Zahnmedizin

Nordrhein: Kleinkinderzähne erhalten Frühprävention

Eine frühestmögliche Vorsorge kann Kinderzähne langfristig schützen. Deshalb schließen die Barmer GEK und Zahnärzte in Nordrhein ab April eine Versorgungslücke.

Bisher gehören zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern unter zweieinhalb Jahren nicht zu den regulären Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Damit auch Kinder in dieser Altersgruppe künftig
von einer Zahnvorsorge profitieren, startet ab April ein neues spezielles Programm in Nordrhein.

Kostenloses Angebot für Kleinkinder ab sechs Monaten

Das kostenlose Zahnvorsorge-Programm greift bei Kindern ab sechs Monaten und umfasst zwei Untersuchungen. Damit sollen sich frühzeitig mögliche Zahnschäden oder Mund- und Kieferkrankheiten erkennen lassen. Zudem berät der Zahnarzt die Eltern zur Mundhygiene und schätzt das Karierisiko des Kindes ein. "Zahnärzte sollten Kleinkinder bereits vom ersten Milchzahn an systematisch begleiten. Nur so können wir Karies
und andere Zahnerkrankungen konsequent verhindern“, betont der KZV-Vorsitzende Ralf Wagner.

Bei Kariesvorstufen wird fluoridiert

Stellt der Zahnarzt bei einer Untersuchung Kariesvorstufen fest, gibt es eine therapeutische Fluoridierung. Zusätzliche Anregungen zur dentalen Frühprävention geben Kinder- und Jugendärzte, die sich am Kinder- und Jugendprogramm derKasse beteiligen. In Ergänzung zur pädiatrischen Beratungsleistung weisen sie Eltern auf die kostenlosen neuen Angebote hin.

Den ersten Vertrag zur dentalen Frühprävention vereinbarte die Barmer GEK im Juni 2013  mit der KZV Baden-Würtemberg. Inzwischen bestehen Verträge mit den meisten KZVen in den Ländern. Eine bundesweit flächendeckende Versorgung soll durch weitere Verhandlungen kurzfristig geschaffen werden.