Krankenkassen schlagen Alarm

Immer mehr psychisch krank

Heftarchiv Praxis
sg

Psychische Erkrankungen schlagen nach einer aktuellen Analyse der AOK bei Krankschreibungen in Deutschland immer stärker zu Buche. 2008 fehlten von 9,7 Millionen AOK-Versicherten rund acht Prozent wegen psychischer Probleme. Damit seien die Fehlzeiten in diesem Bereich seit 1995 um 80 Prozent angestiegen.

Dieser Negativtrend wird von Angaben der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) unterstützt: Nach Kassenangaben hat fast jeder siebte Beschäftigte Angst vor einer Kündigung, jeder neunte sieht sich im Konkurrenzkampf mit seinen Kollegen. Dieser Stress belastet Körper und Seele. Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer leidet nach DAK-Angaben an Symptomen wie Schlafstörungen (53 Prozent), depressiven Verstimmungen (37 Prozent), Nervosität (36 Prozent) und Konzentrationsstörungen (32 Prozent). Die Grenze zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen sei dabei fließend.

Vor allem Männer und ältere Berufstätige versuchten, Stress im Job mit Alkohol zu bewältigen, Frauen griffen eher zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln. 

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