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Parlamentarischer Besuch bei der Bundeswehr

Experten beraten über nationale Sicherheitsvorsorge

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Politik
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen und Bundeswehr haben in Bonn und Koblenz beraten, wie Deutschland seine Gesundheitsversorgung auf Krisenfälle und Krieg vorbereiten kann.

An den Gesprächen im Unterstützungskommando der Bundeswehr in Bonn sowie beim Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr in Koblenz nahmen auch die Parlamentarischen Staatssekretäre Sebastian Hartmann aus dem BMJV sowie Dr. Georg Kippels und Katja Kohfeld aus dem BMG teil.

Gemeinsam mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr berieten sie über die Voraussetzungen für eine resiliente Gesundheitsversorgung in Deutschland im Krisen- und Verteidigungsfall.

Deutschland: im Verteidigungsfall die Logistikdrehscheibe der NATO

Wie die Bundeswehr jetzt mitteilt, stand im Zentrum der Beratungen die Erkenntnis, dass medizinische Versorgung im Krisen- oder Verteidigungsfall nur gesamtstaatlich organisiert werden kann.

Im NATO-Bündnisfall müsse mit bis zu 1.000 Verwundeten, Verletzten und Erkrankten pro Tag gerechnet werden, erklärte Generalarzt Johannes Backus, Kommandeur des Kommandos Gesundheitsversorgung der Bundeswehr.

Militärische Strukturen allein würden dann nicht ausreichen. Krankenhäuser, Rettungsdienste, Behörden, Länder und Bundeswehr müssten daher eng verzahnt zusammenarbeiten.

Als Beispiel für eine funktionierende zivil-militärische Zusammenarbeit gilt laut Bundeswehr das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Das Krankenhaus ist Teil der militärischen Rettungskette, zugleich die zivile Bevölkerung der Region und arbeitet eng mit zivilen Kliniken sowie der Universitätsmedizin Mainz zusammen.

BMG plant Gesetz für den Kriegsfall

Kippels sprach sich bei dem Treffen für ein neues Gesundheitssicherstellungsgesetz aus. Dieses solle klare Zuständigkeiten und Befugnisse schaffen, um medizinische Versorgung im Krisen- und Verteidigungsfall schnell und koordiniert sicherzustellen.

Neben der Behandlung von Verwundeten stand auch die Versorgung mit Arzneimitteln und Medizinprodukten im Fokus der Gespräche. Die Teilnehmenden diskutierten darüber, wie Lieferketten geschützt und medizinische Ressourcen im Krisenfall schnell verfügbar gemacht werden können.

Eine besondere Rolle spielt dabei das Multinational Medical Coordination Centre Europe (MMCC-E) in Koblenz, das unter deutscher Führung medizinische Standards und Fähigkeiten von NATO- und EU-Partnern koordiniert.

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