Studie

Myanmar: Fast alle Mundkrebs-Patienten kauen Betel

Mundkrebs ist in Myanmar fast immer mit dem Konsum von rauchfreiem Tabak aus der Betel assoziiert. Darauf wiesen Forscher auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology Asia Mitte November in Singapur hin.

Eine geöffnete Betelnuss Fotolia - Annette Schindler

Die Beobachtungsstudie untersuchte den Lebensstil von Kopf-Hals-Krebspatienten, deren Verhalten möglicherweise zu ihrer Erkrankung beigetragen hat. Fast alle untersuchten Mundkrebs-Patienten in Myanmar hatten rauchfreien Tabak aus der Betel gekaut, berichteten die Forscher.

Rauchloser Tabakkonsum ist in Südostasien üblich

Die Querschnittsstudie wurde 2016 in der medizinischen Onkologie des Toungoo General Hospital durchgeführt. Alle Patienten mit Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom (HNSCC), die zur Behandlung ins Krankenhaus kamen, wurden in die Studie eingeschlossen. Die Teilnehmer wurden zu ihren Gewohnheiten bezüglich Kautabak aus Betelnüssen, Rauchen und Alkoholkonsum befragt.

Von den 307 Krebspatienten hatten 67 (22 Prozent) HNSCC. Davon waren 41 männlich und 26 weiblich. Das mittlere Alter betrug 59,2 Jahre (Bereich: 36-81 Jahre) für Männer und 58,7 Jahre (Bereich: 19-86 Jahre) für Frauen.

Die häufigste Krebserkrankung war Mundhöhlenkrebs (34,3 Prozent), gefolgt vom Kehlkopfkrebs(25,4 Prozent), Mundrachenraumkrebs (11,9 Prozent), Nasenrachenraumkrebs(11,9 Prozent),  Hypopharynx-Krebs (10,4 Prozent), Lippenkrebs (4,5 Prozent) Cent) und Nasenkrebs (1,5 Prozent).

Insgesamt 20 Patienten (30 Prozent) kauten nur Betel; 19 Patienten (28 Prozent) kauten Betelund geräucherten Tabak; 19 Patienten (28 Prozent) kauten Betel, rauchten Tabak und konsumierten Alkohol. Zwei Patienten rauchten Tabak und tranken Alkohol, zwei rauchten nur Tabak, zwei hatten keine der Risikofaktoren, und von drei Patienten waren die Informationen nicht verfügbar.

Alle Mundhöhlenkrebspatienten waren Betelkauer. Außerdem rauchten 48 Prozent Tabak und 44 Prozent Alkohol. Die Mehrheit (87 Prozent) der Mundkrebspatienten gab an, dass sie die meiste Zeit Betel in der Mundhöhle hatten.

Der leitenderAutor Dr. Khin Khin Nwe, medizinischer Onkologe am Toungoo General Hospital, sagte: "Laut früheren Studien tritt Mundkrebs in Südostasien seit vielen Jahren beunruhigend häufig auf. Rauchloser Tabakkonsum ist in dieser Region üblich - in Myanmar verwenden beispielsweise mehr als 50 Prozent der Männer Betel-Quid."

Betel gilt als Karzinogen der Gruppe 1

Dr. Makoto Tahara, Leiter der Abteilung für Kopf- und Hals-Onkologie am National Cancer Center Hospital East in Chiba in Japan, kommentierte die Problematik: "Angesichts der Anzahl gesundheitlicher Probleme - wie insbesondere Mundkrebs sowie Präkanzerosen wie Leukoplakie und orale submuköse Fibrose -, die mit dem Kauen von Betel verbunden sind, ist die Frage, wie das Betel-Kauen reduziert werden kann, von globaler Bedeutung für die öffentliche Gesundheit. In den letzten zehn Jahren wurde Betel von der International Agency for Research on Cancer als Karzinogen der Gruppe 1 eingestuft."

Abstract 372P_PR 'Head and neck cancer occurrences and Lifestyle habits in Toungoo, Myanmar' will be presented by Khin Khin Nwe during the Poster Display session on Saturday, 18 November 2017, 13:00 to 14:00 (SGT) in the Exhibition area. Annals of Oncology, Volume 28, 2017 Supplement 10.

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