Deutsches Krebsforschungszentrum

Auch orale Krebserkrankungen nehmen zu

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) rechnet mit deutlich mehr Krebserkrankungen in Deutschland, aber besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dies betrifft auch orale Arten wie Lippen-, Mundhöhlen- und Rachenkrebs.

Kopf- und Rachentumoren sind zum Teil lebensstilabhängig. Eine wichtige Rolle spielen vor allem Rauchen und Alkoholkonsum, aber auch Infektionen mit Humanen Papillomviren. Adobe Stock_Syda Productions

Laut dem DKFZ-Vorstandschef Michael Baumann muss weltweit mit einem starken Anstieg von neuen Krebsfällen gerechnet werden. "Es ist nicht übertrieben, davon zu reden, dass wir einen Tsunami an Krebserkrankungen vor uns haben", sagte Baumann am Montag.

Rauchen und Übergewicht sind für den Anstieg verantwortlich

Auch in Deutschland wird Baumann zufolge die Zahl der Neuerkrankungen zunehmen - von derzeit 500.000 pro Jahr auf 600.000 im Jahr 2030. Es wird geschätzt, dass bei uns mindestens vier Millionen Menschen mit Krebs leben beziehungsweise eine solche Erkrankung überstanden haben. Den erwarteten Anstieg führt der DKFZ-Chef nicht nur auf die demografische Entwicklung zurück, sondern auch auf den Lebensstil wie Rauchen und Übergewicht. Krebs sei hierzulande die zweithäufigste Todesursache.

Die Zunahme auch bei den oralen Krebsarten Hypopharynxkarzinom (Schlund-Rachen-Krebs), Nasopharynxkarzinom (Nasenrachenkrebs), Oropharynxkarzinom (Mundrachenkrebs) und Lippen-/Mundhöhlenkrebs lässt sich aufgrund von Daten der International Agency for Research on Cancer (IARC), einer Behörde der Weltgesundheitsorganisation (WHO), nachvollziehen. Die Zahlen gelten für alle Altersgruppen und beide Geschlechter in Deutschland.

Krebsart 20182030Veränderung (absolut)(in Prozent)
Hypopharynxkarzinom 2.0612.326265+12,9
Nasopharynxkarzinom 42444521+5,0
Oropharynxkarzinom 3.4553.830375+10,9
Lippen-/Mundhöhlenkrebs7.6568.344688+9,0

Dr. Susanne Weg-Remer, Leiterin des DKFZ-eigenen Krebsinformationsdienstes (KID
), erklärte gegenüber den zm: "Kopf- und Rachentumoren sind zum Teil lebensstilabhängig. Eine wichtige Rolle spielen vor allem Rauchen und Alkoholkonsum, aber auch Infektionen mit Humanen Papillomviren. Was die tabak- und alkoholbedingten Tumoren angeht, verzeichnen wir derzeit bei Männern einen leichten Rückgang, bei den Frauen eine leichte Zunahme. Und beim Thema HPV wird sich die Impfung auf die derzeitigen Trends auswirken. Die tatsächlichen Zahlen bei den Oralkrebsarten bis 2030 können also von denen deutlich abweichen, die die IARC veröffentlicht hat."

Der Krebsinformationsdienst (KID) ist eine Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) mit Sitz in Heidelberg.

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