Verband medizinischer Fachberufe

Neuer Protesttag von ZFA und MFA am 7. September in Berlin

Am 7. September plant der Verband medizinischer Fachberufe (VmF) einen Protesttag am Brandenburger Tor. Die Forderungen der Beschäftigten: mehr Gehalt, mehr Wertschätzung und eine Anerkennung ihrer Leistungen.

Die Protestaktion geht in die nächste Runde. Seit Beginn des Jahres organisiert der VmF die Termine vor dem Brandenburger Tor. Ihre Unterstützung haben die Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ), der Hartmannbund, die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung Berlin für September zugesagt. VmF

Der VmF nimmt seine Protestaktionen am Brandenburger Tor wieder auf. Ziel ist es, die Öffentlichkeit und die Politik auf die Lage der Medizinischen Fachangestellten (MFA) und Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) im ambulanten Bereich aufmerksam zu machen.

Die Forderungen: Mehr Gehalt durch eine vollumfängliche und zeitnahe Gegenfinanzierung der Tariflöhne, aktuelle Gebührenordnungen, in denen die Leistungen der MFA und ZFA stärker abgebildet werden, eine höhere Wertschätzung, eine angemessene Anerkennung ihrer Leistungen in der Patientenversorgung und eine Gesundheitspolitik, die zur Stressprävention beiträgt.

Rund 37 Prozent der ZFA erhalten keinen Mindestlohn

Der Verband ruft MFA und ZFA dazu auf, die Aktion vor Ort aktiv zu unterstützen oder regional zur gleichen Zeit Aktionen ins Leben zu rufen. Nichts habe sich bei den Arbeitsbedingen der Gesundheitsberufe und Pflegekräfte bisher verbessert, kritisiert VmF-Präsidentin Hannelore König.

Im Gegenteil: Mit dem neuen GKV-Finanzstabilisierungsgesetz müsse man davon ausgehen, dass für die Personalkosten in den niedergelassenen Arzt- und Zahnarztpraxen noch weniger Geld zur Verfügung stehe als bisher. Budgets würden erneut gefordert und die Gesetzliche Krankenversicherung biete aktuell eine Nullrunde. Bei den gegenwärtigen Preisentwicklungen sei es für MFA und ZFA schwierig, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Bundeszahnärztekammer, Bundesärztekammer, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und der Verband medizinischer Fachberufe fordern die staatliche Anerkennung für alle Fachangestellten in den Praxen.

Schon jetzt erhielten rund 37 Prozent der ZFA und 25 Prozent der MFA weniger als 12 Euro Bruttostundenlohn, so König. „Es ist ein Unding, dass verwaltende Tätigkeiten im Gesundheitswesen wesentlich besser bezahlt werden als solche, die unmittelbar Verantwortung für die Gesundheit von Patientinnen und Patienten tragen“, so die Präsidentin. „So liegt das mittlere Bruttogehalt laut Entgeltatlas der Agentur für Arbeit im Jahr 2021 im Beruf Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen bei 3.399 Euro und bei Sozialversicherungsfachangestellten bei 4.212 Euro. Für MFA werden hingegen nur 2.655 und für ZFA 2.269 Euro angegeben.“

Stress durch Bürokratie und Anspruchsdenken von Patienten

Hinzu komme, dass die Stressbelastung für MFA und ZFA, bedingt durch die weiter zunehmende Bürokratie, einen enormen Fachkräfteengpass und gesteigertes Anspruchsverhalten mancher Patienten inzwischen ein Ausmaß erreicht habe, das immer mehr Berufsangehörige in die Flucht aus dem Beruf treibe, erklärt König weiter. „Diesen Teufelskreis will die Politik nicht erkennen. Vielmehr glaubt sie, vor allem im ambulanten Gesundheitswesen sparen zu können.“

König erinnert daran, dass in Deutschland mehr als 421.000 MFA und mehr als 214.000 ZFA ihren Beitrag zur ambulanten ärztlichen und zahnärztlichen Versorgung leisten. Bereits jetzt müssen Ärzte und Zahnärzte ihre Leistungen einschränken, weil ihnen nicht mehr ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stünden.

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