Aktuelle Umfrage

Angestellte Zahnärztinnen verdienen bis zu einem Drittel weniger

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) haben angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte nach Gehalt und Arbeitszeit befragt. Ergebnis: Umsatzbeteiligungen sind wichtig – und Frauen verdienen deutlich weniger.

Angestellte Zahnmedizinerinnen verdienen nach wie vor weniger als ihre männlichen Kollegen. Allerdings verringert eine Umsatzbeteiligung diesen Unterschied von 33 auf 19 Prozent. AdobeStock_GTeam

Die Kombination von Fixgehalt und Umsatzbeteiligung führt in der Regel zu höheren Einnahmen: Angestellte Fachzahnärztinnen und Fachzahnärzte erhalten laut Umfrage ein durchschnittliches Festgehalt in Höhe von 82.000 Euro pro Jahr, wohingegen angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte durchschnittlich 60.000 Euro, und Vorbereitungsassistentinnen und Vorbereitungsassistenten im Durchschnitt 34.000 Euro an Festgehalt verdienen. Die Umfrage zeigt, dass rund 55 Prozent der in Vollzeit angestellten Befragten am selbst erwirtschafteten Umsatz beteiligt werden.

Die Beteiligung liegt zwischen 21 und 30 Prozent

Durch die Kombination von Fixgehalt und Umsatzbeteiligung steigt das Gehalt bei Fachzahnärztinnen und Fachzahnärzten auf durchschnittlich 103.000 Euro pro Jahr, bei Zahnärztinnen und Zahnärzten auf 78.000 Euro und beim Vorbereitungsassistentinnen und Vorbereitungsassistenten auf 52.000 Euro brutto jährlich. Wie hoch der Umfang der Beteiligung aussieht, muss in der Regel ausgehandelt werden. Laut Umfrage liegt die Beteiligung meist zwischen 21 und 30 Prozent.

Die Unterschiede zwischen Festgehalt und einer Kombination von Fixgehalt und Umsatzbeteiligung sind groß. | apoBank/zm

Die Umfrage zeigt auch, dass es auch je nach Arbeitsort Gehaltsunterschiede gibt. Dabei fallen Gehälter in Zahnarztpraxen im ländlichen Raum im Durchschnitt höher aus. Auf dem Land verdient ein Zahnarzt 82.000 Euro pro Jahr, in der Großstadt nur 68.000 Euro. Bei der Dimension der Umsatzbeteiligung liegt das Land allerdings nicht vor der Stadt: In der Großstadt verdienen Zahnärzte mit Umsatzbeteiligung knapp 30 Prozent mehr als Kollegen mit Festgehalt. Auf dem Land liegt die Differenz bei 16 Prozent.  

Das Gender-Pay-Gap ist bei Umsatzbeteiligung geringer

Nach wie vor besteht ein deutliches Lohngefälle bei angestellten Zahnmedizinerinnen und Zahnmedizinern zwischen den Geschlechtern. Frauen verdienen rund ein Viertel weniger als Männer. Eine angestellte Zahnärztin in Vollzeit verdient im Durchschnitt 61.000 Euro brutto im Jahr, während ihr männlicher Kollege 82.000 Euro erhält.   

Wie die Umfrage ergab, fallen die Gehaltsunterschiede beim Vergütungsmodell mit Umsatzbeteiligung geringer aus als bei einem reinen Festgehalt: einer Kombination aus Fixgehalt und Umsatzbeteiligung verdienen Zahnärztinnen durchschnittlich 19 Prozent weniger, bei einem reinen Festgehalt sind es 33 Prozent weniger. 

Insgesamt wurden 569 Zahnärzte in Form einer zufallsbasierten Online-Umfrage im Zeitraum 2019/2020 befragt. Hierbei wurde die apoBank durch den FVDZ sowie Doc Check Research unterstützt. Die Stichprobe erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität. Es nahmen vor allem Zahnärztinnen und Zahnärzte (77 Prozent), aber auch Vorbereitungsassistentinnen und Vorbereitungsassistenten (18 Prozent) und Fachzahnärztinnen und Fachzahnärzte (5 Prozent) teil. 59 Prozent der Befragten waren Männer, 41 Prozent Frauen. Das Durchschnittsalter betrug 37 Jahre.

Der Großteil der Befragten ist in einer Zahnarztpraxis tätig, nur 13 Prozent in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) und ein Prozent in einer Behörde. Der Großteil der Befragten arbeitet in einer Großstadt (43 Prozent), die übrigen sind in einer mittelgroßen Stadt (26 Prozent) oder Kleinstadt (21 Prozent). Die wenigsten arbeiten im ländlichen Raum (10 Prozent). 

Laut Statistischem Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) lag der Frauenanteil bei zahnärztlich tätigen Personen 2017 bei 45,1 Prozent. Das sind bereits 8,8 Prozent mehr als im Jahr 2000.

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