Case Report

Emphysem nach Weisheitszahnextraktion

Nach der Entfernung eines Weisheitszahns entwickelte ein Patient ein subkutanes Emphysem mit Pneumomediastinum.

Forschende berichten über einen 26-jährigen Patienten, der sich zwei Tage nach der Entfernung aller Weisheitszähne in der Notaufnahme eines belgischen Krankenhauses vorstellte, weil er leichte Brust- und Halsschmerzen bei tiefer Inspiration sowie Krepitation im Gesicht- und Halsbereich bemerkte. Die Vitalparameter des Patienten lagen im Normbereich. Intraoral konnte eine submuköse Krepitation Regio 38 festgestellt werden – ebenso extraoral im frontalen, temporalen und subklavikulären Bereich. Eine Röntgenaufnahme des Thorax zeigte ein „subkutanes supraklavikuläres Weichteilemphysem und ein Pneumomediastinum. Eine zervikothorakale Computertomographie (CT) ohne Kontrastmittelinjektion bestätigte eine parietale Pneumatose der Kau-, Submandibular-, Parapharyngeal- und der supraklavikulären Weichteile mit Pneumomediastinum, aber ohne Pneumothorax oder Pneumoperitoneum.“ [Peters et al, 2023].

Die Entzündungsparameter waren nicht erhöht. Der Patient berichtete von einem häuslichen Streit, bei dem er möglicherweise unbewusste ein Valsalva Manöver durchgeführt hatte. Er wurde stationär aufgenommen und erhielt Antibiotika intravenös. Nach zwei Tagen wurde er unter oraler antibiotischer Therapie in das häusliche Umfeld entlassen. Bei einer Kontrolluntersuchung zehn Tage nach Entlassung war es bereits zu einer vollständigen Resorption gekommen, berichten die Forschenden.

Druckanstieg durch Niesen, Luftballon aufblasen oder Blasinstrument spielen

Subkutane Emphyseme nach zahnärztlichen Behandlungen sind selten. Die Ursachen können iatrogen, traumatisch oder infektiös sein. Die Forschenden nennen unter anderem die Verwendung von Druckluftturbinen und Luft-Wasser-Spritze,„die zu weite Spreizung des Mukoperiostlappens mit Retraktoren und die Spülung mit Wasserstoffperoxid sowie (nach dem Eingriff) ein Druckanstieg durch Niesen des Patienten, Aufblasen eines Ballons oder Schnäuzen der Nase.“ [Peters et al., 2023]. Des Weiteren kommen auch Erbrechen, zu kräftiges Spülen mit Mundspüllösungen oder das Spielen eines Blasinstruments in Frage.

Subkutane Emphyseme nach zahnärztlichen Eingriffen können verschiedene Symptome hervorrufen. Die Autoren berichten, dass Patienten unter anderem über Schmerzen und Schwellungen im Bereich des Gesichts, Halses und Nacken klagen. Auch Brustschmerzen, Atemnot, Schluck- und Sehstörungen kamen vor. Krepitation gilt als charakteristisches Zeichen eines subkutanen Emphysems. Eine Bildgebung zur Feststellung des Ausmaßes wird von den Autoren empfohlen.

Wird es nicht rechtzeitig diagnostiziert, können schwerwiegende Komplikationen wie Erblindung, Nervkompression, Stimmbandparese, Mediastinitis, nekrotisierender Fasziitis bis hin zum Pneumothorax entstehen, so Peters et al. [2023]. Therapeutisch kommt Amoxicillin-Clavulansäure am häufigsten zum Einsatz. Die Autoren erklären, dass es in der Regel bereits nach vier bis fünf Tagen zu einer teilweisen und nach neun bis zehn Tagen zur vollständigen Resorption kommt.

Peters M, Shall F, Evrard L. Pneumomediastinum after Third Molar Extraction: Case Report, Physiopathology, and Literature Review. Case Rep Dent. 2023 Aug 3;2023:4562710. doi: 10.1155/2023/4562710. PMID: 37575892; PMCID: PMC10415080.

