Analoge Standards für Medizin und Zahnmedizin gefordert

Zahnärzte nehmen Stellung zur Approbationsordnung der Mediziner

Eine Synchronisierung der ersten beiden Studienabschnitte von Zahnmedizin und Medizin ist problemlos möglich, meinen die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK) und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) zum Referentenentwurf für eine Änderung der Approbationsordnung für Ärzte.

Eine Synchronisierung des ersten Abschnittes der beiden Studiengänge lässt sich aus Sicht der drei Organisationen einfach und ohne grundsätzliche Änderungen am Referentenentwurf umsetzen. Adobe Stock_sharaku1216

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK) und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) haben zum Referentenentwurf für eine Änderung der Approbationsordnung für Ärzte und Ärztinnen Stellung bezogen.

Die Zahnmedizin als Primärversorger

Eine Synchronisierung des ersten Abschnitts der beiden Studiengänge lässt sich aus Sicht der drei Organisationen einfach und ohne grundsätzliche Änderungen am Referentenentwurf umsetzen. Es müsse nur der schriftliche Teil des Ersten Abschnittes der Ärztlichen Prüfung nach dem 4. Fachsemester festgesetzt werden.

Der Referentenentwurf zur ÄApprO werde von der Stärkung der allgemeinmedizinischen Versorgung geprägt, führen die drei Organisationen an. Ihr Vorschlag: Analog dazu sollte die Rolle der Zahnmedizin für die Mundgesundheit beziehungsweise für die Orale Medizin als Primärversorger gewertet werden. Deshalb sollten die Standards in beiden Fächer nahezu identisch sein.

Bereits im vorliegenden Referentenentwurf zur ärztlichen Approbationsordnung und der vor Kurzem erfolgten ersten Novellierung der Zahnärztlichen Approbationsordnung (ZÄApprO) finden sich identische Lehrveranstaltungsstrukturen, argumentieren BZÄK, VHZMK und DGZMK weiter. Das beziehe sich auf fächerübergreifendes, problemorientiertes und in Modulen organisiertes Lernen. Auch die Ausbildung in Erster Hilfe, ein Pflegpraktikum, ein Wahlfach und ein Vertiefungsfach gehörten dazu.

Unterschiede könnten durch Kompetenzlevel abgebildet werden

Für eine einheitliche schriftliche ärztlich-zahnärztliche Prüfung im ersten Abschnitt der Ausbildung müssten einige wenige Bereiche des ersten Abschnitts des Nationalen kompetenzbasierten Lernzielkataloges Zahnmedizin (NKLZ) und Medizin (NKLM) synchronisiert werden. Die Unterschiede zwischen Medizin und Zahnmedizin könnten durch Kompetenzlevel fachbezogen abgebildet werden. Diese Aufgabe könne problemlos in die geplante Weiterentwicklung des integriert werden, so die drei Organisationen.

Zum Referentenentwurf

Im Dezember hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) einen Referentenentwurf einer Verordnung zur Neuregelung der ärztlichen Ausbildung vorgelegt. Er enthält Vorschläge für eine geänderte Approbationsordnung für Ärzte und Ärztinnen (ÄApprO), mit denen insbesondere die Vorgaben des „Masterplans Medizinstudium 2020“ umgesetzt werden sollen.

Der Referentenentwurf sieht zum Verhältnis des Medizinstudiums zum Zahnmedizinstudium Folgendes vor: Um den Universitäten die Angleichung der beiden Studiengänge zu ermöglichen, ist eine Innovationsklausel aufgenommen worden. Damit wird die Möglichkeit eröffnet, parallele Lehrveranstaltungen zunächst modellhaft zu testen, bevor dies regelhaft festgelegt wird. Eine entsprechende Regelung soll in die Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen aufgenommen werden.

Demzufolge enthält der Referentenentwurf keine Regelungen zur parallelen Angleichung der Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen. Die bisherigen Überlegungen, die Studiengänge der Medizin und der Zahnheilkunde in der Vorklinik, in der aktuell in den ersten vier Semestern Grundlagenwissen vermittelt wird, anzugleichen, um parallele Lehrveranstaltungen zu ermöglichen, wurden nicht aufgegriffen, da die neue ÄApprO die Vorklinik nach bisherigem Muster nicht mehr vorsieht.

Bis zum 15. Januar waren Verbände und Institutionen zur Stellungnahme aufgerufen. Eine mündliche Anhörung (online) ist für den 18. Februar vorgesehen. 

Künftige Medizinerausbildung: Mehr Praxisnähe und mehr Allgemeinmedizin

Der Referentenentwurf sieht vor, die Medizinerausbildung künftig kompetenzorientiert auszurichten. Hierzu soll der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin (NKLM) in der Approba-tionsordnung verbindlich verankert werden. Die Ausbildung soll praxisnaher gestaltet werden, deswegen sollen klinische und theoretische Inhalte vom ersten Semester an und bis zum Ende der Ausbildung miteinander verknüpft und Lehrpraxen verstärkt in die ärztliche Ausbildung einbezogen werden.

Ergänzend sollen die ärztlichen Prüfungen praxisnah ausgestaltet werden, auch durch Einführung neuer Prüfungsformate. Auch Patientensicherheit und das Öffentliche Gesundheitswesen sollen verstärkt integriert werden. Die Allgemeinmedizin soll eine größere Rolle spielen durch verpflichtende Vorgaben, die vertragsärztliche Versorgung verstärkt im Praktischen Jahr (PJ) und in Prüfungen abzubilden.

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