Forscherteam aus Witten/Herdecke

DZZ-Jahresbestpreis 2018 für Laborstudie zum Randspaltverhalten moderner Füllungsmaterialien

Dr. Sven Schreiber, Prof. Mozhgan Bizhang und Prof. Stefan Zimmer von der Uni Witten/Herdecke erhalten den DZZ-Jahresbestpreis 2018 für eine Laborstudie zum Randspaltverhalten moderner Füllungsmaterialien.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Stefan Zimmer, Dr. Sven Schreiber und Prof. Dr. Mozhgan Bizhang U/WH

Langlebige Versorgungen erfordern eine gute Randqualität. Die von der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift (DZZ) prämierte In-vitro-Studie untersuchte die marginale Randintegrität chairside gefertigter Versorgungen mithilfe einer visuell-taktilen Methodik.

Material und Methoden

In 60 extrahierte kariesfreie menschliche Molaren wurden standardisierte Klasse-II MOD-Kavitäten mit approximalen Kästen jeweils 1,5 mm unterhalb der Schmelzzementgrenze präpariert. Diese wurden in modifizierte Phantommodelle (KaVo, Biberach an der Riß, Deutschland) platziert und mit menschlichen, unversehrten Nachbarzähnen versehen. Die Proben wurden randomisiert 3 Gruppen (n = 20/Gruppe) zugeordnet.

Die Kavitäten in Gruppe I wurden mit indirekten Kompositinlays (GrandioSO, VOCO, Cuxhaven, Deutschland), welche extraoral auf einem Silikon-Modell (Die silicone, VOCO, Cuxhaven, Deutschland) hergestellt wurden, restauriert. Die Kavitäten in Gruppe II wurden mit CAD/CAM (CEREC 3D, Sirona, Wals, Österreich) Keramikinlays (IPS Empress CAD, Ivoclar Vivadent, Schaan, Lichtenstein) und die Kavitäten der Gruppe III mit inkrementell geschichteten direkten Kompositfüllungen (GrandioSO) versorgt. Die Inlays wurden mit einem dualhärtenden Befestigungskomposit (BiFix QM, VOCO, Cuxhaven, Deutschland) eingesetzt.

Nach Ausarbeitung und Politur wurde der zervikale Rand visuell-taktil mithilfe einer zahnärztlichen Sonde (DA458R, Aesculap, Tuttlingen, Deutschland) untersucht und nach folgendem Schema bewertet: Marginal Quality 1 (MQ1): perfekter Rand (Score 0), MQ2: Über-/Unterschuss < 1/3 der Randlänge (Score 1), MQ3: Über-/Unterschuss < 2/3 der Randlänge (Score 2), MQ4: Über-/Unterschuss > 2/3 der Randlänge (Score 3), MQ5: kompletter Über-/Unterschuss (Score 4). Die statistische Analyse erfolgte mit dem Mann-Whitney-U-Test (p ≤ 0,05).

Ergebnisse

Der Gesamt-Score (MQ1 bis MQ5; Median, 1. und 3. Quartil) für alle Auswertungsbereiche in Gruppe I betrug 19,5 (14,5–24,0) in Gruppe II 11,5 (8,3–16,0) und in Gruppe III 12,0 (6,3–16,0). Die Ergebnisse für Gruppe I waren statistisch signifikant schlechter als für Gruppe II und III (p ≤ 0,05), zwischen Gruppe II und III bestand kein signifikanter Unterschied.

Schlussfolgerung

Unter Berücksichtigung der Limitationen dieser Studie deuten die Ergebnisse auf eine bessere zervikale Randbeschaffenheit der CAD/CAM Inlays und der direkten Kompositfüllungen im Vergleich zu den indirekten Kompositinlays nach Eingliederung hin. Die aus der vorliegenden Studie gewonnenen Erkenntnisse können für Hersteller hilfreich sein, ihre Systeme zur Anfertigung von indirekten Kompositrestaurationen zu verbessern. Gleichzeitig wird der Praktiker auf mögliche Schwachstellen solcher Systeme aufmerksam gemacht und kann diese bei zukünftiger Indikationsstellung stärker berücksichtigen (Dtsch Zahnärztl Z 2017; 72: 24–33).

Sven Timo Schreiber, Mozhgan Bizhang, Stefan Zimmer, In-vitro-Studie zum Über-/Unterschussverhalten von chairside hergestellten Versorgungen, in: Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift 2017; 72: 24–33.

Posterpreis des International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine der DGZMK

Ebenfalls ausgezeichnet wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Universitäten Witten/Herdecke und Münster. Die Wissenschaftler Dr. Marcel Hanisch und Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz (beide Münster) sowie Dr. Lale Hanisch, Prof. Dr. Gholamreza Danesh und Prof. Dr. Jochen Jackowski (Witten) gewannen den Posterpreis des International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine (IPJ), der von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) vergeben wird.

Prämiert wurde ihre Arbeit, die sich mit dem Aufbau einer Datenbank zur Registrierung Oraler Manifestationen bei Seltenen Erkrankungen (ROMSE) beschäftigt und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Diagnostik und die möglichen Therapieoptionen legt.

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