Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Ab 1. März sind Antigen-Schnelltests in Zahnarztpraxen möglich

Spahn weitet den Einsatz von Coronaschnelltests aus: Alle Bürger sollen kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können. Getestet werden kann in Testzentren, Apotheken, bei Ärzten und Zahnärzten.

„Sich impfen zu lassen ist ein Gebot der Vernunft, ansonsten riskiert man das Virus weiter zu verbreiten“, mahnte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf der heutigen Pressekonferenz im BMG. Er appelliert an die Bevölkerung, das Impfangebot anzunehmen. "Das sollten vor allem diejenigen, die wegen ihres Berufs mit dem Virus in Kontakt kommen." zm-Screenshot / AdobeStock_Aquir

„Ab März können wir jedem, der es möchte, kostenlos einen Antigen-Schnelltest anbieten“, gab Bundesgesundheitsminister Spahn auf der heutigen Pressekonferenz im Bundesgesundheitsministerium (BMG) bekannt. Aktuell sind deutlich mehr Schnelltests verfügbar als vor ein paar Wochen.

Update vom 22. Februar

Die Pläne sind zunächst verschoben: Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hatte am 22. Februar entschieden, die Änderung der Teststrategie erst bei den Gesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungsspitzen der Bundesländer zu thematisieren. Die Schaltkonferenz ist für den 3. März angesetzt.

Das BMG hat mit Herstellern von Antigen-Schnelltests bereits Verträge über die Lieferung von 50 bis 60 Millionen pro Monat abgeschlossen, teilte Spahn mit. Die finanziellen Mittel dafür stammen aus dem Bundeshaushalt. Laut Spahn belaufen sich die Kosten für 10 Millionen Schnelltests auf 180 Millionen Euro, wenn einer 18 Euro kostet. Im Gespräch ist auch die Eigenbeteiligung von einem Euro pro Test, was Spahn befürwortet.

Aus den BMG-Eckpunkten zur Erweiterung der Nationalen Teststrategie vom 16. Februar 2021:

"Die Nationale Teststrategie und die TestV werden so angepasst, dass ab dem 1. März 2021 jeder Bürger und jede Bürgerin in den Testzentren des öffentlichen Gesundheitsdienstes, bei vom öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragten Dritten – dies sind nach der Test-VO Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, ärztlich oder zahnärztlich geführte Einrichtungen, medizinische Labore oder Apotheken – oder in Arztpraxen sowie in den von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren kostenlos einen PoC-Antigen-Schnelltest durchführen lassen kann (analog der Regelung in § 6 Abs. 1 TestV). Ein positives Schnelltest-Ergebnis soll mit einem PCR-Test bestätigt werden."

Die Ärzte-, Apotheker- und Zahnärztekammern sind danach gehalten, entsprechende fachliche Empfehlungen für den Betrieb solcher Testzentren für ihre Mitglieder zu erarbeiten

"Die Vergütung erfolgt analog der in den §§ 7ff. TestV genannten Verfahren und Voraussetzungen und beträgt bis zu 9,- EUR (je nach Beschaffungskosten) für den Test und weitere 9,- EUR für die Testdurchführung samt Ausstellung eines Zeugnis."

Für die Durchführung können die Kommunen ihre Testzentren oder Apotheken mit Testangeboten beauftragen. Auf unsere Nachfrage bestätigte das BMG, dass auch kostenlose Schnelltests in Arztpraxen und bei Zahnärzten möglich sind. Spahn rät, auch hier vorher Termine zum Testen zu vereinbaren.

Auch Laien-Selbsttest sollen demnächst  für alle zugänglich sein

In den nächsten Wochen werden auch erste Laien-Selbsttests für alle zugänglich sein. Spahn rechnet mit ersten Zulassungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Anfang März. Auch hier befindet sich das BMG in ersten Verhandlungen mit Herstellern, um den Bedarf in Deutschland zu decken. Sie sollen dann auch online oder im Einzelhandel erhältlich sein.

Sobald Laien-Schnelltests in ausreichender Zahl verfügbar sind, sollen sie als Teil der Teststrategie der Länder vor allem in Kitas und Schulen zum Einsatz kommen, erklärte Spahn.  

Britische Virus-Mutation auf dem Vormarsch

Die ansteckendere britische Virusmutation B.1.1.7 breitet sich stark in Deutschland aus. Nach Auswertung der Testproben von den beiden letzten Wochen kam das Robert Koch-Institut (RKI) zu dem Ergebnis: 22 Prozent der untersuchten positiven Proben sind von der britischen Virusvariante betroffen. Vor zwei Wochen lag der Anteil noch bei sechs Prozent.

„Wir müssen davon ausgehen, dass die britische Variante auch bald bei uns die dominierende sein kann“, sagte Spahn heute. Ihr Anteil verdoppelt sich von Woche zu Woche. Wohingegen der Anteil der südafrikanischen Virusmutation nur bei 1,5 Prozent liegt, wie Spahn bekannt gab. Er warnt davor, dass diese Entwicklung bei den Lockerungsmaßnahmen berücksichtigt werden muss. Am kommenden Freitag werden RKI-Chef Lothar Wieler und er weitere Einschätzungen zur Coronalage abgeben.

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