foodwatch watscht Klöckners Strategie ab

"Eine Kapitulationserklärung vor den Interessen der Ernährungsindustrie"

Die Strategie für weniger Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner ist laut foodwatch "eine Kapitulationserklärung vor den Interessen der Ernährungsindustrie".

"Frau Klöckner bittet die Hersteller freundlich, ein bisschen weniger Zucker in ihre Produkte zu kippen - und überlässt es den Unternehmen, ob sie mitmachen oder nicht", rügt foodwatch. "Bei der Lebensmittel-Lobby werden heute die Sektkorken knallen, denn unter Bundesernährungsministerin Klöckner haben Sie nichts zu befürchten." Adobe Stock_volff

Erklärtes Ziel ihrer "Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten" ist laut Klöckner, "eine gesunde Lebensweise zu fördern" und "den Anteil der Übergewichtigen und Adipösen in der Bevölkerung zu senken".

Klöckners "Strategie" bleibe meilenweit hinter den seit Jahren erhobenen Forderungen und Empfehlungen der medizinischen Fachwelt zur Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas zurück, kritisiert hingegen foodwatch. "Statt die Industrie in die Pflicht zu nehmen, setzt Frau Klöckner ihren Kuschelkurs mit der Lebensmittelwirtschaft fort", erklärt Oliver Huizinga, Leiter Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherorganisation.

"Bei der Lebensmittel-Lobby werden heute die Sektkorken knallen!"

"Andere Länder machen Ernst im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit und führen Ampelkennzeichnungen ein, beschränken die Werbung an Kinder oder besteuern überzuckerte Limonaden", führt Huizinga weiter aus. "Frau Klöckner bittet die Hersteller freundlich, ein bisschen weniger Zucker in ihre Produkte zu kippen - und überlässt es den Unternehmen, ob sie mitmachen oder nicht. Bei der Lebensmittel-Lobby werden heute die Sektkorken knallen, denn unter Bundesernährungsministerin Klöckner haben Sie nichts zu befürchten."

Schon seit Jahren forderten medizinische Fachgesellschaften und auch die Weltgesundheitsorganisation wirksame politische Maßnahmen ein, erinnert foodwatch: "Noch im Mai dieses Jahres hatte ein breites Bündnis aus Fachorganisationen und mehr als 2.000 Ärztinnen und Ärzten in einem Offenen Brief von der Bundesregierung die Einführung einer Ampelkennzeichnung, gesetzliche Beschränkungen der an Kinder gerichteten Werbung oder auch die Einführung einer Limo-Steuer nach dem Vorbild Großbritanniens gefordert.

"All dies findet sich in Frau Klöckners Papier nicht wieder!"

"All dies findet sich in Frau Klöckners Papier nicht wieder", heißt es seitens foodwatch. Stattdessen setze das Ministerium auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der Ernährungsbranche. "Dies ist aus Sicht von foodwatch eine Kapitulationserklärung vor den Interessen der Ernährungsindustrie."

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Nach Großbritannien und Frankreich führt auch Belgien eine Nährwert-Ampel für Lebensmittel ein - jetzt müsse auch Deutschland endlich nachziehen, statt weiter auf die Industrie zu setzen, fordert foodwatch.

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