„Start-up Praxis“ auf dem Berliner Zahnärztetag

Boss oder Teamplayer: Wer bin ich?

Was für ein Unternehmertyp sind Sie? Die Berliner Zahnärztekammer präsentierte im Workshop „Start-up Praxis“ auf ihrem Zahnärztetag Wissenswertes aus Finanzen, Recht und Betriebswirtschaft für junge ZahnärztInnen.

Kammerpräsident Dr. Karsten Heegewaldt und Vizepräsident Dr. Michael Dreyer begrüßten die Workshop-Gruppe auf dem Berliner Zahnärztetag in der Career-Lounge und versprachen: „Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite! Melden Sie sich jederzeit bei uns und wir finden immer eine Möglichkeit Ihnen zu helfen, sei es mit einer Adresse oder einer Beratung.“

Zusammen mit der Deutschen Bank hat die Kammer eine Workshop-Reihe speziell für junge ZahnärztInnen und ihre ersten Schritte nach der Approbation gestartet. In einem Mentorenprogramm können junge NachwuchszahnärztInnen ihre älteren Kollegen zur Niederlassung befragen und hier erste Einschätzungen erhalten - mit der Zahnärztekammer als Vermittler. Denn von der Planung über die Finanzierung bis zur Praxisübernahme oder Gründung in der passenden Immobilie ist der Schritt ins Berufsleben gesäumt von vielen wesentlichen Entscheidungen.

 

Was bewegt den Gründernachwuchs? Fragen rund um die ersten Schritte nach dem Studium werden im Workshop geklärt | ZÄK Berlin/Jens Jeske

Welcher Typ Unternehmer bin ich?

Am Anfang steht für junge ZahnärztInnen die Frage, wie sie sich selbst einschätzen – Teamplayer oder Einzelkämpfer, durcharbeiten oder Work-Life-Balance halten? Hans-Peter Herz vom Heilberufezentrum der Deutschen Bank in Berlin erklärte die Formen der Selbstständigkeit – samt ihren Vor- und Nachteilen. Dabei betonte er, wie wichtig die Alleinstellungsmerkmale einer Praxis sein können, angefangen mit dem Standort. Und auch die persönlichen Voraussetzungen, von der kaufmännischen Qualifikation über die psychische und physische Belastbarkeit bis hin zur Durchsetzungsfähigkeit und Unterstützung durch andere, präsentierte Herz als Fahrplan und teilte eine strukturierte Checkliste aus.

Formen der Selbstständigkeit - Pro & Contra

Gründung einer Einzelpraxis:
+ eigene Gestaltungsfreiheit, schnelle Entscheidungen
- alleiniges Risiko, höhere Einkommensunsicherheit

Praxisübernahme:
+ vorhandener Patientenstamm, eingearbeitet Mitarbeiter
- Mitübernahme alter Probleme, Risiken aus langfristigen Verpflichtungen

Kauf eines Gesellschaftsanteils:
+ höhere Planungssicherheit, Praxisaufgaben nach Präferenz aufgeteilen
- Abhängigkeit von Partnern, Entscheidungen müssen gemeinsam getroffen werden

Gründung mit einem Partner/mehreren Partnern:
+ Verteilte Risiken und Aufgaben, Chancen durch unterschiedliche Stärken
- Kompromisse eingehen, Mischung der beruflichen und privaten Verhältnisse

Beteiligung an einer bestehenden Praxis:
+ Risikoteilung, etablierte Abläufe, Kosten und Umsätze einsehbar
- Gemeinsames Verständnis von Praxiskonzept/-strategie, Regelung der Gewinnverteilung

Weil ZahnärztInnen heute mehr sind als „nur“ Mediziner, nämlich auch Manager, Arbeitgeber, Praxisinhaber und nicht zuletzt auch Wettbewerber, gibt es auch immer mehr Faktoren zu beachten für die Selbstständigkeit.

Schau Dir deinen Vorgänger an!

... und leite ab, was dieser gut und was weniger erfolgreich in seiner Praxis gemacht hat, rät Herz. Wie alt ist der Kollege oder allgemein die Kollegen im Ärztehaus? Wie viel Arbeitspensum gab es und wie ist der Standort? Diese Aspekte sind laut Herz wichtig, um den Kaufpreis der Praxis einzuordnen.

 

Fachanwalt Martin Wolter klärte arbeitsrechtliche Fragen für gründende, niedergelassene und angestellte JungzahnärztInnen.| ZÄK Berlin/Jens Jeske

Mit einem Quiz zu Irrtümern und Fakten im Arbeitsrecht stieg Martin Wolter, Fachanwalt für Arbeitsrecht, in den Workshop ein: Darf man Überstunden verweigern? Darf der Chef die Mitarbeiter am Arbeitsplatz überwachen? Ist man versichert, wenn man trotz Krankschreibung arbeitet und gibt es Hitzefrei? Da gab es Klärungsbedarf und weil in Sachen Arbeitsrecht viel "gesundes Halbwissen" kursiert, erscheint in der nächsten zm (Ausgabe 7/2020) ein Fragebogen mit Hintergrundinfos und Fakten zu den wichtigsten Aspekten.

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