Anti-Rauch-Kampagne

10 Gründe, warum Sie trotzdem aufhören sollten!

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) startet jetzt eine Online-Aktion, um Raucher zum Nichtrauchen zu bewegen. Rauchen entspannt? Zehn Gründe, warum Sie trotzdem aufhören sollten!

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Ein idealer Zeitpunkt, um aufzuhören. Eigentlich. GVS - Fotolia

Vorteile eines Rauchstopps

  1. Lungenkrebs: Bereits innerhalb einiger Jahre sinkt das Erkrankungsrisiko für die meisten Krebsarten deutlich – je früher der Betreffende mit dem Rauchen aufhört, umso besser ist die Wirkung. Zehn Jahre nach einem Rauchstopp hat der Exraucher ein nur noch halb so hohes Risiko für Lungenkrebs, als wenn er dauerhaft weitergeraucht hätte.
  2. Herz-Kreislauferkrankungen: Bereits eine Woche nach einem Rauchstopp sinkt der Blutdruck. Zwei Jahre nach einem Rauchstopp hat ein Exraucher fast das gleiche Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie ein Nichtraucher. Ein Rauchstopp verbessert die medikamentöse Therapie bei Herz-Kreislauferkrankungen.
  3. Atemwegserkrankungen: Schon drei Tage nach der letzten Zigarette bessert sich die Funktion der Atemwege. Ein Rauchstopp bessert auch die Symptome der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), verlangsamt deren Verlauf und verlängert das Leben.
  4. Unfruchtbarkeit/Impotenz: Ein Rauchstopp vor und auch noch während der Schwangerschaft verringert das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen. Rauchende Männer leiden häufiger unter Impotenz als nichtrauchende Männer.
  5. Infektionen der Atemwege: Drei bis neun Monate nach einem Rauchstopp verbessern sich Husten und Atemwegsbeschwerden.
  6. Persönliches Erscheinungsbild: Nach einem Rauchstopp verschwinden die Verfärbungen der Finger und Zähne, die Haut glättet sich und bekommt ein frischeres Aussehen und der schlechte Geruch der Haare und der Kleidung verschwindet.
  7. Körperliche Fitness: Exraucher sind körperlich wieder fit, leben gesünder und sind belastbarer.


Zehn Tipps, damit der Rauchstopp gelingt!

  • Wählen Sie ein Datum innerhalb der kommenden drei Wochen!
  • Wählen Sie eine stressfreie Zeit für den Rauchstopp!
  • Nutzen Sie unvorhergesehene Ereignisse als Gründe für den Rauchstopp, nicht als Anlass, den Ausstieg immer wieder zu verschieben!
  • Bedenken Sie stets, dass der Rauchstopp eine Chance ist!

(Quelle: dkfz)

  • Bitten Sie Ihren Hausarzt um Unterstützung!
  • Bitten Sie Familie und Freunde um Unterstützung!
  • Nutzen Sie professionelle Hilfe: Rauchertelefon der BZgA, 01805 31 31 31, Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

(Quelle: dkfz)

  • Werfen Sie alle Rauchutensilien weg!
  • Legen Sie die Routine ab: Überlegen Sie, in welchen Situationen Sie routinemäßig rauchen, ohne darüber nachzudenken.
  • Greifen Sie in Situationen, in denen Sie üblicherweise rauchten, zu einem Apfel, einem zuckerlosen Kaugummi oder einem Glas Wasser!

(Quelle: dkfz)

  • Vermeiden Sie Orte und Menschen, die zum Rauchen animieren!
  • Lenken Sie sich selbst ab, wenn Sie sich versucht fühlen, zu rauchen: Sprechen Sie mit einem nichtrauchenden Freund, nehmen Sie eine neue Aufgabe in Angriff, atmen Sie tief durch, bewegen Sie sich oder machen Sie eine Entspannungsübung.
  • Erinnern Sie sich immer wieder an die positiven Wirkungen Ihrer Entscheidung zum Rauchstopp!

(Quelle: dkfz)

  • Ihr Körper hat sich an das Nikotin gewöhnt und verlangt danach. Bekommt er es nicht, signalisiert er sein Verlangen durch Entzugssymptome wie Unruhe, Reizbarkeit und Unwohlsein.
  • Diese Symptome gehen meist innerhalb weniger Minuten vorbei und verschwinden nach zehn Tagen ganz.
  • Denken Sie daran, dass die positiven Wirkungen eines Rauchstopps ein Leben lang anhalten!

