„Es muss bei einer adäquaten Überprüfung der Abschlüsse bleiben“
„Wir begrüßen grundsätzlich eine schnellere Anerkennung der Abschlüsse, sehen jedoch auch erhebliche Risiken für die Qualität der zahnärztlichen Versorgung“, teilte der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) anlässlich der Anhörung zum Gesetzentwurf zur „Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen“ im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags mit.
„Eine zügige Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen ist angesichts des Fachkräftemangels sinnvoll und notwendig“, so der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Christian Öttl. Allerdings sieht der FVDZ den vollständigen Entfall einer Gleichwertigkeitsprüfung hin zu einer direkten Kenntnisprüfung mit einem Sprachnachweis auf B2-Niveau kritisch. Die vollständige Abkehr von dokumentenbasierten Prüfungen berge die Gefahr, dass wesentliche Unterschiede in Ausbildung und Qualifikation nicht ausreichend berücksichtigt würden.
Der durch eine „jahrzehntelang verfehlte Zulassungspolitik zum Studium selbstverschuldete Mangel an Ärzten und Zahnärzten“ dürfe jetzt nicht zu einem „blinden Zulassen“ ausländischer Fachkräfte führen, mahnte Öttl. Das würde dem Patientenschutz nicht gerecht.
FVDZ plädiert für eine effiziente und ausgewogene Überprüfung
Der Berufsverband spricht sich für ein „ausgewogenes Verfahren aus, das sowohl effizient als auch verlässlich ist“. Beschleunigung könne durch standardisierte Abläufe, klare Fristen und eine bessere personelle Ausstattung der zuständigen Stellen erreicht werden – „jedoch nicht durch den Verzicht auf fachliche Prüfmechanismen“.


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