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Jeder fünfte Studienanfänger ist Ausländer

Die Zahl der Erstsemester ohne deutschen Pass steigt stärker als die der Studienanfänger insgesamt. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor, die gestern in Wiesbaden veröffentlicht wurden.

Die Zahl ausländischer Studienanfänger stieg erstmals über 100.000, ihr Anteil an allen Erstsemestern betrug im vergangenen Jahr 19,9 Prozent. 

Insgesamt begannen im Sommersemester 2013 und im darauffolgenden Wintersemester 507.100 Menschen ein Studium an einer deutschen Hochschule - 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. "Damit erreichte die Zahl der Erstimmatrikulierten 2013 nach dem Rekordwert des Jahres 2011 den zweithöchsten Stand, der jemals erreicht wurde", erklärte Mitarbeiterin Miriam Wolters. 

Stark im Kommen: Medizin und Gesundheitswissenschaften

Von den Erstsemestern des Jahres 2013 hatten 101.000 keinen deutschen Pass, das waren 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Ausländer begannen ein Studium in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Danach kamen Ingenieurwissenschaften; hier gab es mit 10,2 Prozent den stärksten Anstieg. Stark gestiegen - wenn auch bei niedrigen Zahlen - ist der Bereich Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften.