Zahnärzte-Praxis-Panel (ZäPP)

Dranbleiben! ZäPP geht in die dritte Runde!

Das Zahnärzte-Praxis-Panel (ZäPP) – die Erhebung der KZBV zur Kosten- und Versorgungsstruktur der vertragszahnärztlichen Praxen – ist nach zwei Jahren ein voller Erfolg mit hohen Rücklaufquoten. Anfang September startet die dritte Runde, in diesem Jahr mit einem zusätzlichen Fragebogen zur wirtschaftlichen Situation der Praxen in der Corona-Pandemie. Diesmal ist es besonders wichtig, in diesem für die Zahnärzteschaft extrem schwierigen Jahr stabile und belastbare Daten über die Entwicklung der Praxen zu generieren. Es gilt: Bleiben Sie dran!

Das Zahnärzte-Praxis-Panel – kurz ZäPP – ist eine in den Jahren 2018 und 2019 bundesweit etablierte Erhebung zur Kosten- und Versorgungsstruktur in vertragszahnärztlichen Praxen. Ziel des ZäPP ist es, eine Datengrundlage über die wirtschaftliche Entwicklung der Praxen in ganz Deutschland zu gewinnen, die höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist 2020 ein besonderes Jahr – und ein besonders schwieriges für Zahnärztinnen und Zahnärzte. Vor dem Hintergrund der Krise ist es wichtiger als je zuvor, Informationen zu generieren, die die massiven Folgen für Zahnarztpraxen möglichst realistisch abbilden.

Zi und AdobeStock_Tatjana Rittner

Im September werden die diesjährigen Erhebungsunterlagen an rund 35.500 Praxen versandt. Gleich in den ersten bundesweiten Befragungsjahren war das ZäPP durch die motivierte Mitarbeit der vielen teilnehmenden Zahnarztpraxen ein großer Erfolg: Mit etwa 3.500 eingegangenen Erhebungsbögen allein im vergangenen Jahr lag die bundesweite Rücklaufquote bei fast 10 Prozent! Diese – im Vergleich zu ähnlichen Untersuchungen – überaus positive Resonanz erlaubt substanzielle Auswertungen zu den Rahmenbedingungen der vertragszahnärztlichen Versorgung in den beiden Vorjahren 2017 und 2018. Zugleich zeigt das Ergebnis, wie wichtig den Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten die aktive Beteiligung an der Ausgestaltung ihres Berufs ist.

Jede Teilnahme erhöht die Validität der Daten

Das ZäPP ist in Form eines Panels organisiert. Das Grundkonzept basiert dabei auf einer hohen Teilnahmequote der Praxen über mehrere Jahre hinweg. Der dauerhafte Erfolg der Erhebung hängt also davon ab, dass Sie auch in diesem und in den kommenden Jahren Auskunft über Ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geben. Je höher der Rücklauf über mehrere Jahre hinweg ist, desto höher ist auch die Validität und Akzeptanz der Daten, die für den Berufsstand durch diese ambitionierte Untersuchung gewonnen werden.

Auf diese Weise entsteht eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis, mit der die Interessen der gesamten Vertragszahnärzteschaft in Verhandlungen zwischen den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) mit den gesetzlichen Krankenkassen wirkungsvoll vertreten werden können. Die entsprechenden Verhandlungen auf Landes- und Bundesebene sind wiederum die Voraussetzung dafür, dass angemessene Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Praxen und damit für eine flächendeckende, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet werden können.

Mit der Erhebung ist in diesem Jahr wieder das renommierte Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) beauftragt. Als führendes Forschungsinstitut für angewandte Versorgungsforschung ist das Zi Garant für eine wissenschaftlich neutrale Datenerfassung und -verarbeitung nach methodisch anerkannten Standards (www.zi.de).

Zusätzlicher Bogen zur Corona-Krise

Alle Praxen, die in den Jahren 2018 und 2019 durchgehend dieselbe Abrechnungsnummer hatten, erhalten in Kürze erneut einen Fragebogen. Damit erhebt das Zi grundlegende Daten zur Kosten- und Versorgungsstruktur in den Jahren 2018 und 2019. Der Bogen umfasst drei Bereiche: Fragen zur Praxis-, zur Leistungs- und zur Kostenstruktur. Für die Angaben zur Kostenstruktur ist die Einbindung des Steuerberaters oder einer verwandten Berufsgruppe unbedingt erforderlich. Das Zi stellt dafür kostenlose Software-Tools bereit, um zum Beispiel Ihrem Steuerberatungsbüro eine weitgehend automatisierte Aufbereitung der Finanzdaten zu ermöglichen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Fragebogen an einigen Stellen überarbeitet, um Ihnen die Bearbeitung zu erleichtern.

