Medizinklimaindex Herbst 2019

Die Stimmung bei den Zahnärzten kippt

Die Ärzte in Deutschland beurteilen ihre wirtschaftliche Lage weiterhin zurückhaltend, nur die Psychologischen Psychotherapeuten sind gut drauf. Auch bei den Zahnärzten geht die Stimmung in den Keller. Dies ergibt sich aus dem Medizinklimaindex (MKI) der Stiftung Gesundheit für Herbst 2019.

Der aktuelle Medizinklimaindex für Herbst 2019 liegt mit –0,5 Punkten leicht unterm Durchschnitt, die Grundstimmung damit seit zwei Jahren knapp im negativen Bereich. Stiftung Gesundheit

Zwar bewerten laut MKI insgesamt mehr als die Hälfte (54,3 Prozent) der Haus- und Fachärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als befriedigend. Auch erwarten 61,8 Prozent der Befragten keine Veränderung der wirtschaftlichen Lage in den nächsten sechs Monaten. Dies ist aber vor allem einer kräftigen Stimmungsaufhellung bei den Psychologischen Psychotherapeuten zu verdanken: Deren Index kommt in der aktuellen Befragung auf + 31,6, das ist der höchste jemals gemessene Wert in dieser Fachgruppe. Aufwärts geht es auch für die Fachärzte: Deren wirtschaftliche Erwartung liegt zwar mit – 0,7 noch im negativen Bereich, stieg aber im Vergleich zur Erhebung im Frühjahr um 6,4 Punkte.

Der Blick auf die Detailergebnisse:

  • Zahnärzte

Sie sind pessimistischer als sonst: 31,3 Prozent bezeichnen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut, 37,5 Prozent als stabil und 31,3 Prozent als schlecht. 6,3 Prozent waren der Ansicht, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den kommenden sechs Monaten verbessern wird. 75 Prozent erwarten keine Veränderung. 18,8 Prozent eine Verschlechterung.

Der Pessimismus ist gestiegen

Insgesamt verschlechterte sich somit der Medizinklimaindex der Zahnärzte um 10,5 Punkte und liegt damit bei – 6,3. Erst zum zweiten Mal seit Beginn der Erhebung ist der Wert bei den Zahnärzten negativ.

  • Hausärzte

Von den niedergelassenen Hausärzten schätzen 30,3 Prozent die aktuelle wirtschaftliche Lage als gut ein. 55,3 Prozent sind zufrieden, 14,5 Prozent unzufrieden. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind bei 6,6 Prozent gut, 56,6 Prozent erwarten Kontinuität und 36,8 Prozent schauen pessimistisch in die Zukunft.
Der Medizinklimaindex der Hausärzte liegt damit für den Herbst bei –7,2 und somit nach dem Positivtrend im Frühjahr (+5) wieder deutlich im negativen Bereich.

  • Fachärzte

Im Vergleich zu den Hausärzten bewerten Fachärzte die Lage besser. Sie schätzen ihre aktuelle Situation aber insgesamt ähnlich ein (29,3 Prozent gut, 58,7 Prozent stabil und 12 Prozent schlecht). Die Entwicklung der nächsten sechs Monate beurteilen sie positiver: 10,7 Prozent erwarten eine gute Entwicklung, 60 Prozent erwarten keine Veränderung, und 29,3 Prozent sind negativ eingestellt.
Der Medizinklimaindex der Fachärzte liegt damit bei –0,7 und ist damit deutlich positiver als im Frühjahr 2019 (-7,1).

  • Psychologische Psychotherapeuten

Sie blicken so optimistisch wie nie in die Zukunft: Mehr als die Hälfte (52,6 Prozent) bezeichnen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut, 47,4 Prozent als befriedigend, und keiner der Befragten stuft sie schlecht ein. Die Erwartungshaltung: 15,8 Prozent sind der Meinung, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den kommenden sechs Monaten verbessern wird. 78,9 Prozent erwarten keine Veränderung der Situation, und 5,3 Prozent sehen die kommenden Monate ungünstiger.
Der Medizinklimaindex der Psychologischen Psychotherapeuten liegt damit im Vergleich zum Frühjahr 2019 (–6,5) sehr deutlich im positiven Bereich mit einem Wert von +31,6.

Der Medizinklimaindex

Der Medizinklimaindex (MKI) wird analog zum Geschäftsklima für die Wirtschaft des Instituts für Wirtschaftsforschung München (IFO) festgestellt. Das Geschäftsklima ist der transformierte Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und den wirtschaftlichen Erwartungen.
Zur Ermittlung des MKI werden seit 2006 halbjährlich die niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten zur Einschätzung ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage und zu den Erwartungen für die nächsten sechs Monate gefragt. Der MKI wird im Auftrag der Stiftung Gesundheit von der Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse mbH (GGMA) erhoben.

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