Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

lebensmittelwarnung.de warnt nun auch vor mangelhaften Zahnpasten

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat im Auftrag der Bundesländer das Portal lebensmittelwarnung.de erweitert. Verbraucher können sich dort seit gestern auch über gesundheitsschädliche "kosmetische Mittel" wie Zahnpasten und "Bedarfsgegenstände" wie Spielzeug, Bekleidung, Schmuck oder Kochgeschirr informieren.

Kurz nach Start des erweiterten Portals gab es noch keine Warnung vor mangelhaften Zahnpasten. Screenshot zm_mth

Bisher wurden auf www.lebensmittelwarnung.de Warnungen und Rückrufe von Unternehmen und zuständigen Behörden veröffentlicht. Absender sind die Behörden der Bundesländer. 

Die Warnungen betrafen bislang Lebensmittel, die "gesundheitsgefährdend, ekelerregend oder geeignet sind, die Verbraucher zu täuschen", heißt es in einer Pressemitteilung des BVL. Diese könnten sich bereits im Handel und damit unter Umständen schon bei den Verbrauchern befinden. Das Bundesamt warnt auch vor Erzeugnissen, die aus dem Ausland vertrieben werden (zum Beispiel übers Internet) und für die kein Hersteller oder Vertreiber in Deutschland existiert.

Warnungen nun auch vor Zahnpasta, Gesichtscreme oder Shampoo

Neben Lebensmitteln werden in dem Portal nun auch Warnungen zu "Bedarfsgegenständen" wie Kochgeschirr, Spielzeug, Schmuck und Bekleidung (ausgenommen hiervon sind Warnungen nach dem Produktsicherheitsgesetz) und "kosmetischen Mitteln" veröffentlicht. Darunter zählt das Amt Zahnpasta, Gesichtscreme oder Shampoo. Grund für eine Warnung oder einen Rückruf können unter anderem mikrobiologische Verunreinigungen, die Verwendung verbotener Stoffe oder die Überschreitung von Grenzwerten bei chemischen Inhaltsstoffen sein, sofern daraus eine Gesundheitsgefahr resultiert.

Im Zuge der Erweiterung des Portals wurde auch das Design überarbeitet und die Seite für die Nutzung mobiler Endgeräte optimiert, heißt es in der Mitteilung weiter. Gleich auf der Startseite des Portals können Nutzer auswählen, ob sie sich Warnungen zu den drei neuen Bereichen Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln oder Bedarfsgegenständen anzeigen lassen möchten. Die aktuellen Warnungen lassen sich auch nach betroffenen Bundesländern filtern. Verbraucher können sich automatisch per RSS-Feed benachrichtigen lassen, wenn eine neue Warnung veröffentlicht wird. Auch auf dem Twitter-Kanal @LMWarnung werden automatisch Hinweise zu neuen Warnungen veröffentlicht, erklärt das BVL.

Hintergrund

Die Behörden der Bundesländer oder das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) publizieren auf www.lebensmittelwarnung.de öffentliche Warnungen und Informationen im Sinne des § 40 Absatz 1 und Absatz 2 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB).

Die Überwachung und Kontrolle von Lebensmitteln und den im LFGB geregelten kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen ist Aufgabe der Bundesländer. Das BVL ist hauptsächlich für die technische Betreuung des Portals zuständig. Das BVL kann vor Erzeugnissen warnen, die beispielsweise aus dem Ausland vertrieben werden (etwa via Internet) und für die kein Hersteller oder Vertreiber in Deutschland existiert.

Das Portal wurde am 21.10.2011 in Betrieb genommen. Seither gab es 900 Warnungen zu Lebensmitteln (Stand: 18.02.2019). Die häufigsten Gründe für Warnungen waren mikrobiologische Verunreinigungen, Fremdkörper und Kennzeichnungsmängel. Besonders oft wurde in den vergangenen Jahren vor Waren der Produktkategorien "Fleisch, Wild, Geflügel und Erzeugnisse daraus", "Milch und Milchprodukte" und "Getreide und Backwaren" gewarnt.

Im Durchschnitt wird die Website etwa 250.000 Mal pro Monat besucht, von rund 150.000 Besuchern. Via Twitter folgen derzeit rund 7.500 Follower dem Portal.

Quelle: BVL

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