Spitzenverband für freiberufliche Kammern und Verbände

70 Jahre Bundesverband der Freien Berufe

Heute feiert der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) - der einzige Spitzenverband freiberuflicher Kammern und Verbände - seinen 70. Geburtstag. Zeit, sich der freiberuflichen Fundamente zu versichern und nach vorne zu schauen.

"Gesund. Sicher. Frei. Kultiviert." lautet die Selbstbeschreibung des BFB. Heute feiert der Verband mit einem Festakt in Berlin seinen 70. Geburtstag. BFB

Geschichte

Am 26. März 1949 gründeten die vier Landesverbände Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in Hamburg den Bundesverband der Freien Berufe. Am Anfang nannte sich der neue Dachverband noch „Zentralverband der freien Berufe“. Als Initiator dieses Zusammenschlusses gilt Rechtsanwalt Dr. Emil von Sauer, Vorsitzender des Hamburger Anwaltsvereins und des dortigen Landesverbandes der Freien Berufe.

"Avantgardisten des Gemeinwohls"

nannte der erste Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss die Freien Berufe auf ihrem 1. Bundeskongress am 4. November 1951.

Im Sommer 1949 folgten Gespräche des „Zentralverbandes“ mit den inzwischen neu gegründeten Spitzenorganisationen der Freien Berufe, so dass erst der 24. September 1949 als offizielles Gründungsdatum des „Bundesverbandes der Freien Berufe“ bezeichnet werden kann. Insgesamt 13 Spitzenorganisationen aus den heilkundlichen, rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden, technischen, künstlerischen und publizierenden Freien Berufen sowie zwei weitere Landesorganisationen zählten zu den Gründungsmitgliedern.

"Halten Sie hoch das Panier der freien geistigen Arbeit!"

rief Bundeskanzler Konrad Adenauer und ermutigte den BFB auf seinem 2. Bundeskongress zur Stärkung seiner Organisation.

Zahlen

Der BFB hat heute 41 Mitgliedsorganisationen - darunter sind auch die Bundeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung - sowie 15 Landesverbände. Waren 1950 noch 210.000 Selbstständige freiberuflich tätig, betrug ihre Zahl 2018 rund 1.407.000. Die freien Heilberufe wuchsen auf 417.000 Berufsträger. Der Anteil der Freien Berufe am Bruttoinlandsprodukt (BIP) summierte sich 1950 auf lediglich 1 Prozent, 2015 auf fast 11 Prozent. Insgesamt 3,46 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten mittlerweile bei einem Freiberufler, darunter 124.000 Azubis. In Summe sind 5.298.000 Personen in den Freien Berufen tätig.

Mit ihrer aktuellen Geschäftslage sind die Freiberufler durchaus zufrieden. Laut einer repräsentativen Umfrage Ende 2018 schätzen 47,7 Prozent aller Befragten ihre Situation als gut, 39,4 Prozent als befriedigend und lediglich 12,9 Prozent als schlecht ein. Die Stimmung hat sich danach im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert: Im Winter 2017 beurteilten 48,6 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage als gut, 34,8 Prozent als befriedigend und 16,6 Prozent als schlecht.

Selbstverständnis

Die Freien Berufe erbringen Dienstleistungen, die nicht allein dem Individuum, sondern auch der Gesellschaft dienen.

Die Mitgliederversammlung hat 1995 diese Definition des „Freien Berufs“ verabschiedet, die in ihren wesentlichen Punkten Eingang in das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz und in die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gefunden hat: „Die Freien Berufe haben im Allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt.“

Die Freien Berufe verstehen sich somit als wirtschaftliches, gesellschaftliches und politisches Schwergewicht. Sie sehen sich als Wachstumsmarke, Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber mit kontinuierlich wachsender Bedeutung. Ein Alleinstellungsmerkmal: die Gemeinwohlorientierung.

Der BFB macht sich dafür stark:

  • gegenüber Bund, Ländern und der Öffentlichkeit die Interessen der Freien Berufe zu vertreten und die Freien Berufe zu unterstützen;
  • die ethischen und ökonomischen Grundlagen der freien Berufsausübung zu sichern;
  • eine qualifizierte Aus-, Weiter- und Fortbildung in den Freien Berufen zu fördern;
  • den Einfluss der Freien Berufe in Staat und Gesellschaft zu stärken;
  • die Beziehungen der Freien Berufe untereinander zu pflegen;
  • zu verdeutlichen, dass die Freie Berufe letztlich Verbraucherschutz für die Bürger leisten.

