Niederlassungsquoten 2019

Existenzgründung bei Ärzten und Zahnärzten im Vergleich

Im Durchschnitt haben Hausärzte 160.000 Euro für die Übernahme einer Einzelpraxis gezahlt, Zahnärzte sogar 410.000 Euro. Zum ersten Mal gründen mehr Zahnärztinnen als Zahnärzte.

Mehr Ärztinnen und und zum ersten Mal auch mehr Zahnärztinnen haben sich 2019 niedergelassen. Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen bevorzugen sie die Gründung einer Einzelpraxis. adobestock_LIGHTFIELD STUDIOS

Nachdem im Dezember letzten Jahres die Analyse vom Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) über die Investitionen bei zahnärztlichen Existenzgründungen 2019 erschien, liegen nun auch die Ergebnisse einer vergleichbaren Datenerhebung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und der apoBank für die Jahre 2018 und 2019 bei den Humanmedizinern vor.

Danach wählten Ärztinnen (64 Prozent) im Vergleich zu Ärzten (55 Prozent) häufiger die Einzelpraxis als Niederlassungsform. Bei den Zahnärzten ließen sich 2019 zum ersten Mal mehr Frauen (51 Prozent) als Männer (49 Prozent) - ebenfalls in einer Einzelpraxis - nieder. Die Übernahme einer Einzelpraxis bleibt bei Zahnärzten und Ärzten die häufigste Form der Selbstständigkeit.

Praxisübernahmen sind am beliebtesten

Bei Ärzten (55 Prozent) und Zahnärzten (67 Prozent) ist die Übernahme einer bestehenden Praxis nach wie vor die beliebteste Variante, um sich niederzulassen.

Hausärzte investieren ungefähr 160.000 Euro für die Übernahme einer Einzelpraxis, während Zahnärzte mit 410.000 Euro deutlich mehr zahlen. Der Durchschnittspreis für den Kauf einer Einzelpraxis bei Ärzten liegt bei circa 102.000 Euro. Hinzu kommen 57.000 Euro für Investitionen in medizinisch-technische Geräte, IT sowie Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen.

Mit einem Investitionsvolumen von 105.000 Euro ist die Überführung einer Einzelpraxis in die Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) für Ärzte die günstigste Möglichkeit. Auch Zahnärzte entscheiden sich lieber für die Übernahme einer bereits vorhandenen Praxis. Mit durchschnittlich 341.000 Euro ist die Übernahme einer BAG ebenfalls die günstigste Variante.

Dahingegen ist die Neugründung einer Einzelpraxis für Ärzte mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 178.000 Euro und für Zahnärzte sogar in Höhe von 557.000 Euro am teuersten.

Eine große Spreizung bei den Kaufpreisen

Daniel Zehnich, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik der apoBank, sieht in dieser langjährigen Entwicklung eine große Spreizung bei den Kaufpreisen: Für Hausarztpraxen werden Preise bis zu einer halben Million gezahlt. Es kommt auch vor, dass sie verschenkt oder für einen symbolischen Preis übergeben werden. Bei Zahnärzten sieht es ähnlich aus, auch sie geben für die Übernahme einer Einzelpraxis mehr als eine halbe Million Euro aus.   

Mögliche Ursachen der Kostensteigerung für die Praxisausstattung von Ärzten liegen laut Zehnich nicht nur in der allgemeinen Teuerungsrate begründet, sondern auch in der zunehmenden Digitalisierung, fortschreitende Technologie in der Medizintechnik oder den innovativen Materialien. Viele Existenzgründer sind bereit, mehr Geld zu zahlen. 

Frauen starten gerne kleiner

Immer mehr Ärztinnen und zum ersten Mal auch mehr Zahnärztinnen gründeten 2019 eine eigene Existenz. Bundesweit liegt der Anteil für Ärztinnen bei rund 60 Prozent, bei Zahnärztinnen sind es 51 Prozent.

Ärztinnen (64 Prozent) wählen häufiger die Einzelpraxis als Niederlassungsform im Vergleich zu Ärzten (55 Prozent). Auch haben 2019 mehr Zahnärztinnen (51 Prozent) als Zahnärzte (49 Prozent) eine eigene Existenz gegründet und sich für eine Einzelpraxis entschieden.

Ärztinen starten gerne allein und mit kleinen Praxen, so Zehnich. So kann man auch mit bis zu drei angestellten Ärzten arbeiten. Durch die Arbeitsteilung besteht die Möglichkeit, die Zeit für Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren, erklärt Zehnich weiter. Auch Zahnärztinnen entscheiden sich lieber für eine kleinere Praxis, um mehr individuellen Freiraum zu haben und die finanziellen Verpflichtungen überschaubarer zu halten.        

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