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Frauentag, Zahnärztinnentag!

Heute ist der 8. März. Seit mehr als 100 Jahren erinnern Frauen (und Männer) an diesem Tag an die Gleichberechtigung. Das sogenannte Gendergap gibt es auch in der Zahnmedizin.

Der erste Frauentag wurde am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Vor 40 Jahren erklärten die Vereinten Nationen den 8. März zum Weltfrauentag. Bis heute ist an diesem Tag die Gleichberechtigung das Thema. Auch in der Zahnmedizin. nito_Fotolia_138738472

Nur eine von drei Führungskräften in der EU ist eine Frau (Eurostat-Statistik 2014). Eurostat

Fixum, Provision, Arbeitszeit: Gerade bei angestellten Zahnärzten unterscheiden sich die Vertragsbedingungen erheblich. Das zeigt auch der Blick auf verfügbare Statistiken, deren Zahlen stark variieren:

 

  • Angestellte Zahnärzte verdienen in Deutschland im Durchschnitt 3.980 Euro brutto im Monat. Frauen liegen bei durchschnittlich 3.742 Euro brutto, Männer kommen auf 4.411 Euro (Entgeltatlas der Arbeitsagentur 2016, mittleres Entgelt (Median)).
  • Laut Dentista-Umfrage von 2015 starten Männer mit einem Fixum über 5.000 Euro Fixum, ihre Kolleginnen mit einem Fixum von 4.000 bis 5.000 Euro (Befragt wurden 420 angestellte Zahnärzte und 325 Arbeitgeber). 
  • Das durchschnittliche Einkommen eines angestellten Zahnarztes in Deutschland lag 2010 bei 5.245 Euro Monatsbruttogehalt, das einer angestellten Zahnärztin bei 3.609 Euro (Statistisches Bundesamt, Verdienststrukturerhebung 2010).

 


Arbeit, Geschlecht und Verdienst

  • Nur eine von drei Führungskräften in der EU ist eine Frau. Sie verdient durchschnittlich fast ein Viertel weniger als ihr männlicher Kollege in derselben Position.
  • Knapp 7,3 Millionen Personen haben eine Führungsposition in Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten in der EU inne: 4,7 Millionen Männer (65% aller Führungskräfte) und 2,6 Millionen Frauen (35%). Frauen sind also, obwohl sie ungefähr die Hälfte aller beschäftigten Personen in der EU ausmachen, in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert.
  • Frauen in Führungspositionen in der EU im Schnitt 23,4% weniger verdienen als Männer: Sie erhalten durchschnittlich 77 Cent für jeden Euro, den männliche Führungskräfte pro Stunde bekommen.
  • Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle für Frauen in Führungspositionen ist in Rumänien (5,0%) am geringsten, vor Slowenien (12,4%), Belgien (13,6%) und Bulgarien (15,0%).
  • Dagegen verdient eine weibliche Führungskraft in Ungarn (33,7%), Italien (33,5%) und der Tschechischen Republik (29,7%) etwa ein Drittel weniger als ihr männliches Gegenstück, in der Slowakei (28,3%), in Polen (27,7%), Österreich (26,9%), Deutschland (26,8%), Portugal (25,9%), Estland (25,6%) und im Vereinigten Königreich (25,1%) ist es etwa ein Viertel weniger.
  • Der größte Anteil von Frauen in Führungspositionen wird in Lettland verzeichnet, dem einzigen Mitgliedstaat, in dem Frauen in diesem Beschäftigungsbereich eine Mehrheit darstellen (53%).
  • Es folgen Bulgarien und Polen (je 44%), Irland (43%), Estland (42%), Litauen, Ungarn und Rumänien (je 41%) sowie Frankreich und Schweden (je 40%).
  • Im Gegensatz dazu machen Frauen weniger als ein Viertel der Führungskräfte in Deutschland, Italien und Zypern (je 22%), Belgien und Österreich (je 23%) sowie in Luxemburg (24%) aus.
  • Auf EU-Ebene ist etwa ein Drittel (35%) der Führungskräfte weiblich.