Um zudem das Meinungsbild der Zahnärztinnen und Zahnärzte vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie abzufragen, liegt dem Erhebungsbogen in diesem Jahr einmalig ein zusätzliches Blatt mit Fragen zu Ihrer wirtschaftlichen Situation in der Corona-Pandemie bei. Diese Fragen sind nicht Bestandteil der ZäPP-Erhebung, sondern sollen vielmehr ein Stimmungsbarometer des Berufsstands abbilden.

ZäPP in Corona-Zeiten

Die COVID-19-Pandemie hat starke Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Zahnarztpraxen. Deshalb ist es wichtiger als zuvor, über eine stabile Datenbasis zu verfügen, mit der sich die Fakten gegenüber Politik und Vertragspartnern belegen lassen.

  • Dem ZäPP-Erhebungsbogen liegt in diesem Jahr einmalig ein zusätzliches Blatt mit Fragen zu Ihrer wirtschaftlichen Situation aufgrund der Corona-Pandemie bei. Die Beantwortung ist selbstverständlich freiwillig und wirkt sich nicht auf die finanzielle Anerkennung aus, die Sie beim Einsenden des vollständigen Fragebogens der ZäPP-Erhebung auch dieses Jahr erhalten. Gleichwohl würde sich die KZBV über ein Ankreuzen der wenigen Fragen freuen.
  • Auch wenn im ZäPP dieses Jahr noch nicht das Jahr 2020 abgefragt wird, ist eine hohe Teilnahme notwendig, um eine starke Datengrundlage bei den wichtigen Punktwertverhandlungen mit den Krankenkassen zu haben.
  • Während es pandemiebedingte Rückgänge bei den Einnahmen gab, sind viele Kosten in einer Zahnarztpraxis fix und können nicht kurzfristig an die veränderte Auslastung angepasst werden. Mit ZäPP besteht die Möglichkeit, diese Einnahmen- und Kostenentwicklungen in Vergütungsverhandlungen transparent zu machen. Dies ist ein wichtiger Faktor für den Verhandlungserfolg.
  • Dazu dienen auch vielfältig mögliche Modell- und Szenarioanalysen mit ZäPP für weitere datenbasierte Argumente bei der Vertretung Ihrer Interessen. Die Analysemöglichkeit und die Aussagekraft der Ergebnisse steigen über die Jahre mit der längeren Laufzeit des Panels, auch deshalb ist Ihre wiederholte Teilnahme wichtig.
  • Es ist davon auszugehen, dass COVID-19 auch längerfristig negative Konsequenzen auf die wirtschaftliche Situation der Zahnarztpraxen haben wird. Deswegen ist es wichtig, dieses und in den kommenden Jahren ZäPP durch eine hohe Teilnahme weiter zu etablieren.

Die KZBV ist sich bewusst, dass mit der Bearbeitung der Unterlagen ein erheblicher Aufwand für Sie verbunden ist. Die Rücksendung der vollständig ausgefüllten Unterlagen wird deshalb auch in diesem Jahr wieder mit einer finanziellen Anerkennung in Höhe von 250,- Euro je Einzelpraxis und 350,- Euro je Berufsausübungsgemeinschaft (Gemeinschaftspraxis) honoriert (gesetzliche Umsatzsteuer inklusive). Übrigens: Wer bereits im Jahr 2019 beim ZäPP dabei war, muss den Fragebogen natürlich nur noch für das vergangene Jahr ausfüllen – und erhält dennoch die gleiche finanzielle Anerkennung.

