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Schrittweise Abkehr in den USA

Amalgam is out

Auch in den USA will man schrittweise alternative Füllungsstoffe statt Amalgam einsetzen. Pixel-Shot.stock.adobe.com
ck
Politik
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Auch die USA vollziehen die Abkehr von Amalgam: Das US-Gesundheitsministerium rät, die Kosten für den Werkstoff nicht mehr voll zu tragen. Die American Dental Association unterstützt den schrittweisen Ausstieg.

Das Center for Medicaid and CHIP Services als Teil des U.S. Department of Health and Human Services (HHS) hat angeregt, die Kostenübernahme für Amalgam einzuschränken. Dabei handelt es sich um eine Empfehlung, keine Vorschrift: Die einzelnen Bundesstaaten sind dafür verantwortlich, Kriterien für die medizinische Notwendigkeit festzulegen und Entscheidungen über die Kostenübernahme zu treffen.

Material bleibt wichtige Behandlungsoption für bestimmte Patienten

Die American Dental Association (ADA) unterstützt einen schrittweisen Ausstieg. Ziel sei, Anreize für Zahnärzte zu setzen, damit sie bei Restaurationen künftig kompositbasierte Materialien auf Harzbasis verwenden. Aber: „Amalgamfüllungen bleiben eine wichtige Behandlungsoption für bestimmte Patienten und Bevölkerungsgruppen, insbesondere wenn Feuchtigkeitskontrolle, Kosten oder spezifische klinische Umstände alternative Füllungsmaterialien weniger geeignet machen“, stellt ADA-Expertin Dr. Jennifer Holtzman klar.

Zahnärzte sollten daher weiterhin die Möglichkeit haben, für jeden einzelnen Patienten die am besten geeignete, evidenzbasierte Behandlung auszuwählen. „Gleichzeitig wird die Entfernung und der Ersatz klinisch einwandfreier Amalgamfüllungen allein aufgrund ihres Amalgamgehalts durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht gestützt. Den Patienten ist am besten gedient, wenn die Wahl des Restaurationsmaterials auf dem klinischen Bedarf, wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer gemeinsamen Entscheidungsfindung zwischen Ärzten und Patienten basiert.“

Die Empfehlungen des Center for Medicaid and CHIP Services folgen auf die Ankündigung des Indian Health Service (IHS) vom Februar, die Verwendung von Zahnamalgam in seinen Einrichtungen bis 2027 einzustellen. Der IHS ist eine Bundesbehörde innerhalb des US-Gesundheitsministeriums (HHS), die für die medizinische Versorgung von rund 2,8 Millionen American Indians und Alaska Natives zuständig ist.

Auch in den USA geht die Verwendung seit Jahrzehnten zurück

Die Verwendung von Quecksilber im US-Gesundheitswesen, einschließlich Zahnamalgam, ist laut der ADA seit Jahrzehnten rückläufig, da Alternativen wie Kompositfüllungen zunehmend verfügbar sind. Laut einer Analyse der zahnärztlichen Abrechnungsdaten bestanden 2024 nur noch 6,2 Prozent der zahnärztlichen Füllungen in den USA aus Amalgam. Bei den Medicaid-Abrechnungen von 2022 wurden 8 Prozent aller zahnärztlichen Restaurationen mit Amagam versorgt.

Im November 2025 hatten sich mehr als 150 Staaten haben bei der Konferenz zur Minamata-Konvention in Genf auf ein Ende quecksilberhaltiger Dentalamalgam-Füllungen bis 2034 geeinigt. Damit wurde das Phase-out um vier Jahre verlängert. Zahnamalgam darf somit in Ausnahmen bis 2034 weiterhin verwendet werden.

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