(Quelle: dkfz)

  • Nikotinersatzprodukte (Nikotinkaugummi, -lutschtabletten oder -pflaster) können die Entzugssymptome abmildern.
  • Auch verschreibungspflichtige Medikamente können beim Rauchstopp helfen.

(Quelle: dkfz)

  • Nikotin beschleunigt den Stoffwechsel – nach einem Rauchstopp braucht man weniger Kalorien!
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse!
  • Greifen Sie bei Heißhunger auf Süßes zu zuckerfreien Kaugummis und kalorienarmen Süßigkeiten!

(Quelle: dkfz)

  • Gehen Sie regelmäßig ein paar Schritte an der frischen Luft!
  • Treiben Sie Sport!
  • Körperliche Bewegung hebt die Stimmung und entspannt.

(Quelle: dkfz)

  • Gönnen Sie sich jeden Tag eine Kleinigkeit von dem Geld, das Sie nicht für Zigaretten ausgegeben haben!

(Quelle: dkfz)

  • Seien Sie stolz auf sich, den Ausstieg geschafft zu haben!
  • Denken Sie an die positiven Wirkungen, die Sie seit Ihrem Rauchstopp spüren!
  • Glauben Sie an sich, Ihren Entschluss und daran, dass sie den Ausstieg schaffen!

(Quelle: dkfz)
 


  1. Gesundheitsschädigung anderer durch Passivrauchen: Wer nicht mehr raucht, tut nicht nur der eigenen Gesundheit einen Gefallen, sondern schont auch die Gesundheit anderer.
  2. Kontrolle über das eigene Leben: Nach einem Rauchstopp wird der Exraucher nicht mehr permanent Opfer seiner Sucht: Er verfügt wieder frei über seine Zeit und fühlt sich nicht mehr gezwungen, jede Tätigkeit immer wieder für eine Zigarette zu unterbrechen.
  3. Geldersparnis: Bei einem Preis von 5 Euro pro Zigarettenschachtel mit 20 Zigaretten gibt ein Raucher, der ein Päckchen Zigaretten am Tag raucht, in einem Jahr mehr als 1.800 Euro für das Rauchen aus. Für die gleiche Summe kann man sich beispielsweise einen zweiwöchigen all-inclusive Urlaub in einem 4-Sterne-Hotel auf den Kanarischen Inseln leisten oder sich andere große oder kleinere Wünsche immer mal zwischendurch erfüllen.

(Quelle: dkfz)


Fakten zum Rauchen

  1. Raucher haben – je nachdem, wie viel sie rauchen – eine bis zu 15 Mal so hohe Wahrscheinlichkeit an Parodontitis zu erkranken, wie Nichtraucher.
  2. Rauchen fördert die Lockerung der Zähne. Je mehr geraucht wird, umso größer ist die Gefahr, dass sich die Zähne lockern.
  3. Auf die Behandlung einer Parodontitis reagieren Raucher deutlich schlechter als Nichtraucher.
  4. Infolge der Parodontalerkrankung verlieren Raucher häufiger als Nichtraucher ihre Zähne.

Quelle: Faltblatt „Rauchen und Mundgesundheit“ des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Bundeszahnärztekammer

  1. Raucher haben häufiger Karies. Dabei ist das Risiko an Karies zu erkranken, umso höher, je mehr Zigaretten geraucht werden.
  2. Raucher haben mehr zerstörte Zähne und mehr Zähne mit Füllungen als Nichtraucher.
  3. Infolge der Karieserkrankung fehlen Rauchern mehr Zähne als Nichtrauchern.

Quelle: Faltblatt „Rauchen und Mundgesundheit“ des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Bundeszahnärztekammer

  1. Bei Rauchern verändert sich die Zusammensetzung des Speichels: So finden sich schon nach dem Rauchen einer einzigen Zigarette enorme Mengen krebserzeugender Substanzen im Speichel. Je mehr geraucht wird, umso mehr Schadstoffe sind im Speichel.
  2. Diese Substanzen können die Entstehung von Vorstufen des Mundhöhlenkrebses (Präkanzerosen) verursachen. Dies sind Veränderungen der Mundschleimhaut, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb weniger Jahre in Krebs umwandeln.
  3. Raucher haben wesentlich häufiger solche Veränderungen als Nichtraucher.
  4. Die häufigste Präkanzerose im Mundraum ist der weiße Fleck (Leukoplakie).
    Leukoplakien entstehen vor allem durch Rauchen in Verbindung mit häufigem Alkoholkonsum.
  5. Je mehr Zigaretten ein Raucher täglich raucht, umso höher ist das Risiko für eine Leukoplakie.Bei Rauchern entstehen Leukoplakien vor allem am Mundboden und an der Wange.
  6. Speziell im Mundbereich senkt ein Rauchstopp das Risiko für Leukoplakien, Mundhöhlenkrebs, Parodontalerkrankungen sowie Zahnverluste und Implantatverluste.