"Sie verkörpern einen wichtigen Teil des Geistes der Sozialen Marktwirtschaft!"

Zum 60-jährigen Jubiläum am 4. März 2009 hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Festrede. Sie sagte "... Ob Sie als Ärzte, Anwälte, Architekten, als Schauspieler, Ingenieure oder in einem der vielen anderen Freien Berufe arbeiten, tätig sind und mit den Menschen in unserem Land in Kontakt sind - Sie verkörpern einen wichtigen Teil des Geistes der Sozialen Marktwirtschaft. Sie tragen ganz wesentlich dazu bei, dass diese ein Erfolgsmodell ist. Deshalb möchte ich Ihnen nicht einfach nur zum Geburtstag gratulieren, sondern ich möchte Ihnen, die Sie für die eine Million Freiberufler und ihre fast drei Millionen Beschäftigten stellvertretend hier sind, auch ein herzliches Dankeschön für das sagen, was Sie für den Aufbau dieser Republik getan haben. ... Ich möchte, dass Sie als Freiberufler nicht nur einen 60., sondern auch noch einen 100. Geburtstag feiern können."

Die Freien Berufe vertreten daher:

  • "Professionalität
    In unserer immer komplexeren Gesellschaft benötigen die Menschen zunehmend kompetente Unterstützung. Die hochqualifizierten Freiberufler helfen, beraten und vertreten neutral und fachlich unabhängig.
  • Gemeinwohlverpflichtung
    Die Sicherung der Gesundheitsvorsorge, der Rechtsordnung und der Kultur liegt im Interesse aller Bürger. Die der Allgemeinheit verpflichteten Freiberufler tragen dafür besondere Sorge.
  • Selbstkontrolle
    Patienten, Mandanten und Klienten erwarten persönliche Betreuung auf neuestem Kenntnisstand. Der hohe ethische Anspruch der Freiberufler und ihre strenge Selbstkontrolle garantieren gesicherte Qualität.
  • Eigenverantwortlichkeit
    Wer Verantwortung übernimmt, schafft Vertrauen und sichert Wachstum. Freiberufler sind mehrheitlich selbstständig tätig."
16989901690193169016716901681698991 1698992 1690169
preload image 1preload image 2preload image 3preload image 4preload image 5preload image 6preload image 7preload image 8preload image 9preload image 10preload image 11preload image 12preload image 13preload image 14preload image 15preload image 16preload image 17preload image 18preload image 19preload image 20preload image 21preload image 22preload image 23preload image 24preload image 25preload image 26preload image 27preload image 28preload image 29preload image 30preload image 31preload image 32preload image 33preload image 34preload image 35preload image 36preload image 37preload image 38preload image 39preload image 40preload image 41preload image 42preload image 43preload image 44preload image 45preload image 46preload image 47preload image 48preload image 49preload image 50preload image 51preload image 52preload image 53preload image 54preload image 55preload image 56preload image 57preload image 58preload image 59preload image 60preload image 61preload image 62preload Themeimage 0preload Themeimage 1preload Themeimage 2preload Themeimage 3preload Themeimage 4preload Themeimage 5preload Themeimage 6preload Themeimage 7preload Themeimage 8preload Themeimage 9preload Themeimage 10preload Themeimage 11preload Themeimage 12preload Themeimage 13preload Themeimage 14preload Themeimage 15preload Themeimage 16preload Themeimage 17preload Themeimage 18preload Themeimage 19preload Themeimage 20preload Themeimage 21preload Themeimage 22preload Themeimage 23preload Themeimage 24preload Themeimage 25preload Themeimage 26preload Themeimage 27preload Themeimage 28
Bitte bestätigen Sie
Nein
Ja
Information
Ok
loginform
Kommentarvorschau
Kommentarvorschau schliessen
Antwort abbrechen
Ihr Kommentar ist eine Antwort auf den folgenden Kommentar

Keine Kommentare