Forsa-Umfrage

Ärzte und Apotheker unterschätzen das Cyberrisiko

Viele Ärzte und Apotheker unterschätzten das individuelle Risiko einer Cyberattacke fahrlässig - dafür überschätzen sie die Qualität ihrer IT-Sicherheit. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Die Forsa-­Umfrage des GDV zeigt: Viele Ärzte und Apotheker haben Lücken in ihrer IT-­Sicherheit. Adobe Stock_Nmedia

Kaum ein Wirtschaftssektor hantiert mit so sensiblen Informationen wie das Gesundheitswesen, stellt der GDV fest.  Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst demzufolge der Druck auf Ärzte, Apotheken und Kliniken, die Daten ausreichend vor Hackerangriffen zu schützen.

Im Auftrag des GDV hat Forsa die Internet­sicherheit zuständigen Mitarbeiter von 200 Arztpraxen und 100 Apo­theken repräsentativ befragt. Die Interviews fanden zwischen dem 11. Juni und dem 6. Juli 2018 statt.

Um der Qualität der IT-Sicherheit auf den Grund zu gehen, hat der GDV die für die Internetsicherheit zuständigen Mitarbeiter von 200 Arztpraxen und 100 Apotheken über das Thema befragt.

Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Jeder zweite Arzt und Apotheker denkt, seine Praxis beziehungsweise Apotheke wäre zu klein, um in den Fokus von Cyberkriminellen zu geraten.
  • Nicht mal ein Viertel der Ärzte hält das eigene Risiko, Opfer eines Hackerangriffs zu werden, für eher beziehungsweise sehr hoch. Die große Mehrheit sieht eine eher oder sehr geringe Gefahr, dass Hacker bei ihnen zuschlagen.
  • Viele wiegen sich in der falscher Sicherheit, gar nicht zum möglichen Opferkreis zu gehören, weil sie annehmen, die eigenen Daten seien nicht interessant genug oder die eigene Praxis sei nicht groß genug, um in den Fokus von Hackern zu kommen.
  • 78 Prozent der Arztpraxen und 97 Prozent der Apotheken wären ohne funktionierende IT-Systeme deutlich eingeschränkt.
  • 77 Prozent der Ärzte meinen, sie wären ausreichend gegen Cyberkriminalität geschützt.
  • Immerhin glauben 44 Prozent der Ärzte, dass das allgemeine Risiko von Praxen, Opfer eines Cyberangriffs zu werden, sei eher respektive sehr hoch.
  • Jeder fünfte Arzt will in den kommenden zwei Jahren in IT-Sicherheit investieren. Für jeweils 36 Prozent der Ärzte ist eine Investition zumindest wahrscheinlich. Doch jeweils jeder dritte niedergelassene Mediziner will bestimmt nicht oder eher nicht weitere Schutzmaßnahmen gegen Cyberkriminalität ergreifen.
  • Insgesamt 10 von 25 getesteten Arztpraxensind  auf einen Ausfall der IT-Systeme nicht vorbereitet.
  • So gut wie keine Praxis oder Apotheke ist bei der E-Mail-Verschlüsselung auf dem neuesten Stand der Technik.

Den meisten niedergelassenen Ärzten und Apothekern ist bewusst, wie sehr ihre Arbeit mittlerweile von funktionierenden Computersystemen abhängig ist. Doch das Risiko, selbst einmal Opfer eines Cyberangriffs zu werden, verdrängen viele - es trifft ja immer nur die anderen.

Unter www.gdv.de/cybercheck bietet der GDV auf seiner Internetseite einen Cyber-Sicherheitscheck an.

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Thomas Weber
Merkwürdig: Die, die das Cyberrisiko nicht unterschätzen und deshalb ganz bewußt eine "Offline Praxis" betreiben, sollen jetzt zwangsweise und unter gesetzlichem Sanktionsdruck eines Honorarabzuges und der zusätzlichen Drohung mit disziplinarischen
mehr anzeigen ...
Maßnahmen an das Internet gezwungen werden.
Das soll noch einer verstehen. Die sicherste Firewall ist doch wohl, bei entsprechender "Datenhygiene" im Intranet, die berühmte Handbreit Luft zwischen dem PVS und dem Router.

Vor 6 Monaten 4 Wochen
1557164619
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