Quelle: Faltblatt „Rauchen und Mundgesundheit“ des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Bundeszahnärztekammer

  1. Rauchen kann Krebs an den Lippen, im Mundraum, an der Zunge, an den Speicheldrüsen und im Rachen verursachen.
  2. Im Jahr 2008 war in Deutschland Krebs in der Mundhöhle und im Rachen bei Männern die sechsthäufigste Ursache für einen Tod durch Krebs.
  3. Raucher haben ein rund fünf Mal so hohes Risiko wie Nichtraucher, an Krebs im Mundraum zu erkranken, wobei das Erkrankungsrisiko umso größer ist, je mehr geraucht wird.Alkoholkonsum verstärkt den krankmachenden Effekt des Rauchens.
  4.  Wer raucht und mehr als zwei Gläser Alkohol am Tag trinkt, erkrankt sogar bis zu 13 Mal so häufig wie Nichtraucher und Nichttrinker an diesen Krebsarten.
  5. Raucher – insbesondere, wenn sie gleichzeitig viel Alkohol konsumieren – erkranken rund 15 Jahre früher als Nichtraucher und Nichttrinker an Krebs und sie sterben entsprechend früher.

Quelle: Faltblatt „Rauchen und Mundgesundheit“ des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Bundeszahnärztekammer

  1. Jedes Jahr sterben weltweit sieben Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens.
  2. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es noch etwa vier Millionen Todesopfer. Im Laufe des 21. Jahrhunderts kann sich die Zahl der Toten durch Tabakkonsum auf eine Milliarde weltweit summieren.

Quelle: WHO

  1. In Deutschland werden mehr als 80 Prozent der Todesfälle durch Lungenkrebs durch das Rauchen verursacht.
  2. Tabakkonsum steht zudem im Zusammenhang mit vielen weiteren Krebserkrankungen sowie Gefäßleiden und Lungenkrankheiten.
  3. Durch das Rauchen verringert sich im Schnitt die Lebenserwartung um ganze zehn Jahre.

Quelle: Bundeszahnärztekammer


Unter dem Motto „4 Wochen rauchfrei“ können Sie bis zum 30. Juni 2017 bei der Online-Aktion der BZgA mitmachen. Alle Teilnehmer erhalten vier Wochen lang täglich Tipps und Hilfestellung zur Reduzierung des Zigarettenkonsums und können sich mit Experten im Chat austauschen.

15036291503375150337615033771503630 1503631 1503380
preload image 1preload image 2preload image 3preload image 4preload image 5preload image 6preload image 7preload image 8preload image 9preload image 10preload image 11preload image 12preload image 13preload image 14preload image 15preload image 16preload image 17preload image 18preload image 19preload image 20preload image 21preload image 22preload image 23preload image 24preload image 25preload image 26preload image 27preload image 28preload image 29preload image 30preload image 31preload image 32preload image 33preload image 34preload image 35preload image 36preload image 37preload image 38preload image 39preload image 40preload image 41preload image 42preload image 43preload image 44preload image 45preload image 46preload image 47preload image 48preload image 49preload image 50preload image 51preload image 52preload image 53preload image 54preload image 55preload image 56preload image 57preload image 58preload image 59preload image 60preload image 61preload image 62preload Themeimage 0preload Themeimage 1preload Themeimage 2preload Themeimage 3preload Themeimage 4preload Themeimage 5preload Themeimage 6preload Themeimage 7preload Themeimage 8preload Themeimage 9preload Themeimage 10preload Themeimage 11preload Themeimage 12preload Themeimage 13preload Themeimage 14preload Themeimage 15preload Themeimage 16preload Themeimage 17preload Themeimage 18preload Themeimage 19preload Themeimage 20preload Themeimage 21preload Themeimage 22preload Themeimage 23preload Themeimage 24preload Themeimage 25preload Themeimage 26preload Themeimage 27preload Themeimage 28
Bitte bestätigen Sie
Nein
Ja
Information
Ok
loginform
Kommentarvorschau
Kommentarvorschau schliessen
Antwort abbrechen
Ihr Kommentar ist eine Antwort auf den folgenden Kommentar

Keine Kommentare