Kassenärztliche Bundesvereinigung

Reform des Facharzt-EBM wird erneut verschoben

Der überarbeitete einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) kommt nicht wie geplant zum 1. Januar 2020. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Krankenkassen erzielten keinen Konsens – die Reform werde somit nochmals um drei Monate verschoben, meldet die KBV.

Der Bewertungsausschuss hatte Dienstag einen neuen Zeitplan aufgestellt. Der weiter­entwickelte EBM soll danach zum 1. April 2020 in Kraft treten. Adobe Stock_nateejindakum

Der Bewertungsausschuss stellte am Dienstag einen neuen Zeitplan auf, wonach der weiterentwickelte EBM zum 1. April 2020 in Kraft treten soll. Die Beschlussfassung ist für Dezember geplant. Zudem wurde der Erweiterte Bewertungsausschuss (EBA) eingeschaltet, der jetzt in den strittigen Punkten zwischen den Verhandlungspartnern vermitteln soll.

Nachdem der Termin für den Start der EBM-Reform bereits mehrmals verschoben werden musste, sollte der überarbeitete EBM eigentlich noch im September beschlossen werden. KBV und GKV-Spitzenverband hatten dazu im August jeweils einen Beschlussantrag vorgelegt. Doch laut KBV liegen die Positionen beider Seiten teilweise weit auseinander, so dass weitere Beratungen und Berechnungen nötig sind.

Punktzahlen sollen angepasst werden

Im Fokus der Reform steht die Bewertung der ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen im EBM, die an die aktuelle Kostenstruktur der einzelnen Arztgruppen angepasst werden soll. Auch das für die Punktzahlbewertungen notwendige kalkulatorische Arztgehalt soll weiterentwickelt werden. Darüber hinaus werden die Zeiten, die Ärzte im Schnitt für eine Behandlung oder Untersuchung benötigen und die ebenfalls in die Leistungsbewertung einfließen, neu festgelegt.

Laut KBV soll die EBM-Reform nicht zu größeren Umverteilungen von Geldern zwischen den Arztgruppen führen. Sie erwarte zudem, dass die Krankenkassen für die neue Bewertung des ärztlichen Leistungsanteils zusätzliche Finanzmittel bereitstellen.

2012 hatten KBV und GKV-Spitzenverband vereinbart, den EBM weiterzuentwickeln, da die Leistungen letztmals im Jahr 2005 basierend auf Daten der 90er Jahre kalkuliert wurden. Außerdem hatte der Gesetzgeber die Verhandlungspartner aufgefordert, die Bewertung von Leistungen mit einem hohen Technikanteil abzusenken und dafür die sprechende Medizin zu fördern.

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