Nach der Entfernung eines Weisheitszahns entwickelte ein Patient ein subkutanes Emphysem mit Pneumomediastinum.

Forschende berichten über einen 26-jährigen Patienten, der sich zwei Tage nach der Entfernung aller Weisheitszähne in der Notaufnahme eines belgischen Krankenhauses vorstellte, weil er leichte Brust- und Halsschmerzen bei tiefer Inspiration sowie Krepitation im Gesicht- und Halsbereich bemerkte. Die Vitalparameter des Patienten lagen im Normbereich. Intraoral konnte eine submuköse Krepitation Regio 38 festgestellt werden – ebenso extraoral im frontalen, temporalen und subklavikulären Bereich. Eine Röntgenaufnahme des Thorax zeigte ein „subkutanes supraklavikuläres Weichteilemphysem und ein Pneumomediastinum. Eine zervikothorakale Computertomographie (CT) ohne Kontrastmittelinjektion bestätigte eine parietale Pneumatose der Kau-, Submandibular-, Parapharyngeal- und der supraklavikulären Weichteile mit Pneumomediastinum, aber ohne Pneumothorax oder Pneumoperitoneum.“ [Peters et al, 2023].

Die Entzündungsparameter waren nicht erhöht. Der Patient berichtete von einem häuslichen Streit, bei dem er möglicherweise unbewusste ein Valsalva Manöver durchgeführt hatte. Er wurde stationär aufgenommen und erhielt Antibiotika intravenös. Nach zwei Tagen wurde er unter oraler antibiotischer Therapie in das häusliche Umfeld entlassen. Bei einer Kontrolluntersuchung zehn Tage nach Entlassung war es bereits zu einer vollständigen Resorption gekommen, berichten die Forschenden.

Druckanstieg durch Niesen, Luftballon aufblasen oder Blasinstrument spielen

Subkutane Emphyseme nach zahnärztlichen Behandlungen sind selten. Die Ursachen können iatrogen, traumatisch oder infektiös sein. Die Forschenden nennen unter anderem die Verwendung von Druckluftturbinen und Luft-Wasser-Spritze,„die zu weite Spreizung des Mukoperiostlappens mit Retraktoren und die Spülung mit Wasserstoffperoxid sowie (nach dem Eingriff) ein Druckanstieg durch Niesen des Patienten, Aufblasen eines Ballons oder Schnäuzen der Nase.“ [Peters et al., 2023]. Des Weiteren kommen auch Erbrechen, zu kräftiges Spülen mit Mundspüllösungen oder das Spielen eines Blasinstruments in Frage.

Subkutane Emphyseme nach zahnärztlichen Eingriffen können verschiedene Symptome hervorrufen. Die Autoren berichten, dass Patienten unter anderem über Schmerzen und Schwellungen im Bereich des Gesichts, Halses und Nacken klagen. Auch Brustschmerzen, Atemnot, Schluck- und Sehstörungen kamen vor. Krepitation gilt als charakteristisches Zeichen eines subkutanen Emphysems. Eine Bildgebung zur Feststellung des Ausmaßes wird von den Autoren empfohlen.

Wird es nicht rechtzeitig diagnostiziert, können schwerwiegende Komplikationen wie Erblindung, Nervkompression, Stimmbandparese, Mediastinitis, nekrotisierender Fasziitis bis hin zum Pneumothorax entstehen, so Peters et al. [2023]. Therapeutisch kommt Amoxicillin-Clavulansäure am häufigsten zum Einsatz. Die Autoren erklären, dass es in der Regel bereits nach vier bis fünf Tagen zu einer teilweisen und nach neun bis zehn Tagen zur vollständigen Resorption kommt.

Peters M, Shall F, Evrard L. Pneumomediastinum after Third Molar Extraction: Case Report, Physiopathology, and Literature Review. Case Rep Dent. 2023 Aug 3;2023:4562710. doi: 10.1155/2023/4562710. PMID: 37575892; PMCID: PMC10415080.

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