Aktionstag

"Boys' Day" in einer Berliner Zahnarztpraxis

Beim diesjährigen "Boys' Day" hat sich die zm-Redaktion in einer teilnehmenden Berliner Zahnarztpraxis umgesehen, um mehr über die Motive und Meinungen der jugendlichen Interessenten zu erfahren.

Hands-on: erste Versuche mit dem Scaler zm/nl

Wir wollten von den Jugendlichen zunächst einmal wissen, aus welchen Gründen sie sich für einen Tag in der Zahnarztpraxis entschieden haben. Rund die Hälfte der Jugendlichen erklärten, selbst Patient in der Praxis zu sein und aktiv nachgefragt zu haben, die anderen seien eher zufällig über die Homepage des "Boys' Days" darauf gestoßen.

Laut Bundeszahnärztekammer stieg die Zahl der männlichen Azubis mit ZFA-Berufsabschluss von 50 im Jahr 2000 kontinuierlich auf bundesweit 522 im Jahr 2017 an.

Bewogen habe sie vor allem ihr Interesse für Medizin sowie der Wunsch in einem Tätigkeitsfeld zu arbeiten, in dem man "Menschen helfen" kann. Wenn es um die Zukunft geht, zeigen sich die Jugendlichen ganz traditionell "männlich": Gehalt sei nicht das wichtigste, aber es solle doch genug sein, um später für eine Familie sorgen zu können.

Abdrücke nehmen und Zahnreinigung an einem Phantomkopf

Auf unsere Nachfrage, welche Fähigkeiten man als Auszubildender mitbringen müsse, wurden vor allem handwerkliches Geschick sowie fehlende Angst vor Blut "oder anderen ekligen Sachen" genannt. Dr. Stephan Ziegler, Gründer und Inhaber der Praxis KU 64, ergänzt, dass insbesondere ein guter Umgang mit den Patienten, Einfühlungsvermögen und ein Sinn für Ästhetik wichtig für den Beruf des ZFA seien. Seine Praxis nimmt bereits seit einigen Jahren an dem Aktionstag teil. Die angebotenen Plätze waren innerhalb eines Tages ausgebucht.

 

Einführung durch ZFA Dominik Demski | zm/nl

Simulation einer Behandlungssituation am Phantomkopf | zm/nl

Ziegler: "Wir haben vor zwei Jahren 20 Teilnehmer zum ,Boys' Day' eingeladen. Diesmal waren es nur fünf. Wir setzen auf Qualität, nicht auf Quantität und versuchen den Jugendlichen umfassende Einblicke in unseren Praxisalltag zu verschaffen."

Neben der Möglichkeit, bei einer Patientenbehandlung dabei zu sein dürfen, lernten die Praktikanten das Händedesinfizieren, durften gegenseitig Abdrücke nehmen und konnten sogar selbst eine Zahnreinigung an einem Phantomkopf durchführen. Dominik Demski, der einst selbst seine Karriere als Auszubildender zum ZFA bei KU 64 begonnen und bereits verschiedene Fort-und Weiterbildungen absolviert hat, begleitete die Praktikanten durch den Tag, teilte seine Erfahrungen und erklärte nicht zuletzt mögliche Aufstiegschancen.

Einer will ZFA werden, die anderen "sind nicht abgeneigt"

Warum der Beruf des ZFA bei jungen Männern nicht so beliebt ist, können die Teilnehmer des "Boys' Days" nicht verstehen. Alle fanden den Tag spannend und abwechslungsreich. Trotzdem äußert nur ein Praktikant das Vorhaben, sich nach seinem Schulabschluss für einen Ausbildungsplatz als ZFA zu bewerben. Die anderen Teilnehmer sind nicht abgeneigt, würden aber gern noch ein längeres Praktikum machen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

 

Die perfekte Alginat-Konsistenz | zm/nl

Das Anmischen: Gar nicht so einfach, wie es bei den Profis aussieht! | zm/nl

Gegenseitige Abdrucknahme | zm/nl

Stolz präsentieren die Teilnehmer ihre selbst gefertigten Abrücke | zm/nl

Im Jahr 2011 fand der erste bundesweite "Boys' Day" zur Berufsorientierung für Jungen ab der 5. Klasse statt. Ziel der Kampagne ist es, das Interesse jenseits von Rollenklischees in von Männern unterrepräsentierten Berufssparten zu fördern, insbesondere in den Bereichen Sozialwesen, Pädagogik sowie Heil- und Pflegeberufe.

Wer als Jugendlicher einen Blick in die berufliche Praxis werfen will, hat am "Boys' Day" eine gute Gelegenheit dazu. Da die Kampagne in der Schulzeit stattfindet, werden die Schüler vom Unterricht freigestellt. Auf der anderen Seite können Unternehmen die Kampagne mit einem Schnupperangebot für die Jugendlichen unterstützen.

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