Quelle: Eurostat-Verdienststrukturerhebung, Referenzjahr 2014

  • Den höchsten Brutto­monats­verdienst in Deutschland nach Berufen hatten 2014 die Chef­pilotinnen und -piloten mit einem mittleren Wert von 13.198 Euro. An zweiter Stelle lagen die Chefärztin­nen und -ärzte der Human- und Zahn­medizin mit 10.115 Euro. Ebenfalls zählten Rechts­referen­tinnen und -referenten (8.768 Euro), Chefflug­ingenieurin­nen und -ingenieure (8. 355 Euro), Entwicklungs­leiter­innen und -leiter (7.897 Euro) sowie Chirurg­innen und Chirurgen (7.810 Euro) zu den Berufen mit den höchsten Brutto­monats­verdiensten.
  • Die niedrigsten Verdienste erhielten Verkäufer­innen und Verkäufer von Lebens­mitteln (z. B. Imbiss­verkäufer­innen und -verkäufer) mit einem Median­verdienst von 1.382 Euro brutto im Monat. Ebenfalls sehr niedrige Verdienste hatten Podolog­innen und Podologen (1.400 Euro), Friseur­innen und Friseure (1.450 Euro), Taxi­fahrer­innen und Taxifahrer (1.500 Euro), Tanz­lehrkräfte (1.550 Euro) sowie Detektiv­innen und Detektive (1.552 Euro). Selbst­ständige wurden in dieser Statistik nicht erfasst.
  • In den genannten Berufen sind die Anteile von Männern und Frauen sehr unterschiedlich. Der Frauen­anteil bei den Chef­piloten beträgt weniger als 1 %, bei den Chefärzten sind rund ein Viertel der Beschäftigten Frauen. In den restlichen ausgewählten Berufen mit hohen Verdiensten liegt der Anteil jeweils teils deutlich unter 20 %.
  • Bei den Berufen mit niedrigen Verdiensten dreht sich das Bild. Über 90 % beträgt der Frauenanteil bei den Friseuren und Podologen, bei den Verkäufern von Lebens­mitteln und Tanzlehr­kräften sind es über 60 %. Anders sieht es bei den Taxi­fahrern und Detektiven aus, hier sind 90 % der Beschäftigten Männer.

Methodischer Hinweis: Für die Darstellung der Verdienste nach Berufen wird der Median genutzt. Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte einer Verteilung liegt. Der mittlere Verdienst von Vollzeit­beschäftigten lag 2014 bei 2.990 Euro brutto im Monat. Die Hälfte der Beschäftigten verdient also weniger oder genau den Median, die andere Hälfte verdient mehr. Quelle: Statistisches Bundesamt 2015

  • Der - unbereinigte - Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen lag in Deutschland 2015 bei 21 Prozent und fiel damit um 1 Prozentpunkt geringer aus als in den Vorjahren.
  • Damit verdienten Frauen mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,20 Euro 21 % weniger als Männer (20,59 Euro).
  • Frauen besetzen deutlich seltener leitende Positionen (7 %) als Männer (13 %) und gehören mit 13 % überdurchschnittlich häufig zu den ungelernten Arbeitnehmern (Männer: 8 %).
  • Nach wie vor bestehen dabei deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern. So betrug 2015 der unbereinigte Gender Pay Gap in den neuen Ländern 8 %, während er im früheren Bundesgebiet bei 23 % lag.

Quelle: Statistisches Bundesamt 2015


Auch insgesamt variieren die Zahlen je nach Erhebung. Der Gender-Gap ist dennoch deutlich ablesbar:

 

  • Der durchschnittliche "Nettolohn" von Zahnärzten beträgt 19,33 Euro und von Zahnärztinnen 15,50 Euro pro Stunde (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) 2012. Die Untersuchung stützt sich auf Daten des Mikrozensus der Jahre 2005 bis 2008. Die Berechnung eines durchschnittlichen Stundenlohns erfolgte über die maximal mögliche Erwerbsphase. Hierzu wurden die Stundenlöhne in jedem Alter, Beruf und Ausbildungsgang aufsummiert und mit der maximal möglichen Erwerbsdauer [44 Jahre] in Relation gesetzt.).
  • Durchschnittlich 82.744 Euro verdienen Zahnärzte und Allgemeinmediziner im Jahr brutto. Führungskräfte in der Human- und Zahn­medizin verdienen in Vollbeschäftigung 10.115 Euro brutto im Monat. Davon sind 26 Prozent Frauen und  74 Prozent Männer (Statistisches Bundesamt Verdienststrukturerhebung 2014).
  • Fach- und Führungskräfte kommen in Deutschland im Durchschnitt auf 57.1150 Euro brutto (StepStoneGehaltsreport 2017).
  • In der Zahnmedizin stellen die Studentinnen 67 Prozent. Ihr Anteil an allen tätigen Zahnärzten beträgt 44,1 Prozent. 34,1 Prozent sind niedergelassen, 64,3 Prozent angestellt (BZÄK Statistisches Jahrbuch 2015/2016).

Laut Statistischem Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) lag der Frauenanteil bei zahnärztlich tätigen Personen 2017 bei 45,1 Prozent. Das sind bereits 8,8 Prozent mehr als im Jahr 2000.

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