Mit Feedbackberichte und Chefübersicht – wie immer

Nach Abschluss der Erhebung erhalten alle Teilnehmer zudem wieder kostenlose Feedbackberichte, in denen die eigenen Daten als individueller Praxisbericht und Chefübersicht aufbereitet sind. Das gibt Ihnen einen Überblick über die betriebswirtschaftliche Situation Ihrer Praxis und dient zugleich als Kontroll- und Planungsinstrument. Die Chefübersicht wird um die aktualisierten Daten der Erhebung im Jahr 2020 ergänzt und ermöglicht anhand von Szenarioanalysen eine Finanzplanung für die kommenden Jahre, beispielsweise zu den Auswirkungen von Investitionen oder Personalveränderungen.

Mit Blick auf das Thema Datenschutz versichern wir Ihnen einmal mehr ausdrücklich: Ihre freiwilligen Angaben sind in guten Händen! Die Zusammenarbeit mit dem Zi hat sich bewährt, denn das Institut verfügt über langjährige Erfahrung mit ähnlichen Befragungen im ärztlichen Bereich. Zudem kann durch die Einbindung einer Treuhandstelle und eines Notars ein Maximum an Datenschutz und Datensicherheit garantiert werden. Dank Pseudonymisierung und gesicherter Datenverarbeitung nach höchsten Standards ist eine nachträgliche Zuordnung der Angaben zu bestimmten Praxen ausgeschlossen.

Weitere aktualisierte Informationen zum ZäPP erhalten Sie von Ihrer KZV, vom Zi, von der KZBV (www.kzbv.de/zaepp – dort gibt es auch einen Erklärfilm) sowie im Rahmen einer kontinuierlichen Berichterstattung in den zm (www.zm-online.de). Bei Rückfragen steht Ihnen während der Erhebungsphase die Treuhandstelle des Zi unter der Rufnummer 030/4005–2444 von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr zur Verfügung. Oder Sie schicken eine E-Mail mit Ihrem Anliegen an kontakt@zi-treuhandstelle.de. Das ZäPP im Web ist für Sie, Ihre Steuerberaterin oder Ihren Steuerberater unter www.zäpp.de erreichbar.

Statement Martin Hendges:

„Stabile Daten generieren, um die massiven Folgen der Krise realistisch abzubilden“

Martin Hendges, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der KZBV | KZBV

„Allen Praxen, die sich in den vergangen zwei Jahren am ZäPP beteiligt haben, nochmals ein herzliches Dankeschön! Auch neue Teilnehmende sind erwünscht und willkommen. Anfang September startet die nächste Runde von ZäPP. Bereits bei den Erhebungen der vergangenen Jahre war das ZäPP ein großer Erfolg: Etwa 3.500 Erhebungsbögen sind allein im vergangenen Jahr eingegangen, die bundesweite Rücklaufquote erreichte fast 10 Prozent! Das ist im Vergleich zu ähnlichen Untersuchungen weiterhin eine sehr gute Resonanz und erlaubt substanzielle Auswertungen zu den Rahmenbedingungen der vertragszahnärztlichen Versorgung in den Jahren 2017 und 2018.

Aber auf diesem Ergebnis dürfen wir uns nicht ausruhen. Daher wurde für die diesjährige Befragung im Rahmen des ZäPP auch das Motto ‚Dranbleiben!‘ gewählt.

Denn wichtig für den langfristigen Erfolg sind eine möglichst hohe Teilnehmerzahl sowie eine kontinuierliche Teilnahme der Zahnarztpraxen. Möglichst viele Praxen in diesem und in den kommenden Jahren sollen Auskunft über die wirtschaftlichen Kennzahlen ihrer Praxis geben. Je höher der Rücklauf beim ZäPP über mehrere Jahre ist, desto höher ist auch die Validität und Akzeptanz unserer Daten später am Verhandlungstisch. So entsteht letztlich eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis, auf deren Grundlage auch die Interessen Ihrer KZV in Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen optimal vertreten und im Idealfall auch durchgesetzt werden können. Anhaltend valide Ergebnisse beim ZäPP kommen also unmittelbar allen Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten in Form von Punktwertsteigerungen bei GKV-Leistungen zugute. Gerade angesichts der Corona-Pandemie ist es wichtiger als je zuvor, über eine stabile Datenbasis zu verfügen, die die massiven Folgen der Krise für Zahnarztpraxen möglichst realistisch abbildet.

Für Ihre aktive kollegiale Unterstützung beim ZäPP bedanke ich mich vorab schon einmal ganz herzlich!“

Martin Hendges,
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der KZBV

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