Aktueller RKI-Situationsbericht

Britische Mutation verursacht fast 90 Prozent der Neuinfektionen

Bei 88 Prozent der positiven Proben wurde inzwischen die britische Variante B.1.1.7 nachgewiesen. Das geht aus dem fünften Bericht des Robert Koch-Insitut (RKI) zur aktuellen Verbreitung der SARS-CoV-2-Varianten in Deutschland hervor.

Die britische Mutation B1.1.7 breitet sich immer schneller aus und bleibt nach RKI die häufigste SARS-CoV-2-Variante in Deutschland. Adobe Stock_ Andrea

Die Infektionszahlen steigen und mit ihnen der Anteil der Virusvariante B.1.1.7, der sogenannten Britischen Mutation. So beliefen sich laut RKI-Bericht die per PCR-Test bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen mit dieser Mutante auf 45.601 Fälle in der vergangenen Woche. Das sind 88 Prozent unter den Neuinfektionen. Im Vergleich zur Lage vor einem Monat hat sich die Zahl damit verdoppelt. Am 3. März wurden in 46 Prozent der Proben die Mutation nachgewiesen.

B.1.1.7 ist mittlerweile die häufigste Variante in Deutschland

Somit ist die Variante B.1.1.7 mittlerweile die dominierende SARS-CoV-2-Variante in Deutschland. Ihre Verbreitung sei besorgniserregend, so das RKI, da sie „nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten.“ Die Analyse der 7-Tage-Inzidenzen der letzten Wochen zeigen einen exponentiell ansteigenden Trend seit der zweiten Kalenderwoche, zeigen die Genomsequenzdaten. Das Institut rechnet insgesamt nicht mit einer Abschwächung des Anstiegs und warnt vor weiter steigenden Neuinfektionen. In dem Zusammenhang geraten auch die Kliniken immer weiter an die Belastungsgrenze.

Die beiden anderen Virusvarianten sind laut RKI-Situationsbericht derzeit in Deutschland deutlich weniger aufgetreten. Die südafrikanische Variante B.1.351 sei in 0,8 Prozent der positiven Proben nachgewiesen worden, die brasilianische Variante P.1 sogar nur in 0,1 Prozent. Jeder der zugelassenen Impfstoffe schütze bisherigen Erkenntnissen nach aber „sehr gut“ vor der Mutation.

Schnelltests haben keinen Einfluss auf höhere Infektionszahlen

In der letzten Woche fanden 1,40 Millionen PCR-Tests statt, in der Vorwoche waren es 1,35 Millionen. Die Rate der positiven Tests stieg in den beiden letzten Wochen von 7,91 auf 9,33 Prozent und ist damit im Verhältnis wesentlich schneller als die Testzahlen.

Die rasant ansteigende Anzahl von Neuinfektionen lasse sich laut RKI nicht sonderlich auf Schnelltests zurückzuführen: Es gäbe „keine Verzerrung der Anzahl PCR-positiver Testergebnisse durch eine übergroße oder stark ansteigende Anzahl von positiven Antigentests nachweisen“, heißt es im aktuellen Situationsbericht vom 31. März.

Seitdem die wöchentlichen kostenlosen Schnelltests in zehnten Kalenderwoche eingeführt worden sind, ging dem RKI zufolge bei 4,4 Prozent der PCR-Tests, die durch ein Labor bestätigt wurden, ein positiver Schnelltest voraus. Dieser Anteil stieg in der Folgewoche leicht auf 5,5 Prozent und lag zuletzt bei 6 Prozent.  Die Zahl der positiven Tests sei jedoch in jeder der beiden Wochen um über 20.000 gestiegen.

Wieder mehr Neuinfektionen

Innerhalb von 24 Stunden wurden dem RKI 24.300 Neuinfektionen gemeldet, vor einer Woche lag die Zahl bei 22.657 Fällen. Das sind 1.600 Neuinfektionen mehr im Vergleich zur Vorwoche sind. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 134,2 angestiegen. Außerdem wurden dem RKI innerhalb der letzte 24 Stunden 201 neue Todesfälle gemeldet, letzten Mittwoch waren es 228 Todesfälle.

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