bei einem sogenannten Hochdurchsatz-Screening, einer automatisierten Methode, die sich eines Roboters mit künstlicher Intelligenz bedient und bei der an Zehntausenden bis Millionen von Substanzen biochemische, genetische oder pharmakologische Tests durchgeführt werden.

"Die Entdeckung unseres Roboter-Kollegen, dass Triclosan gegen Malaria-Angriffspunkte wirksam ist, lässt hoffen, dass wir damit ein neues Medikament entwickeln können", sagt Studienerstautorin Dr. Elizabeth Bilsland. "Seine Fähigkeit, zwei Punkte im Lebenszyklus des Malariaparasiten anzugreifen, bedeutet, dass der Parasit Schwierigkeiten hätte, Resistenzen gegen den Wirkstoff zu entwickeln.“

Das ist aus Sicht der Wissenschaftler ein Segen. Denn vor dem Hintergrund steigender Resistenzen der Erreger in Afrika und Südost-Asien gegen bestehende Präparate nehme der Druck, neue Wirkstoffe gegen Malaria zu finden stetig zu, betont Co-Autor Prof. Steve Oliver von der Universität Cambrigde.

Elizabeth Bilsland, Liisa van Vliet, Kevin Williams, Jack Feltham, Marta P. Carrasco, Wesley L. Fotoran, Eliana F. G. Cubillos, Gerhard Wunderlich, Morten Grøtli, Florian Hollfelder, Victoria Jackson, Ross D. King & Stephen G. Oliver: Plasmodium dihydrofolate reductase is a second enzyme target for the antimalarial action of triclosan, in: Scientific Reports 8, Article number: 1038 (2018) doi:10.1038/s41598-018-19549-x.

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